5.12.2016 06:06
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Genf
Demo gegen Freihandelsabkommen
Etwa 600 Demonstranten sind am Sonntagnachmittag durch die Strassen von Genf marschiert, um gegen das Dienstleistungsabkommen TISA zu protestieren. Sie kritisierten den Vertrag als «destruktiv und ungerecht».

Der Protestzug wanderte durch die Genfer Innenstadt und kam schliesslich vor dem Gebäude der Welthandelsorganisation WTO zum Stehen. TISA sei ein Angriff auf das Gemeinwohl, sagte ein Mitglied der Linksaussen-Partei solidaritéS. Der Genfer SP-Grossrat Roger Deneys warnte vor einem Abbau sozialer Errungenschaften. Dagegen müsse man «täglich ankämpfen».

Mehrere Kundgebungsteilnehmer kritisierten, dass die Verhandlungen hinter verschlossenen Türen geführt werden - dies sei eine schwerwiegende Verletzung demokratischer Rechte. Diverse Nichtregierungsorganisationen machen seit Beginn der Verhandlungen im Jahr 2013 immer wieder auf diesen Umstand aufmerksam.

Die 50 an TISA beteiligten Staaten, darunter die Schweiz, streben eine baldige Verabschiedung des Abkommens ab. Das Komitee «Stop TISA Genève» forderte am Sonntag dagegen das sofortige Ende des Projekts. Laut der Genfer NGO bringt das Freihandelsabkommen die internationalen Konzerne an die «Schaltstellen der Macht».

TISA (Trade in Services Agreement) ist das internationale Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen. Mit dem Abkommen sollen die Zugangsbarrieren für den Handel mit Dienstleistungen abgebaut und die rechtliche Stellung von international tätigen Unternehmen gestärkt werden.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE