Freitag, 27. Mai 2022
20.01.2022 08:48
Milchmarkt

4 Rappen mehr für Biomilch

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Von: khe/mgt

Bio-Bauern erhalten 4 Rappen mehr für Bio-Milch.

Die Verhandlungen der Bio-Branche für eine Preiserhöhung für Bio-Milch waren erfolgreich, heisst es in einer Mitteilung. Im Laufe des Februars erhöhen die wichtigsten Akteure des Schweizer Bio-Milchmarkts den Produzentenpreis um 4 Rappen. Dieser Mehrpreis soll die höheren Produktionskosten decken, die aufgrund der strengeren Richtlinien gestiegen sind. Bio Suisse hat die Verhandlungen moderiert.

Strengere Richtlinien

Seit 1. Januar 2022 gelten in der Bio-Milchproduktion die neuen, strengeren Richtlinien, welche die Produktion verteuern. Seit vergangenem Herbst verhandelten die verschiedenen Produzentenorganisationen mit ihren Abnehmern über die Umsetzung einer Preiserhöhung. 

Mehrwert für Bio

Im kommenden Monat erhöht sich der Produzentenpreis nun um 4 Rappen für Bio-Silomilch und um 5 Rappen für silofreie Bio-Milch. Diese wird vor allem zur Herstellung von Käse eingesetzt.

Knospe-Bäuerinnen und –Bauern sind seit diesem Jahr besonders gefordert. Sie dürfen seit diesem Jahr Wiederkäuern (Kühe, Ziegen, Schafe) nur noch 100 Prozent Schweizer Knospe-Futter verfüttern. Und der Anteil Kraftfutter darf noch maximal fünf Prozent betragen (zuvor 10%, EU-Bio bis 50%). Bio Suisse setzt bei der Milchproduktion voll auf Gras und bietet bei Tierwohl, Klima, und Biodiversität einen Mehrwert.

Thomas Herwig, Vorsitzender der Fachgruppe Milch von Bio Suisse, ist mit dem Resultat der Verhandlungen zufrieden. «Ich freue mich, dass unsere Marktpartner trotz erheblichen Verteuerungen in der Verarbeitung bereit sind, diese strengeren Richtlinien mitzutragen. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag, diesen Mehrwert auch am Markt anzuerkennen», wird er in der Mitteilung zitiert.

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13 Responses

  1. Keine Angst irgendwie werden die 4 Rappen schon zurück geholt mit einer höheren Deklassierung oder einem da saisonalen Abzug oder was auch immer ihnen einfällt

  2. Ist kaum anzunehmen dass wirklich 4 Rp.mehr bezahlt wird. 1.ist es wie Bäuerin sagt auf März, wers den glaubt. 2.Schwarzmahler hat auch recht im Abziehen sind die Milchverarbeiter WELTMEISTER. Gibt einen guten Spruch,die Milch ist erst etwas Wert wenn sie auf dem LKW ist.

  3. Ja die ZMP haben für Januar und Februar den Bio-Milchpreis je um 2 Rappen gesenkt. Um im März dann um 4 Rappen zu erhöhen. Voilà, so erhalten sie die Milch zum bisherigen Preis. Aber sie rühmen sich ( auch BIO-Suisse), wie gut sie verhandelt hätten. Das ist doch zum Kotzen!

    1. Das Milchgeschäft ist leider ein Scheiss spiel, von der Politik so gewollt und gefördert.( z. B. Milchimport, damit der Milchpreis nicht steigt !)

  4. Es kann passieren was will, es gibt immer jemand er darüber jammert. Niemand muss melken. Wer die Kosten nicht im Griff hat, kann ja aufhören. Ich freue mich über die Milchpreiserhöhung. Und ich bin überzeugt, dass dies nicht die letzte sein wird.

    1. Bio-Suisse hatte ausgerechnet, dass es mindestens 5 Rp. Preiserhöhung brauche, um die neuen Vorschriften ( CH-Futter für Knospe- Betriebe) auszugleichen. Also ist das gar keine Milchpreis-Erhöhung.

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