Sonntag, 23. Januar 2022
18.10.2020 10:45
Hornkuh

Capaul macht Druck auf Bund

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Von: rup/blu

Armin Capaul gibt nicht so rasch auf. «Handelt der Bundesrat, zieht sich Capaul zurück», titelte die «Südostschweiz» am Mittwoch. Die Zeitung spricht damit auf die Erwägung einer Enthornungsverbots-Initiative von Bauer Armin Capaul aus Perrefitte BE an.

Dieser wird in der «Südostschweiz» zitiert, er habe nie gesagt, dass er eine neue Initiative lanciere. Stattdessen habe er lediglich seine Hornkuh-Sympathisanten nach ihrer Meinung zu einer neuen Initiative gefragt.

«Wenn ich das Resultat habe, entscheiden wir, ob die Interessensgemeinschaft Hornkuh tatsächlich mit einer zweiten Initiative nachdoppeln will», erklärt der Bergbauer gegenüber der «Südostschweiz». Es soll aber kein Geld mehr an horntragenden Kühe und Ziegen fliessen. Sondern Capaul will das Enthornen verbieten. In seinem aktuellen Newsletter fragt er die Hornkuhsympathisanten nach ihrer Meinung zu einer neuen Initiative. Für diese hat er auch bereits einen Entwurf ausgearbeitet.

Der Entwurf:

1. Es ist in der Schweiz verboten Kälber/Rinder/Kühe und Gizzi/Ziegen zu enthornen.

2. Es ist in der Schweiz verboten mit genetisch veränderten Kälber/Rinder/Kühen sowie Gizzi/Ziegen weiter zu züchten.

3. Es wird in der Schweiz verboten, solche Tiere oder KB-Samen vom Ausland in die Schweiz zu importieren die in Punkt 1+2 erwähnt sind.

4. Das gilt für weibliche und männliche Tiere, die in Punkt 1+2 erwähnt sind.

Die Unterstützung von Nationalrat Jürg Grossen (GLP, BE), der mit einer Interpellation zum Thema Enthornen an den Bundesrat gelangte, freue Capaul. Grossen zitiert eine Vetsuisse-Studie, die Schmerzen beim Enthornen trotz Schmerzausschaltung sieht. Wenn der Bundesrat einen Hörnerfranken beschliesse, gebe er Ruhe, so Capaul.   

Nachdem die Hornkuh-Initiative abgelehnt worden, aber dennoch auf viel Sympathie gestossen war und einen Ja-Stimmen-Anteil von gut 45 Prozent erreicht hatte, hätte sich Capaul weitere Schritte erhofft. Damals hiess es, sowas gehöre nicht in die Verfassung, müsse aber dennoch Beachtung finden, schrieb Capaul in seinem jüngsten Newsletter. 

Er ist enttäuscht über die Politiker. Man habe ihm gesagt, dass man bei so einem Resultat (45% Ja bei der Initiative) auf Gesetzesstufe etwas machen müsse. Passiert sei aber stattdessen nichts. Capaul sagt, er gebe nicht auf. «Es stellt mich wahnsinnig auf, wie das Thema immer noch bewegt», sagt er der «Südostschweiz».

 

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