Mittwoch, 1. Dezember 2021
20.09.2021 14:38
Pelze

42’800 gegen tierquälerisch produzierte Pelze

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Von: sda

In der Schweiz soll der Import von «tierquälerisch produzierten Pelzen» verboten werden. So fordert es eine Petition, die am Montag mit rund 42’800 Unterschriften in Bern dem Parlament übergeben worden ist.

Hinter der Bittschrift stehen laut einer Mitteilung zur Übergabe die Schweizer Kampagnen-Organisation Campax, mehrere Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen und auch der Verband Jagd Schweiz. Sie fordern die Unterstützung einer Motion von Nationalrat Matthias Aebischer (SP/BE), die zurzeit in der grossen Kammer hängig ist.

Tatbestand der Tierquälerei erfüllt

Motionär Aebischer und sieben Mitunterzeichnende aus allen Fraktionen des eidgenössischen Parlaments verlangen im Vorstoss, das Einfuhrverbot von tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte zu erlassen. Der Bundesrat solle gestützt auf das Tierschutzgesetz handeln.

Im Ausland übliche Jagdmethoden – Tellereisen, Schlingen- und Totschlagfallen – und auch die Haltungsbedingungen für die Tiere in kommerziellen Pelztierzuchtbetrieben – genannt werden enge Käfige mit Drahtgitter-Böden – erfüllten gemäss Schweizer Tierschutzgesetz den Tatbestand der Tierquälerei, heisst es in der Motion. Auch die vorgeschriebene Deklarationspflicht könne nicht verhindern, dass noch immer tierquälerisch gewonnene Pelzartikel in die Schweiz eingeführt und verkauft würden.

Deklarationspflicht verschärft

Das bestätigen Zahlen des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Pelzdeklarationskontrolleure beanstandeten gemäss einer Mitteilung des BLV 2019 79 Prozent aller Verkaufsstellen, weil sie Pelzprodukte in ihrem Angebot nicht korrekt oder gar nicht deklarierten.

Wegen der hohen Zahl der Beanstandungen verschärfte der Bundesrat die Deklarationspflicht. Seit dem 1. April müssen echte Felle als «Echtpelz» gekennzeichnet werden. Die Motion von Aebischer lehnt der Bundesrat ab. Er setze weiterhin auf die Deklaration und auf die transparente Information der Kundinnen und Kunden, schrieb er dazu.

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