5.08.2014 13:18
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Indien
WTO: Indien gibt Industrieländer Schuld am Scheitern
Indien hat das vorläufige Scheitern des ersten globalen Handelspaktes mit der Haltung einiger Industrieländer begründet. Diese hätten nur über die Liberalisierung des Handels und nicht über andere zentrale Regelungen wie etwa Ernährungsprogramme reden wollen, sagte Handelsministerin Nirmala Sitharaman am Dienstag im indischen Parlament in Neu Delhi.

Es war die erste Äusserung der Ministerin, seit Indien das «Bali-Paket» im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) am vergangenen Freitag platzen liess. Insbesondere sei es um die Frage gegangen, wie viel Geld die Länder ausgeben dürfen, um Nahrungsmittel einzulagern, sagte Sitharaman weiter.

Indien leistet sich ein riesiges Ernährungsprogramm, dass Millionen Menschen vor allem mit Getreide versorgt. «Die indische Regierung ist verpflichtet, die Interessen der Farmer gegen alle Schwierigkeiten zu schützen», sagte die Ministerin. Es sei falsch, dass die Ernährungsprogramme in der WTO als marktverzerrende Subventionen betrachtet würden, so Sitharaman weiter. Auch sei es unrealistisch, die Berechnungen anhand von Preisen aus den Jahren 1986 bis 1988 vorzunehmen.

Sitharaman sprach im Namen der Entwicklungsländer, obwohl Indien bei den Verhandlungen in Genf nur wenige Unterstützer hatte. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass Indien die anderen WTO-Mitglieder von der Wichtigkeit der indischen Argumente überzeugen könne.

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