Dienstag, 27. Juli 2021
15.06.2021 14:30
Ständerat

Aufwände bei Abalpung wegen Wölfen entschädigen

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Von: blu/sda

Ständerätin Johanna Gapany (FDP/FR) fordert mit einer Motion, dass alle Ertragsausfälle und Mehraufwände bei frühzeitiger Abalpung entschädigt werden. Der Ständerat hat die Motion an die Kommission überwiesen.

Etliche Sömmungsbetriebe müssen wegen der Gefahr von Angriffen und Rissen durch Wölfe ihre Alpsaison vorzeitig abbrechen. Das verursacht ihnen Mehraufwand und Ertragsausfälle. Ständerätin Johanna Gapany (FDP/FR) will mit ihrer Motion den Bundesrat beauftragen, dass ab der Alpsaison 2021 alle Aufwände und Ertragsausfälle entschädigt werden, die durch eine vorzeitige Abalpung wegen Grossraubtieren entstehen.

«Zudem darf die Unterbestossung in diesen Fällen nicht zu einer Kürzung von Sömmerungsbeiträgen führen und die Alpungsbeiträge sind auf eine durchschnittliche Sömmerungszeit der entsprechenden Alp auszubezahlen», hielt Gapany fest. Bereits in den letzten Jahren, speziell im Jahr 2020, mussten von etlichen Sömmerungsbetrieben wegen Druck von Grossraubtieren (Angriffe und Risse) frühzeitig in der Saison abgealpt werden, schreibt sie weiter.

Der Bund stehe in der Pflicht, die Kosten für eine vorzeitige Abalpung zu entschädigen, hielt die Motionärin fest. Sonst sei die weitere Bewirtschaftung dieser Betriebe gefährdet.

Weil der Bundesrat für diese Problematik bereits einen Bericht in Aussicht gestellt hat, hat der Ständerat den Vorstoss von Johanna Gapany (FDP/FR) auf Antrag von Beat Rieder (Mitte/VS) zur Vorprüfung an die Kommission überwiesen. 

Im angekündigten Bericht sollen die Folgen der Ausbreitung von Grossraubtieren in der Schweiz auf die landwirtschaftliche Bewirtschaftung des Berggebietes dargelegt werden. Es sollen die Gründe allfälliger Veränderungen oder der Aufgabe der Bewirtschaftung von Heim- und Alpbetrieben dargelegt, der notwendige Handlungsbedarf bezeichnet und allfällige Massnahmen vorgeschlagen werden. Die Grundlagenstudie der Forschungsanstalt Agroscope für den Bericht wird im Herbst 2022 vorliegen, der Bericht des Bundesrates im Herbst 2023.

Auf die Alpsömmerungsperiode 2021 hin will der Bundesrat den Herdenschutz weiter stärken und das Budget um 500’000 Franken erhöhen.

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