Dienstag, 15. Juni 2021
10.05.2021 07:01
Agrarinitiativen

Bauernverband warnt: Lebensmittel werden 30% teurer

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Von: blu

In fünf Wochen wird über die Trinkwasser- und Pestizid-Initiative abgestimmt. Der Abstimmungskampf intensiviert sich. Der Schweizer Bauernverband (SBV) warnt vor deutlich steigenden Preisen für Lebensmittel. Die Initianten sprechen von Angstmacherei.

Der Ton im Abstimmungskampf wird gehässiger. Denn am 13. Juni steht für die meisten Landwirtschaftsbetriebe viel auf dem Spiel. Ein Ja zu den Agrarinitiativen hätte einschneidende Auswirkungen.

Zwei Volksinitiativen

Die Pestizid-Initiative fordert ein Verbot synthetischer Pflanzenschutzmittel in der landwirtschaftlichen Produktion, in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und in der Boden- und Landschaftspflege. Verboten werden soll auch der Import von Lebensmitteln, die mit synthetischen Pflanzenschutzmitteln hergestellt wurden oder die solche enthalten.

Die Trinkwasser-Initiative verlangt, dass nur noch Bauern Direktzahlungen erhalten, die auf Pflanzenschutzmittel, vorbeugend oder systematisch verabreichte Antibiotika und zugekauftes Futter verzichten. Auch die landwirtschaftliche Forschung, Beratung und Ausbildung soll nur unter diesen Bedingungen Geld vom Bund erhalten.

300 Franken mehr pro Familie

Francis Egger, Vizedirektor des Schweizer Bauernverbandes, warnt vor steigenden Preisen.
Adrian Haldimann

Doch nicht die Bauern, sondern auch die Konsumenten würden ein Ja zu den Initiativen zu spüren bekommen. Die Preise von Lebensmitteln dürften steigen. Wie hoch die Erhöhung ausfällt, darüber streiten sich die Befürworter und Gegner der Initiativen.

Im «SonntagsBlick» warnt Francis Egger, Vizedirektor des Schweizer Bauernverbandes (SBV), vor massiv steigenden Lebensmittelpreise. Bei einem Ja zur Pestizid-Initiative geht er von einem Anstieg von 30 Prozent aus. «Eine Familie mit zwei Kindern müsste künftig jeden Monat 300 Franken mehr ausgeben», sagt Egger zur Zeitung.

Der Romand begründet den Anstieg mit tieferen Erträgen. Schädlinge auf den Feldern könnten weniger effizient bekämpft werden, zudem sei mehr Handarbeit vonnöten. «Beides zusammen führt zu höheren Produktionskosten», sagt Egger zum «SonntagsBlick». Auch das Bundesamt für Landwirtschaft geht für den Fall, dass die Pestizid-Initiative angenommen wird, von höheren Preisen aus, nennt aber keine Zahlen.

20 Prozent Einkommensverlust

Der Direktor des Schweizer Bauernverband, Martin Rufer, warnte kürzlich ebenfalls vor den Folgen der Trinkwasserinitiative. «Viele Bergbetriebe kaufen Futter zu. Diese würden in der Produktion eingeschränkt werden. Wir gehen von 20 Prozent Einkommensverlust aus», sagte Rufer gegenüber der «Rundschau». Mit der Trinkwasserinitiative würden ausgerechnet Bergbetriebe, die heute schon nachhaltig produzierten, bestraft.

Matija Nuic, Direktor des Gemüseproduzentenverbandes, geht von massiv höheren Preisen aus.
zvg

VSGP geht 50 Prozent höheren Preise aus

Auch der Verband der Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) warnt vor höheren Preisen. Sollte das Stimmvolk der Trinkwasser-Initiative zustimmen, seien Preisaufschläge von 50 Prozent zu erwarten, sagt VSGP-Direktor Matija Nuic zur Zeitung. Er ist überzeugt, dass viele Produzenten auf Bio umstellen würden. Bio-Biolebensmittel würden heute aber im Schnitt rund die Hälfte mehr kosten als konventionelle Ware.

Winzer Jean-Denis Perrochet aus dem Kanton Neuenburg kann den Berechnungen der Bauernverbände nichts abgewinnen.
Oliver Metzler

Ist Bio die Norm, fallen Preise

Die Initianten erachten die Aussagen der beiden Bauernverbände als Angstmacherei. Sollte die Pestizid-Initiative angenommen werden, würden die Lebensmittel um ein bis maximal drei Prozent teurer, sagt Co-Initiant Jean-Denis Perrochet zum «SonntagsBlick». Derzeit würden Biobauern nur wenig mehr erhalten als ihre konventionellen Kollegen. Er sieht viel Potenzial beim Detailhandel. Er kritisiert deren hohen Margen. «Wenn aber pestizidfreie Früchte und Gemüse zur Norm werden, fallen auch die Preise», ist sich Perrochet sicher.

Für den Winzer fehlt in der Debatte die Kostenwahrheit. Gemäss Perrochet sind die Schäden, welche die «konventionelle Landwirtschaft verursacht, nicht eingepreist.» Die teuren Aufbereitungsanlage für Trinkwasser müssten die Steuerzahlen berappen, kritisiert er.

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105 Responses

  1. Der Preis wird bestimmt durch Angebot und Nachfrage.
    Mit der Umstellung auf Bio dürfte das (Inland-) Angebot – bei gleichbleibender Nachfrage – stark sinken und somit würden die Preise steigen. Ausser – und das ist so sicher wie das Amen in der Kirche – es würden die fehlenden Mengen vom Ausland importiert. Und diese Mengen wären dann nicht in der gewünschten Qualität (pestizidfrei produziert) zu erhalten, oder dann nur zu stark erhöhten Preisen.
    Also: 5 x NEIN am 13. Juni!

    1. der anteil vom verkaufspreis welcher an die landwirte gwhr ist unbedeutend, auch wenn die bauern 30 % mehr bekommen macht das ehrlicher weise für den endpreis nichts aus, beim zucker hat ritter ja vorgerechnet dass der mehrpreis für schweizerzucker 0,003 rp.pro tafel ist. warum wir hier bei den iniativen nicht gleich gerechnet?wenn bio behr wird sinken die verarbeitunskosten- mehr menge. und für konvi müssten sie steigen- weniger menge. also wäre kostenwahrheit

    2. Wer zahlt, befiehlt. Also dürfte es für uns reiche Schweizer kein Problem sein, Produktionsvorgaben für Importprodukte vorzugeben. Ist ja auch kein Problem. In Oesterreich gibt es prozentual fast doppet so viele Biobetriebe wie in der Schweiz. Und du sagst ja immer, dass Pestizide ungefährlich sind, also was soll das Geschwätz von den ach so schlechteren Produkten im Ausland.

      1. Wer zahlt, befiehlt schon heute! Jeder darf heute schon mehr zahlen und Bio-Produkte kaufen. Jetzt, mit den beiden Initiativen, kommt also der Staat, und schreibt den Bauern vor, wie sie zu produzieren haben und den Konsumente, was sie zu kaufen haben.

        1. Wer zahlt befiehlt. Gilt das auch für den Steuerzahler, der die Direktahlungen finanziert und im Gegenzug eine Schonung von Boden Wasser, Luft verlangen darf?

          1. BergLina: Boden, Wasser, Luft werden schon geschont. Es könnte ganz anders gehen. Die totale Reinheit gibt es im Paradies oder in den utopischen Träumen der Linken.
            BergLina wenn du die totale Schonung willst, dann musst du alle Bauern enteignen und ihnen den Lohn auf Lebzeit zahlen lassen. Ihr Linken habt ja ein ähnliches Projekt von totaler Reinheit schon mit den Covid-Massnahmen gemacht: Kosten: 70 Mia. Fr. Schöne neue Welt!

        2. der bund oder die TWI schreibt gar nicht vor , freie unternehmer können selber entscheiden ob sie PSM einsetzen oder nicht. Bio ist mehr als nur keine PSM einsetzen- dünger, tierhaltung, bodenschutz,usw.,- gute unternehmer können auch ohne DZ erfolgreich sein.

  2. Der Vizedirektor des SBV muss Angst schüren, es ist seit Jahren das Mittel des . Gemüse und Früchte werden teurer, nicht 30%. Richtig teurer wird es für kommende Generationen wenn die Bauern wirtschaften wie heute. Trinkwasser nur noch vom Grossverteiler, Früchte und Gemüse noch teurer weil es weniger Flächen gibt die den Anbau erlauben. Hunderte von Millionen Steuergeldern für die Sanierung von Gewässern und Böden. Wir leben heute schon auf Kosten kommender Generationen!

    1. Tja und schuld sind nur die Landwirte. Ich finde das was im Moment abgeht ist wie ein Moderner Ablasshandel im Mittelalter in der Kirche. Wir knebeln die Landwirtschaft und juhu die Erde ist gerettet und ich muss mein Leben nicht Verändern. Die Landwirtschaft hat in den Vergebenen Jahren viel unternommen, und wird auch noch viel unternehmen, aber ihnen und ihresgleichen Herr Brunner wird es die Landwirtschaft eh nie rechtmachen. Danke für solche Besserwisser.

      1. Es sind nun mal die Bauern die flächendeckend den Boden und das Wasser kontmainieren und das noch legitmiert durch die SteuerzahlerInnen die die seit Jahrzehnten Bauern finanzieren müssen! Was bekommen sie dafür? Ich weiss es tatsächlich besser, Bauern ignorieren alle Probleme und schädigen damit ihre Existenzgrundlage, die Natur, in der Hoffnung wenn die Böden durch Pestizide kaputt sind springen wieder die SteuerzahlerInnen ein.

        1. Victor Brunner „ich weiss es tatsächlich besser“. Ein Besserwisser also. Du musst noch viel lernen. Deine Art anzuklagen und zu beschuldigen, outet dich als ideologisch verblendeter Linker. Bringe mal Fakten und richtige Vergleiche mit der produzierenden Landwirtschaft eines wirklichen Landes (nicht einer Utopie). Die Utopien sind gefährlich. Die Utopisten wollen ein Paradies schaffen, schaffen aber die Hölle.

        2. Wissen sie den ob und wieviel Pestizide ich einsetze? Sehr wenige, nur eins gegen die Blacken, und ich mache Einzelstockbehandlung.
          Ich ignoriere die Probleme nicht, aber wie oben geschrieben von mir kann ich machen was ich will sie finden immer was zu meckern.
          Die initiative knüppelt nur die Landwirtschaft, Golfplätze, Private Rasen, Hobbygärtner werden nicht Tangiert.
          Gruss

        3. Sie sollten mal nach Afrika
          und dort das Trinkwasser geniessen.
          dann würden sie das Schweizer Wasser wieder schätzen

          Leute kennen keinen Hunger und Durst mehr.Wohlstandserscheinung…

        4. Da sollte sich die Initiantin Frau Herrn die Haare raufen, und nicht färben.
          Ja, wir Bauern wissen, dass wir in der Pflicht sind und haben in den letzten Jahren auch einiges erreicht!!
          3% der Bevölkerung in der Landwirtschaft, dass wissen wir Bauern, haben grossen Einfluss auf die Zukunft.
          Aber was machten 97% der 8Mio. Bewohner? z.B. Haar färben!

        5. Werter Herr Brunner. In der Schweiz wird (Faustformel) pro Minute ein Quadratmeter zubetoniert/asphaltiert/verbaut. **DA WÄCHST NICHTS UND NIE MEHR ETWAS** Was unternehmen Sie persönlich dagegen? Nichts? Die Landwirtschaft anzugreifen ist nunmal viel einfacher, nicht wahr? Es gab bereits in den 70’er-Jahren eine Studie, welche damals sagte, in ca. 300 Jahren werde die Schweiz eine einzige, grosse Metropole sein. Sie sagten es: Was genau wollen wir kommenden Generationen hinterlassen?

    2. Victor Brunner: du bist entweder schlecht – sicher aber einseitig – informiert und hast dich auf die Bauern eingeschossen (Eigenschaft der „solidarischen“ Linken). Die Schweiz hat die umweltfreundlichste Landwirtschaft. Das Trinkwasser hat sich verbessert. Die Schweizer Bauern wirtschaften gut. Wenn du von Kosten sprichst, warum nicht von den Milliardenbeträgen, die durch sinnlose Massnahmen (Covid, CO2-Gesetz) verursacht werden? Informiere dich nicht nur via Massenmedien und denke nach.

      1. Umweltfreundlichste Landwirtschaft?Immer wieder ein Brüller. Die Natur spricht eine andere Sprache, Wasser das kontaminiert ist, mit Pestiziden verseuchte Böden, Tendenz zunehmend. Steigende Kosten für die SteuerzahlerInnen, Sanierungen (Gruss vom Sempachersee) von Quellen und Böden,, Trinkwasser nur noch vom Grossverteiler.

        1. Tatsache ist, dass die meisten Bauern, allen voran der SBV, sich gegen jegliche neuen Bestimmungen mit allen Kräften wehren. Erzielte Senkungen der Pestizid Mengen sind NUR durch Druck von aussen erzielt worden.
          Ich empfehle jedem die Argumentation der Bauern beim Verbot von DDT in den 70er zu lesen.
          Die Wahrungen gingen von Preiserhöhungen bis zum Hungertod.

          1. DDT wurde extrem intensiv, für alles als Wundermittel, eingesetzt.
            Die Argumentation der Bauern von damals mit der von heute zu vergleichen – obwohl extrem grosse Fortschritte bezüglich Umwelt erzielt wurden – ist unzulässig.
            Übrigens: das DDT-Verbot hat in unseren Tagen Hungertod gebracht. Durch die Umweltfanatiker in UNO, NGO, Regierungen wurde DDT als Mittel gegen die Heuschrecken in Ostafrika verboten / eingeschränkt und hat so Hungersnot verursacht.
            Ein bisschen weiter denken, Frager!

          2. Frager: Wenn jemand dir sagt, dass die Farbe an deinem Haus schädlich sei, oder die Kleider oder die Schuhe oder das Zeitungspapier oder der Recyclingkarton, …. würdest du dann einfach – ohne Druck – alles aufgeben und nur noch in Baum- und Schafwollkleidern herumlaufen, die Farbe von deinem Haus abkratzen und teuer entsorgen lassen, …. Warum sind Leute wie du nicht fähig, die Forderungen, die sie anderen stellen auch an sich zu stellen?

          3. Klar Beat, wir alle sind für die heutigen Umweltschäden verantwortlich.
            Hier geht es jetzt aber um die LW.
            Und gerade bei meinen eigenen Haus würde ich schädlichen Lack abkratzen bevor mich der Kanton dazu zwingt! Ist ja mein Haus und meine Gesundheit!
            Das Haus soll ja auch noch einen Wert für meine Kinder haben.
            Genauso behandle ich mein kleines Heimetli, mit der eh zu kleinen Fläche um Konkurrenzfähig zu sein. In der CH kann man sowieso einfacher als in der LW sein Geld verdienen.

          4. Wir haben viele intelligent und äusserst tüchtige Landwirte in der CH.
            Auf der anderen Seiten haben wir Fachkräftemangel in vielen gut bezahlten Bereichen und „müssen“ dafür Leute importieren.
            Auch um Spargel zu pflücken oder Hühner zu schlachten. Wie blöd ist denn das?

          5. Weiter ist zu fragen: Sind die PSM schädlich? Der Grenzwert für Chlorotholanil wurde willkürlich festgelegt und um geschädigt zu werden, müsste der Mensch 170 Liter Wasser täglich trinken. Er wird eher an einer Überdosis Wasser als an Chlorotholanil sterben.
            Wir wissen ja das schon vom CO2, vom Maskentragen, vom Covid her: Ist alles, was jemand als schädlich bezeichnet auch wirklich schädlich? Oder wird damit ein polit. Ziel verfolgt?

        2. Victor Brunner: „ein Brüller“. Vielleicht wachst du ja mal auf – durch dein eigenes Gebrüll. Du bringst einfach nur Anklagen und Beschuldigungen, ohne Begründungen. Sempachersee und Baldeggersee hatten früher viel höhere P-Einträge. Wenn du aufgewacht bist – von deinem Gebrüll – dann erkläre uns doch, wo es praktisch eine umweltfreundlichere und produzierende Landwirtschaft in einem ähnlich dicht besiedelten Land wie die Schweiz gibt.

        3. Und Victor Brunner: die Kosten für die Sanierung des Baldeggersees sollte der Eigentümer, die ProNatura, aus ihrem Sack bezahlen. Denn die Schuld für die Beatmung sind die Altlasten des Sees, die durch die Belüftung immer wieder hochgeholt werden. Du – als Naturschützer – kannst auch direkt an Pro Natura einzahlen, mit dem Vermerk, dass das Geld für die Sanierung des Baldeggersees gedacht ist. Auf den Bauern herumhacken ist einfach, aber ungerecht und nicht zielführend.

    3. Was Sie Tagtäglich ins Abwasser einschleusen haben Sie wohl nicht bedacht ? Chemikalien Medikamente Abwasch u. Waschmittel Spritzmittel vom schönen Rasen und Garten die gelangen über die Kläranlage Direkt in die Gewässer !!
      Ach nein die Landwirte vergiften ja die ganze Welt. Fangt mal an ein bisschen zu Hirnen Ihr super Experten !

      1. ich kann dieses Argument einfach nicht mehr hören: die anderen sind noch mehr schuld. Warum starten Sie nicht eine Initiative, um dagegen etwas zu unternehmen? Dumm ist einfach, dass die Landwirtschaft trotz den vielen Hilfsstoffen und Düngemitteln vom Steuerzahler abhängig ist. Und weil es grad so gut ankommt beim desinformierten Konsumenten wird diese Produktion als nachhaltig dargestellt. Wir haben da ein grosses, systembedingtes Problem geschaffen, woran sich ein paar wenige bereichern.

        1. Vincent Delley: Sie verkennen die Situation völlig und haben nichts begriffen. Bei den Initiativen geht es nicht um Umwelt oder Trinkwasser, sondern um den Kampf gegen die inländische Nahrungsmittelproduktion und gegen die Landwirte. Denn diese sind ein Dorn im Augen der sozialistischen Taktgeber (Behörde, Medien, Politik). Sog. Initiativen sind das Mittel der Linken zur Destabilisierung unseres Landes. Die Linken zeigen keine Selbstverantwortung und suchen die Fehler bei allen anderen.

          1. die Initiative stärkt aus meiner Sicht Bauernbetriebe, die in geschlossenen Kreisläufen funktionieren und eben nicht von Multis oder vom Staat abhängig sind. Und wenn Landwirte mit PSM ohne Staat auskommen, können sie ja weiterhin produzieren. Oder verkenne ich die Situation wieder völlig und habe nichts begriffen?

          2. Die Initiativen stärken nur die politisch linke Ideologie. Die Landwirte, selbst die Bio-Bauern sind ja grossmehrheitlich gegen die Trinkwasserinitiative und wenn sie verstehen würden, was die Pestizidinitiative für Auswirkungen auf das Nahrungsmittelangbot in der Schweiz hat (kein Import mehr von mit Pestsiziden hergestellen Lebensmitteln) wären selbst die Biobauern dagegen. Es geht, wie gesagt, nicht um Umwelt, Trinkwasser und Landwirtschaft, sondern um eine vermehrte und unnötige Regulierung.

          3. Vincent Delley: Die Initiativen verlangen, dass die Landwirte in geschlossenen Kreisläufen produzieren. Jedoch ist die ganze Wirtschaft weltweit vernetzt. Jeder Bewohner unseres Landes hat einen weniger geschlossenen Kreislauf als jeder Schweizer Landwirtschaftsbetrieb. Wenn man den Bauern – in scheinbarer Sorge um Umwelt und Trinkwasser – vorschreiben will, wie sie zu produzieren haben, dann wird man das auch – in einem nächsten Schritt – allen Menschen vorschreiben. = Kommunismus total!

          4. Beat Furrer: schon Marx sagte, dass man den Bauernstand aushebeln muss, wenn man eine Gesellschaft umkrempeln will, weil dort die konservativen Kräfte sind. Die Bauern vor 100 Jahren waren weitaus autonomer als heute, weil sie vor dem Krieg von starken Genossenschaften getragen wurden, und nicht von Multis oder vom Staat abhängig waren. Oder sehen Sie das anders? Ich meine, dass die Landwirtschaft eigentlich besser ist als ein Perpetuum Mobile und autonom funktionieren könnte.

          5. Vincent Delley: In einer globalisierten Welt können wir nicht von der Schweizer Landwirtschaft verlangen, dass sie völlig autark und autonom ist.
            Man kann die Landwirtschaft zerstören, indem man sie völlig dem Welthandel aussetzt (Afrika) oder aber indem man unrealistische – rein ideologisch am Schreibtisch verfasste – Produktionsmethoden aufzwingt. Die beiden Agrarinitiativen wurden von sozialistischen Schreibtischtätern geschrieben. Das hat die Mehrheit der Landwirte bereits deutlich erkannt.

          6. B. Furrer: ich glaube eher, die Mehrheit der Landwirte hat erkannt, dass sie ihren Betrieb stark umstrukturieren müssten und haben jetzt verständlicherweise Angst davor. (Wir übrigens auch.) Dennoch ist „Kreislaufwirtschaft“ für mich nichts Ideologisches. So ist doch unsere ganze Umgebung entstanden. Neu, am Schreibtisch erfunden und eben schlecht funktionierend ist die Landwirtschaft mit all den synthetischen Mitteln…? Vor allem auf dem globalen Markt…

          7. Die sogenannte konventionelle Landwirtschaft wurde durch den technologischen Fortschritt vor allem seit den 1960-er Jahren ermöglicht. Das hat nichts mit Schreibtischtätertum zu tun. Die heutigen Ideologen suchen das Haar in der Suppe, die unsere Ernährung gesichert hat. Typisch linkes Spaltertum. Versprechen einer heilen Zukunft, liefern von Armut, Regulierungen und Zwang.

          8. die sg. konventionelle Landwirtschaft hat unsere Ernährung mengenmässig vielleicht gesichert, qualitativ aber zu einem Industrieprodukt degradiert, das dem Namen „Lebensmittel“ nicht mehr gerecht wird, z.T. sogar gesundheitschädigend ist. Und zwar bei direktem Konsum. Von den Folgekosten ganz zu schweigen. Die Pharmaindustrie freuts. Zudem haben wir uns dadurch daran gewöhnt, dass wir für’s Essen fast gar nichts mehr ausgeben müssen. Sogar die Bauern wehren sich dagegen, dass die Preise steigen

          9. Warum, wenn die Ernährung so schlecht sein soll, warum leben wir denn heute länger? Und, warum meiden denn die meisten Leute nicht diese „schädlichen“ Industriprodukte und kaufen die doppelt so teuren Biolebensmittel? Das Kundenverhalten lügt nicht. Wer lügt, sind die Panikmacher, die nun, um einen politischen Vorteil zu erringen, aus einer Mücke einen Elefanten machen.

          10. Mit „wir“ meinen sie wahrscheinlich wir in der Schweiz, nehme ich an? Anderswo sieht’s immer noch gleich aus wie im Mittelalter. Wir haben natürlich unsere Lebensqualität verbessert. Medizin, geheizte Häuser, weniger harte Arbeit, Altersvorsorge, etc. und auch mehr und ausgeglicheneres Essen. Die Leute kaufen wohl nicht so gerne Bio, weil es verhältnismässig zu teuer ist, und weil sie sich dann Auslandferien, tollere Autos und einen richtig coolen Fernseher kaufen können. Fragen sie selber nach.

  3. Grundsätzlich wird es einen starken Anstieg aller Preise inklusive der Nahrungsmittelpreise in der Zukunft geben, unabhängig davon, was am 13.6. gestimmt wird. Das ist das Resultat der jahrzehntelangen extremen Einwirkungen der Notenbank auf die Geldmenge. Damit jetzt zu politisieren ist lächerlich. Und das andere, das mir dazu einfällt ist, dass es in der Schweiz eh immer nur ums Geld geht und dort entscheidet nicht nur der Konsument beim Griff ins Aktiens-Gestell sondern auch an der Urne.

  4. Jetzt kann man mal sehen, wieviel die Umweltverschmutzung den Bürger über die „Umverteilung“ kostet, wenn man von 50% höheren Preisen ausgeht. Dann ist logischer Weise der „echte“ Preis viel höher und nur wenn man die Umweltkosten über Direktzahlungen auf die Bürger verteilt, kann man tiefe Preise anbieten. Echt interessant. Danke für diese Darstellung.

    1. Konventionelle Landwirtschaft mit PSM ist nicht gleich Umweltverschmutzung. Das wird von einfachen Gemütern – gehören Sie, Willi Hauser auch dazu? – so dargestellt.
      Konventionelle Landwirtschaft ist eine umweltschonende, ressourcenschonende Landwirtschaft, die sich auch immer weiter entwickelt. Natürlich kann der Humusaufbau und der noch naturnäherer Pflanzenschutz weiter gefördert werden.
      Aber – wie steht es mit der Kostenwahrheit Ihrer Kleider, Schuhe, .. Herr Hauser?

      1. warum muss man im seeland – gemüsebau- den boden rekultivieren. wo ist der humus? 30 jahre intensiv gemüsebau und jetzt muss der staat einspringen. falsche bearbeitung- zu intensiv, zuviel dünger-und die bauern haben den boden vernichtet. humus verbrannt. ist das nachhaltig? überlege einmal lieber beat. wer soll jetzt die aufschüttung bezahlen.

        1. Es muss alles durch Einzelinitiative und subsidiär (an Ort und Stelle) gelöst werden. Ich kenne mich da zu wenig aus.
          Wer soll das bezahlen? Vorschlag: du, Volk, Politiker hätte intensiv protestieren können gegen die Covid-Massnahmen. Wir hätten 70 Mia. eingespart. Warum machtest du / die das nicht? Weiter geben wir durch die ideologisch bedingte Klimapolitik – unnützerweise für Klima, Umwelt und Menschen – weitere Mia. aus. Damit könnte man doch besseres machen. Deshalb 5 x NEIN am 13. Juni.

        2. Gemüsebauer: Wenn „der Boden vernichtet“ ist, dann wächst gar nichts mehr. Ist das so? Oder übertreibst du hier „ein wenig“? Und ist eine Aufschüttung nötig? Bringe doch du Vorschläge und zeige dich mit deinem richtigen Namen, damit wir auch wissen, dass es dir ernst ist.

          1. ja, Beat Furrer, ich bin demütig und kenne die Wahrheit nicht. Ich stelle aber fest dass du deine Wahrheit den andern aufdrängen willst.

          2. Nein, es darf jeder glauben und als Wahrheit halten, was er will.
            Du könntest ja die Wahrheit suchen. Warum tust du das nicht? Zu faul? Zu politisch angepasst? Zu links? Zu grosse Angst, dass die Wahrheit, die du findest, dir nicht passt und dich ins Abseits stellt? Wer suchet, der findet!
            Es ist einfacher, sich als demütig darzustellen, wenn in Wirklichkeit Faulheit, Feigheit, politische Korrektheit und Angepasstheit die Gründe sind.

          3. Man muss kein Raketen-Ingenieur sein und es braucht auch nicht viel Aufwand, enstsprechende Information darüber zu erhalten, wie Spritzmittel sich negativ auf die Gesundheit von Pflanzen, Tieren und Menschen auswirken. Da hast du wohl einen blinden Fleck, wo du sonst doch so genau bei anderen Sachen hinschaust. Zudem gibt es andere Wege hin zu einer Produktion von gesunden Lebensmitteln, welche die Ressource Boden verbessern.

          4. Patrik Sali: Ihre Antwort ist Purist. Sie gehen davon aus, dass es die absolute Reinheit auf der Erde gibt. Auch bei der Herstellung von Lebensmitteln. Das ist ein Grundirrtum, und führte eben zu den Initiativen. Dann müssten sie auch auf Zeitungen (Druckerschwärze), Computer (Batterien mit schädlichen Elementen), … auf das ganze Leben verzichten. Dahin geht dieser Irrtum: Der Mensch wird als Schädling angesehen und die Bevölkerungsreduktion als eine Wohltat dargestellt.

      2. Ich spreche aus Erfahrung, bin in einer Gruppe, wo konventionelle und Biobauern allesamt am Aufbau des Bodens interessiert sind. Man kann bei den jeweiligen Parzellen deutlich unterschiedliche Aktivität an Bodenleben erkennen. Notwendige Pilze werden durch Fungizide praktisch komplett ausgelöscht. Ein gesunder Boden weist aber ein hohes Mass an Bodenpilzen auf. Das kann man nicht unter den Tisch wischen Herr Furrer.

        1. Da bin ich mit Ihnen, Willi Hauser. Es ist sicher sinnvoll, sich mit dem Bodenleben und den Auswirkungen von Pestiziden darauf zu befassen. Aber: dass der Staat vorgibt, wie der Bauer zu produzieren hat, geht nicht, das ist Kommunismus (Beschlagnahmung der Produktionsmittel und Planwirtschaft). Das bringt Unfreiheit und führt zu Lethargie. Wohin das führt, sah man in der UdSSR: Zerstörung der Umwelt.

          1. Klar, da bin ich auch dagegen, dass der Staat alles vorgibt. Aber die Stossrichtung wäre die richtige. Der Entwicklung hin zum sozialistischen Kommunismus besteht aber ohnehin. Es hat keinen Zweck, sich dagegen zu wehren, da diese Entwicklung einhergeht mit dem wirtschaftlichen Niedergang der westlichen Welt. Deshalb auf eine gute Idee zu verzichten, auch wenn sie wieder staatlich umgesetzt wird, wäre aus meiner Sicht nicht richtig.

      3. Wenn die Steuern auch ein wenig in die Biolandbau geflossen wären, hätten wir sicher z.B. in der Zucht resistentere Sorten im Getreideanbau. Es ist doch einfach eine Frechheit, Leuten so an den Karen zu fahren und sie als „einfache Gemüter“z u bezeichnen, Herr Furrer. Ihre Kommentare werden reihenweise gelöscht…Bisher war ich noch eher für 2X NEIN, aber so nicht. Wenn Sie sich als Representant für eine Vernünftige Auseinandersetzung sehen, dann gute Nacht.

        1. Vincent Delley: Sie müssen schon konkret werden: Wo fahre ich den Leuten an den Karren? Stimmen Sie, was Sie wollen. Wenn Ihr Abstimmungsentscheid von mir abhängig ist, haben Sie sowieso nichts begriffen. Ja, Sie können Ihrem Demokratieverständnis gute Nacht sagen.
          „Einfache Gemüter“ ist als Frage formuliert. Fühlen Sie sich betroffen?

          1. Sie schreiben, wer konventionelle Landwirtschaft als Umweltzerstörung darstellt, hat ein einfaches Gemüt. Wenn das Ihre Sicht ist, dann können Sie mich dazuzählen, ja. Die Frage wäre dann, ob wir das Recht haben „Umwelt“ zu „zerstören“. Diese Frage darf durchaus mit ja beantwortet werden, wir können ja nicht anders leben. Fragt sich dann, wo das erlaubte/vernünftige Mass überschritten wird.

          2. Konventionelle Landwirtschaft zerstört sicher nicht die Natur. Das wäre das gleiche, wie wenn wir jeden, der ein Paar Schuhe oder der einen Kunstfaser-Pullover produziert als Umweltzerstörer ansehen würden. Die Idealisten und Utopisten haben einfach keine Ahnung und gehen in die Kategorie derer, die das Paradies auf Erden errichten wollen, aber die Hölle errichten werden. Arme irregeleitete Zeitgenossen.
            Die Umwelt ist dem Menschen untertan.

          3. “ Beat Furrer: Was ist in Ihren Augen weniger „Umweltzerstörung?“: Getreide, das zwei mal gestriegelt wurde oder solcher, der mit Herbiziden gespritzt wurde?

          4. Vincent Delley: gute Frage. Zweimal striegeln benötigt mehr Diesel als einmal mit Herbizid spritzen. Ausserdem sind die Bioerträge statisch 20 bis 50% niedriger als mit konventioneller Produktion. Man braucht beim Bio also 20 bis 50% mehr Fläche oder man importiert mehr, was auch nicht gerade als umweltfreundlich gilt.

          5. Beim striegeln habe ich immerhin eine breite Wirkung und die Produktion, Transport etc. der Mittel braucht auch Energie. Kann man das wirklich in Zahlen ausdrücken? Entscheidend ist wohl auch, ob ich damit Vieh ernähre oder das Getreide direkt esse und ob ich durch meine Landwirtschaft Humusaufbau leiste, Grundwasser verschmutze (wenn auch nur minim) Auf die Dauer habe ich eher das Gefühl, dass mechanisch nachhaltiger produziert wird. So wurde unser wertvoller Boden aufgebaut, über Generationen

          6. Klar ist, dass wir nicht hektarenweise intensiv Silomais für die Fütterung produzieren können, was viel Chemie braucht, viel ausgewaschen wird, viel Struktur zerstört und dann sagen, wir hätten zu wenig Fläche um die Bevölkerung zu ernähren. Das ist eh ein Witz. Welternährung ist nicht ein technisches Problem…

          7. Silomais ist sehr ertragreich. Was ist das Problem? Durch die Fruchtfolge wird der Humus wieder aufgebaut. Jetzt kommen all die Theoretiker und Feinde der Landwirtschaft (Marxisten, Sozialisten, wie du ja oben selber bemerkt hast) und wollen den Bauern vorschreiben, wie sie zu produzieren haben. Schon diese Tatsache sollte eigentlich deinen ständigen Widerstand gegen das Argument, dass 5 x NEIN die einzig richtige Wahl ist, aufhören lassen.

          8. warum die Diskussion beenden (noch vor der Zensur) ? Ich dachte, es macht Ihnen Spass, Linke aus dem Busch zu klopfen? Jetzt bin ich da. Nur stelle ich nicht nur Fragen, die Sie mir dann beantworten können. Schade, dass Sie lieber mit Andersdenkenden debattieren, solange Sie sie belehren können.

          9. Mais ist eine tolle Hackfrucht, die sehr gut biologisch angebaut werden kann, leider auf den meisten „konv.“ Betrieben nie gehackt wird. (wie Kartoffel auch) Dafür wird viel Kunstdünger und Chemie verwendet, das sehr energieaufwändig ist, kaum mehr vom Bauern selber bearbeitet wird, viel Abfall verursacht und am Schluss dem Vieh verfüttert wird. Wenn das Argument der Ernährung hinhalten soll, könnten auf bester Ackerfläche sehr viele Kalorien für die menschliche Ernährung produziert werden.

          10. Vincent Delley: Es wird nicht „sehr viel Dünger und Chemie“, auch nicht für Kartoffel- und Maisanbau verwendet. Ausserdem haben wir genug Nahrungsmittelproduktion auf Erden. Es ist kein Problem, tierische Nahrungsmittel zu produzieren.
            Wie schon gesagt, es geht bei den Agrarinitiativen um das Vorschreiben der Produktionsart (Bevormundung, Regulierung, höhere Staatskosten durch Behördenausbau, Einschränkung der freien Wirtschaft). Deshalb müssen die abgelehnt werden.

          11. 1. Es wird doch oft das Argument gebracht, dass wir uns biologischen Landbau nicht leisten können, weil wir die Leute sonst nicht ernähren können und importieren müssen. Futter für die Tiere ist in meinen Augen eben das Gras, das in der Fruchtfolge nötig ist und wir nicht verdauen können.
            2. „sehr viel“ ist relativ. Im Vergleich zu „gar kein“. Und bei Mais (und Kartoffeln) als Hackfrüchte wäre das ohne weiteres möglich. Auch ohne Kunstdünger. Oder eben durch Striegeln im Getreide.

          12. ausserdem ist doch die heutige Landwirtschaft stark durch den Staat (de-) reguliert, die Bauern bevormundet, verursacht hohe Staatskosten. Und viele (lange nicht alle) Vorschriften schaden in meinen Augen langfristig den Bauern und dem Ökosystem. Wir haben uns in eine Sackgasse begeben, dienen damit vor allem Aktionären der hochgelobten freien Wirschaft, welche dann die Folgekosten auf den Staat abwälzt. Darum: wenn schon Einmischung vom Staat, dann wenigstens für einen besseren Zweck.

          13. ..es hat verflucht wenig Platz in diesen Kommentarspalten, um eine gute Debatte zu führen….

          1. ich glaube, (aber ich weiss es nicht) dass Kommentare gelöscht werden, die beleidigend sind. Nicht solche, die für irgendwelche Geldgeber gefährlich wären. Ich will hier auch nicht streiten, ich schätze einen ehrlichen, respektvollen Austausch mit Leuten, die den Mut haben, ihren Namen hinzuschreiben. Das ist alles.

          2. Siehst du, selbst der obige Kommentar wurde gelöscht. Ich nutze die Redefreiheit soweit es geht aus. Der Schweizer Bauer ist im Vergleich zu anderen Kommentarspalten relativ tolerant, aber zensuriert immer noch viel zu viel. Die wollen einfach, dass gewisse Narrative (Märchen der Massenmedien, die immer wieder erzählt werden) nicht durch Kommentare hinterfragt werden. Die wollen, dass die Leute dumm bleiben.

  5. Jeder Konsument hat es tagtäglich beim Einkaufen selber in der Hand. Der Landwirt produziert dass, was gekauft wird.
    Warum fordern 50% mehr Ökologie und Umweltschutz und der Bioanteil liegt bei nur 12%? Wenn alle Befürworter Bio, regional und saisonal kaufen würden, regelt die Nachfrage das Angebot ganz alleine.
    Also liebe Konsumenten… Nicht nur Öko fordern sondern auch kaufen.

    1. Da bin ich ganz Ihrer Meinung. Trotzdem würden die Milliarden an Steuergelder hauptsächlich in die konventionelle Landwirtschaft gepumpt. Darum geht es in den Initiativen.

      1. Die TWI ist in vielen Bereichen nicht zu Ende gedacht.
        Wir haben vor über 25 Jahren aus voller Überzeugung auf Bio umgestellt. Die Kühe werden mit Homöopathie und Phytothetapie behandelt was bestens funktioniert.
        Aber wir können (gerade in so einem regnerischen Jahr) kein Getreide in der Bergzone anbauen. Wie sollen wir unsere Hühner artgerecht mit betriebseigenem Futter ernähren?
        Was ist mit über 350000t Nebenprodukten die bei der TWI nicht mehr verfüttert werden dürfen? Ist das etwa nachhalti

        1. nehmen Sie es bitte nicht persönlich, aber vielleicht passen Hühner und/oder Getreide nicht in die Bergzone. Dafür bekommen die Landwirte in den Bergzonen mehr Direktzahlungen? Was gäbe es denn für Alternativen? Grundsätzlich finde ich, dass wir wieder zu einer Landwirtschaft zurückfinden müssen, die eben dem Standort angepasst ist. Das Parlament sagt ja, dass da vernünftige Lösungen gefunden werden müssen. Ich sehe schon, das ist nicht einfach.

          1. Unsere Kunden schätzen sehr, dass sie wissen wo ihre Eier herkommen und wie die Hühner gehalten werden.
            Kein Geflügel und keine Schweine mehr in der Bergzone? Woher sollen dann Fleisch und Eier kommen? Import? Das Flachland kann nicht alles produzieren.
            Sie haben Recht. Es ist nicht einfach. Aber ich denke, dass Bio und vor allem Saisonales Einkaufen mehr bringt als diese wenig durchdachten Initiativen.

    2. Ich wünsche Ihnen so oder so viel Freude am Bauern. Lassen Sie uns gemeinsam hoffen, dass der gesunde Menschenverstand der Konsumenten, Politiker und Landwirte ausreichen wird, eine ebenso gesunde Landwirtschaft voranzutreiben.

  6. Wenn alle Bauern auf Direktzahlungen verzichten und so weitermachen wie bisher, dann steigen die Lebensmittelkosten um 8,6 Prozent. Das ist das obere Limit (für die TWI). Tatsächlich werden natürlich nicht alle auf Direktzahlungen verzichten, weil sich die Umstellung für sie lohnt. Es wird etwas weniger produziert – und etwas mehr importiert. Die Importe sind aber bei vergleichbarer Qualität inkl. Umweltschäden viel günstiger. Unter dem Strich bleiben die Lebensmittel etwa gleich teuer.

    1. Felix, das stimmt so so nicht. Die TWI verlangt nicht das gleichwertige Produkte importiert werden müssen. Es werden also Lebensmittel in unser gelangen, die mit Pesiziden behandelt werden können, die bei uns schon längstens Verboten sind. Was das für auswirkungen auf das Trinkwasser in diesen Ländern hat vergessen sowohl die Initianten wie auch Sie.

      1. Seit wann liegt uns das Ausland so sehr am Herzen, dass wir uns Gedanken darüber machen, ob es dort mehr Umweltbelastung gibt? Und wenn, dann kann der Konsument immer noch selbst entscheiden, welche Produkte er kauft. Immerhin wird es dann klar sein, dass Schweizer Ware nachhaltiger produziert wird, was man heute oft verschleiert, dass CH-konventionelle Lebensmittel häufig mit mehr PSM produziert werden, weil mehr Geld vorhanden ist. Nirgendwo auf der Welt wird mehr pro ha gespritzt als in CH.

    2. Felix Schläpfer: TWI und PI müssen zusammen betrachtet werden, denn beide gehen gegen die gegenwärtige gewachsene Schweizer Landwirtschaft. Dass bei Annahme beider Initiativen praktisch unlösbare Probleme für die Schweizer Land- und Gesamt-Wirtschaft entstehen würden, ist voraussehbar. Denn alle (auch importierte) Produkte müssten ohne Pestizide hergestellt sein. Preise würden gewaltig steigen, … Und es brächte absolut nichts für Umwelt, Trinkwasser, … Der Betrug wäre vollendet!

      1. das glaube ich auch. Die Landwirtschaft, so wie wir sie heute kennen, müsste sich in den kommenden Jahren stark verändern. Die Frage ist, ob es wirklich so dringend ist, oder ob der „gesunde Menschenverstand“ der Bauern und der „vernünftige Konsument“ auch ausreicht. Den Kommentaren einiger Berufskollegen und den Lügengeschichten vom Bauernverband zufolge wird es wohl ohne Volksinitiative eher knapp.

          1. Wenn der Vizepräsident vom SBV sagt, eine Familie mit zwei Kindern werde bei Annahme der Initiativen für Lebensmittel 300 Franken mehr bezahlen müssen, wirft er mit Zahlen um sich, die er kaum so belegen kann. Wer kann so etwas schon voraussagen? Das ist Angstmacherei. Das Bundesamt für Landwirtschaft ist da ein bisschen zurückhaltender.

          2. Ich verstehe immer noch nicht, warum jetzt plötzlich alle nachhaltig und ökomässig produzieren, die Scheinheiligkeit nicht endlich ablegen und gegenüber den Konsumenten kommunizieren, dass es halt leider nicht ohne Soja, Antibiotika und Gift mehr geht, wenn sie weiterhin Fleisch in rauhen Mengen und möglichst billige Lebensmittel wollen. Es sind nicht die Bauern schuld. Die dekcen ja bloss eine Nachfrage.

          3. Das ist nicht Scheinheiligkeit. Es ist nicht die unrealistische Heiligkeit, die die Linken fordern (mit dem Ziel den Bauernstand in die Versklavung zu führen (Regulierungen, Abhängigkeiten von der Politik) aber die Bauern sind die praktischen und glaubwürdigsten Ökologen in diesem Land. All die Grünen und selbsternannten Umwelt-Heiligen leben weniger ökologisch. Die Schweizer Landwirtschaft hat die strengsten Ökoauflagen und befolgt die auch.

          4. Wir haben das beste Trinkwasser weltweit und die ökologischeste, produktivste Landwirtschaft, weltweit. Ist dir schon aufgefallen, dass die linken Volksverführer die Schweizer Landwirtschaft nie mit einer realen Landwirtschaft eines anderen Landes vergleichen, sondern immer mit utopischen Forderungen. Schon das müsste das Totschlagargument sein gegen deine Tendenz der TWI und PI zuzustimmen.

          5. Und was der Vizepräsident des Bauernverbandes „herauslässt“ ist nicht „solches Zeug“, sondern damit dürfte er ziemlich genau den Nagel auf den Kopf treffen.
            Du kannst erst in Zukunft sagen, ob das eine Lüge war. Oder bist du allwissend?
            Du könntest dich über J. Trittin ärgern, der mal versprochen hat, dass die Energiewende den Strompreis nur um eine Eiskugel pro Familie verteuern würde. Es dürften aber hunderte von Euro sein. Du verlangst eine unrealistische Wahrhaftigkeit. Bist du ein Linker?

          6. FRAGE AN DEN SCHWEIZERBAUER:
            Welches sind Kriterien, um Kommentare zu löschen? Ich sehe keinen Grund, meinen Kommentar vom 20.56 zu zensurieren. Und die von Herrn Furrer übrigens auch nicht. Danke für eine kurze Antwort.

  7. unbedingt in die Bundespolitik einsteigen
    Herr Furrer zum Glück gibt es noch Leute wie Sie mit Ihrem unglaublichen Wissen, auf alles haben Sie eine Antwort??!!
    wenn noch nicht, sofort in die Politik einsteigen.

    1. Ich schreibe hier, was logisch, verantwortungsvoll und notwendig zu schreiben ist. Im Prinzip haben wir bei den Initiativen einen Kampf der Ideologien.
      Das hier ist Politik. Damit will ich die Leser beeinflussen, dass sie am 13. Juni.5 x NEIN stimmen sollen.
      Politik kommt von Polis (Stadt) und meint den Austausch zwischen den Bürgern einer Stadt (bzw. eines Landes) zur Findung des besten Weges zur Erreichung der Ziele (Nahrung, Gesundheit, Freiheit).
      5 x NEIN am 13. Juni ist vordringlich!

        1. Nein, natürlich nicht, cartago. Ich schreibe nur zur Therapie.
          Spass / Ironie beiseite: Dich beeinflusse ich schon, denn du reagierst darauf. Das macht Mut zum Weitermachen. Euch Linke aus dem Busch klopfen, das macht mir Spass.

          1. Das darfst du ErnstG. Ich kann natürlich Unbelehrbare nicht überzeugen. Das kann und tut nicht einmal Gott. Aber das ist auch nicht meine Aufgabe. Ich überzeuge Menschen, die wirklich an der Wahrheit und am Guten interessiert sind. Nicht Menschen, die meinen, die Massenmedien informieren sie korrekt und die heutige Elite (Politiker, Parlament, Richter, …) sagten die Wahrheit zum Guten der Menschen. Vielleicht kannst du auch noch schreiben, warum du JA stimmst.

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