Donnerstag, 25. Februar 2021
12.01.2021 11:55
Österreich

A: Milchpreise sind erneut gestiegen

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Von: aiz

Die österreichischen Produzentenpreise sind im November 2020 weiter angestiegen. Die Molkereien und Käsereien zahlten ihren bäuerlichen Lieferanten für GVO-freie Qualitätsmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiss im Schnitt 42,38 Rappen (39,17 Cent)/kg netto beziehungsweise 47,88 Rappen (44,26 Cent) brutto. 

Das waren um 0,51 Rappen  (0,47 Cent) netto mehr als im Vormonat Oktober, während das Vorjahresniveau um 3,33 Rappen (3,08 Cent) übertroffen wurde. Dies geht aus aktuellen Berechnungen der Agrarmarkt Austria (AMA) hervor.

Der von der AMA für November 2020 ermittelte Erzeugerpreis von 42,38 Rappen (39,17 Cent) netto/kg bezieht sich auf den Durchschnitt aller Qualitäten. Für GVO-freie Qualitätsmilch ohne Bio- und Heumilchzuschlag zahlten die Molkereien durchschnittlich 39,57 Rappen (36,57 Cent) netto/kg, für Biomilch erlösten die Lieferanten im Mittel 49,82 Rappen (46,05 Cent) je kg.

EU-Preis auch höher

Auf Basis des natürlichen Fett- und Eiweissgehalts berechnet, lag der Milchpreis im November 2020 im Schnitt bei 43,35 Rappen (40,07) Cent netto/kg (Durchschnitt aller Qualitäten). Für Dezember erwartet die AMA eine weitere leichte Erhöhung auf 46,6 Rappen (40,30 Cent)/kg. Dieser erneute Preisanstieg ist auch auf die saisonal steigenden Inhaltsstoffe (Fettgehalt) zurückzuführen.

Der EU-Produzentenpreis betrug im Oktober 2020 im Schnitt 37,91 Rappen (35,04 Cent)/kg (netto, auf Basis natürlicher Inhaltsstoffe) und stieg somit um 1,16 Rappen (1,07 Cent) gegenüber dem Vormonat. Für November errechnete die EU-Kommission einen durchschnittlichen Wert von 38,6 Rappen (35,40 Cent)/kg, für Dezember erwartet sie laut ersten Schätzungen einen geringfügigen Rückgang auf 38,23 Rappen (35,34 Cent).

 Milchanlieferung um 1,8% unter dem Vorjahresmonat 

Die österreichischen Molkereien und Sennereien haben im November 2020 rund 235’971 t Rohmilch von ihren Lieferanten übernommen. Die Milchanlieferung liegt in Summe um 1,8% unter jener des Vorjahresmonats. Betriebsindividuelle Programme und Aufrufe der Verarbeiter zur Drosselung der Milchanlieferung zeigen somit Wirkung.

Die Situation am Milchmarkt bleibt weiterhin angespannt. Die verschärften Massnahmen und der mittlerweile dritte Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie beeinflussen das Konsumverhalten im Inland, wenn auch nicht so stark wie beim ersten Lockdown im Frühjahr.

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