Donnerstag, 1. Dezember 2022
02.06.2015 12:06
Bern

Anbindestall: Grossräte verlangen gleich lange Spiesse

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Die Wogen gehen hoch beim Thema Anbindestall. Die Interessengemeinschaft Anbindestall und der Verein für eine produzierende Landwirtschaft (VPL) sind überzeugt, dass Anbindeställe die Tierschutzvorschriften genauso so erfüllen wie Laufställe. Deshalb sollen sie bei Strukturverbesserungenbeiträgen gleich behandelt werden.

Die VPL-Vorstandsmitglieder und die Berner Grossräte Thomas Knutti, Samuel Graber, Martin Schlup und Madeleine Amstutz haben am Montag eine Motion eingereicht. Sie fordern, dass neugebaute Anbindeställe bei der Beurteilung für den Erhalt von Strukturverbesserungsbeiträgen ebenfalls berücksichtigt werden und damit gleich behandelt werden wie Laufställe.

In der Nutzwertanalyse würden heute neugebaute Laufställe in der Hügel- und Bergzone beim Kriterium «Tierfreundlichkeit» die volle Punktzahl erzielen. Anbindeställe hingegen gingen leer aus, schreiben die IG Anbindestall und das VPL am Dienstag in einem Communiqué. Tierfreundlichkeit sei ein entscheidender Faktor. „Denn je eher ein Betrieb eine gewisse Anzahl Punkte bei der Bewertung eines Neubaus erreicht, umso eher erfüllt er die Voraussetzungen Beiträge zu erhalten“, heisst es weiter.

Gemäss IG Anbindestall halten 60 Prozent der 20‘000 Milchviehwirtschaftsbetriebe ihre Tiere in einem Anbindestall. «Diese 12’000 Betriebe werden je länger je mehr als unmodern und tierschutzwidrig hingestellt» moniert Hansruedi Scheuner, Präsident der IG Anbindestall. «Wir können dieser Diskriminierung nicht länger zusehen und wollen gleich lange Spiesse», so die unmissverständliche Botschaft des Präsidenten.

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