Montag, 8. August 2022
02.12.2021 13:38
Heizen

Beiträge für alte Holzheizungen zu ersetzen

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Von: sda/blu

Der Bund soll nach dem Willen des Ständerats künftig auch den Ersatz alter durch moderne Holzheizungen finanziell fördern. Die kleine Kammer hat am Donnerstag eine entsprechende Motion angenommen.

Der Entscheid fiel mit 23 zu 12 Stimmen bei 2 Enthaltungen. Der Vorstoss geht nun an den Nationalrat.

Rückgang von Holzheizungen verhindern

Schon heute fördert der Bund im Rahmen des Gebäudeprogramms den Ersatz alter Öl-, Erdgas- oder Elektroheizungen durch moderne Holzfeuerungsanlagen mit Globalbeiträgen. Der Thurgauer SVP-Ständerat Jakob Stark verlangt mit seinem Vorstoss die Ausweitung dieser Förderung. Sonst drohten alte Holzheizungen vermehrt durch Wärmepumpen statt durch Holzfeuerungsanlagen ersetzt zu werden. Dies erhöhe den Strombedarf im Winter unnötig.

Die Kantone könnten zwar schon heute den Ersatz «Holz durch Holz» fördern, so Stark. Viele täten dies aber nicht, weil sich der Bund nicht beteilige. In der Praxis würden zudem nicht selten Holz- durch Gasheizungen ersetzt, was nicht im Sinne der Reduzierung des CO2-Ausstosses sei. Aus diesem Grunde fordert die Motion, den Kantonen auch für den Ersatz von alten Holzheizungen durch moderne Holzfeuerungsanlagen Globalbeiträge auszurichten. «Das ist eine wichtige Massnahme, um einen Rückgang von Heizungen mit dem CO2-neutralen Rohstoff Holz zu vermeiden und gleichzeitig ein Beitrag gegen die drohende Winterstromknappheit», schreibt Stark.

Bundesrat: «Mittel sind beschränkt»

Der Bundesrat empfiehlt hingegen die Motion zur Ablehnung. Die Gelder aus dem Gebäudeprogramm sollten in erster Linie dazu dienen, dass weniger mit fossilen Energieträgern oder ineffizienten Elektroheizungen geheizt werde. Auf diese Weise erziele man die grösste Wirkung. 

«Wenn wir mit dieser Motion nun aber den Ersatz einer bestehenden Holzheizung durch eine Holzheizung noch zusätzlich unterstützen, muss ich Sie einfach daran erinnern, dass die CO2-Abgabe und das Gebäudeprogramm beschränkte Mittel sind. Hätten wir unbeschränkte Mittel, würde ich gerne allen etwas geben – Hauptsache, sie brauchen fortan erneuerbare Energien, um zu heizen, womit das schon gut käme. Diese Mittel sind jedoch beschränkt», sagte Bundesrätin Simonetta Sommaruga.

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4 Responses

  1. Der Ersatz meiner Holzheizung durch eine Wärmepumpe ist programmiert.
    Dank der verschärften Abgasvorschriften bestehen viele Stückholzöfen die Messung nicht.
    Der Ersatz mit einer Holzheizung kostet mehr als eine WP, die Brennstoffaufbereitung muss als Hobby betrachtet werdem.
    Künftig muss mit noch strengeren Auflagen betr. Abgase gerechnet werden.

  2. Ist ganz klar, die Kosten für eine Stückgutheizung für ein normal gut isoliertes Haus sind zu hoch nehmen immer mehr zu (Kaminfeger, jetzt Abgasmessung). Ganz abgesehen von den Kapitalkosten. Aber auch bei der WP ziehen dunkle Wolken auf, da sind immer noch etwas Kapitalkosten, wenn auch gering. Jetzt Kosten für ‚unsinnige‘ periodische Dichtprüfungen. Hat den Effekt, dass Schlaue Rechner bei einem gut Isolierten Haus ganz auf eine Heizung verzichten, ein Heizlüfter reicht….

  3. Ich habe eine Wärmepumpe, schon seit 42 Jahren ( die 2. ), am Anfang haben wir mit einem Kombiherd nachgeholfen. Cirka 20 Jahe später haben wir anstelle dem Kombiherd einen Holzheizkessel in den Heizkreislauf angeschlossen, weil die Holzenergiebilanz doch um einiges besser war. Doch in diesem Jahr kam die Abgaskontrolle und promt kam er nicht mehr durch. Nun kann ich den Salat, wollte etwas tun für die Umwelt, hätte wohl besser den Kombiherd behalten, dort können sie noch keine Kontrollen machen

  4. Die Holzheizung muss von den Kontrollen ausgenommen werden. Man spricht von Co2 Neutralität aber tritt das beste Heizmittel dazu gleich mit Füssen.

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