Dienstag, 15. Juni 2021
10.06.2021 07:02
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«Chemischen Pflanzenschutz verteufeln ist fehl am Platz»

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Von: Markus Rediger, lid

Missstände suchen und dann auf Andere zeigen sei ein typisches menschliches Grundverhalten sagt Ernst Flückiger, langjähriger Berater und Coach. Er rät, das eigene Verhalten kritisch zu hinterfragen und das Gespräch zu suchen, gerade zwischen Bauern und Bevölkerung.

Welche wirtschaftlichen Perspektiven sehen sie im heutigen Umfeld für die Bauernbetriebe in der Schweiz?
Ernst Flückiger: Die Nahrungsmittelproduktion in der Schweiz befindet sich aus wirtschaftlicher Sicht in einer schwierigen Situation. Viele Landwirtschaftsbetriebe können im teuren Schweizer Umfeld nicht mehr kostendeckend produzieren. Die Bauern erhalten am Markt zu wenig für ihre Produkte. Bei vielen Produkten existiert kein echter Markt mehr im ursprünglichen Sinne der freien Markwirtschaft. Die Bauernfamilien stehen ein paar wenigen Grossabnehmern gegenüber, welche die Produktpreise bestimmen. Die Schweizer Detailhändler beanspruchen im europäischen Vergleich hohe Margen. Von den Preisen, welche die Konsumentinnen und Konsumenten für Schweizer Nahrungsmittel bezahlen, bleibt zu viel im Zwischenhandel hängen. Der Anteil am Konsumentenfranken, den die Bauernfamilien als Produzenten erhalten, ist eindeutig zu tief.

Inwiefern beeinflussen politische Debatten du Abstimmungen, wie diejenigen vom 13. Juni, die Zukunft? Erstens: Das Abstimmungsergebnis zur Trinkwasser-Initiative und zur Pestizid-Initiative hat wegweisende Auswirkungen auf die zukünftige Land- und Ernährungswirtschaft in der Schweiz. Zweitens: Wir müssen uns bewusst sein, dass wir in Europa regelmässig Hungersnöte hatten, bevor wir mit chemischem Pflanzenschutz unsere Kulturen wie Kartoffeln, Getreide, Obst, Reben und Beeren vor übermässigem Schädlingsbefall wie zum Beispiel die Kraut- und Knollenfäule schützten und somit einen Totalausfall der Ernte verhindern konnten. Den chemischen Pflanzenschutz zu verteufeln ist daher fehl am Platz. Drittens: Mit den globalen Märkten, welche einen Transport von Gütern von einem Kontinent auf den anderen ermöglichen, werden auch Schadorganismen eingeschleppt, die nicht in unsere Ökosysteme passen und deshalb keine natürlichen Feinde haben. Aufgrund des Klimawandels mit den steigenden Temperaturen werden wir uns in den nächsten Jahren vermehrt mit neuen Krankheiten und Schädlingen für Menschen, Tiere und Pflanzen auseinandersetzen müssen. Ein vollständiges Verbot von chemischen Pflanzenschutzmitteln ist deshalb aus meiner Sicht nicht verantwortbar.

Was bedeuten diese Herausforderungen für die Bauernfamilien?
Dass das angeschlagene Image der Landwirtschaft bei der übrigen Bevölkerung sowie die Trinkwasser- und Pestizidverbots-Initiative für viele Bäuerinnen und Bauern die grössten Sorgen sind, kann ich gut nachvollziehen. Ich empfehle deshalb allen Bäuerinnen und Bauern, auf Verwandte und Bekannte zuzugehen und ihnen die Auswirkungen einer Annahme der beiden Initiativen für ihre Betriebe aufzuzeigen.

«Polemik und Schuldzuweisung sind kontraproduktiv»

Ernst Flückiger

Das zeigt Erfolg?
Bäuerinnen, Landwirtinnen und Landwirte gehören bei diesen beiden Initiativen zu den wahren Expertinnen und Experten. Verwandte und Freunde, Kolleginnen und Kollegen sind froh und dankbar, wenn sie mit Direktbetroffen über die beiden Initiativen sprechen können. Im Turnverein, in der Musikgesellschaft, der Trachtengruppe, der Feuerwehr oder allgemein im Bekanntenkreis, sind die Bauern als Experten gefragt. Persönliche Kontakte und Argumente überzeugen viel stärker als Abstimmungsplakate. Verantwortungsbewusste Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wollen Fakten hören, damit sie sich eine fundierte Meinung bilden können. Polemik und Schuldzuweisung auf andere sind kontraproduktiv.

Wenn Bauern auf Stimmbürger direkt zugehen sollen, was raten Sie den Konsumenten?
Bevor sie das Abstimmungsformular zur Trinkwasser- und Pestizidverbots-Initiative ausfüllen, empfehle ich allen verantwortungsbewussten Stimmbürgerinnen und Stimmbürger auf bekannte Bauernfamilien oder Bauernhöfe mit Hofladen zuzugehen und nachzufragen, welche konkreten Auswirkungen ein Ja zu den beiden Initiativen haben würde.

Für Ernst Flückiger ist ein Bioland Schweiz eine Illusion.
zvg

Die Infragestellung bisher akzeptierter Produktionsweisen löst Verunsicherungen aus bei den Bauernfamilien. Wirkt sich das auch aus auf Investitionen und die Nachfolge auf den Höfen?
Ja, es ist in der Tat so, dass Betriebsleitende mit anstehenden Investitionen warten, bis die Abstimmung über die beiden Initiativen erfolgt ist. Aus meiner Sicht handeln sie so als risikobewusste Unternehmer absolut richtig. Auch junge Landwirtinnen und Landwirte, die vor der Hofübernahme stehen, sind verunsichert, weil sie bezüglich Perspektiven des Betriebes verunsichert sind.

Das Image der Bauernfamilien ist besser als jenes von bäuerlichen Verbänden. Wie erklären sie diese Diskrepanz?
Bäuerliche Verbände agieren oft vor allem auf der politischen Bühne. Sie verteidigen dort wie andere Interessenvertreterorganisationen ihre Pfründe und werden daher oft als nicht besonders dynamisch wahrgenommen. Andererseits haben viele von uns direkten Kontakt zu Bauernfamilien und stellen in der direkten Begegnung fest, dass Bäuerinnen und Bauern offene, dynamische, umweltbewusste und leistungsstarke Persönlichkeiten sind, denen man vertrauen kann. In diesem Sinne sind Bauern die glaubwürdigeren Botschafter.

«Österreichs Bio drängt auf den Schweizer Markt»

Ernst Flückiger

Eine andere Diskrepanz ist diese, dass die Stimmbevölkerung per Stimmzettel eine naturnahe oder Bio-Landwirtschaft fordern kann, aber im Laden nur 12% Bio-Produkte kauft, beim Fleisch gar nur 5%.
Es ist eine Tatsache, dass in der Schweiz recht viele Familien leben, die mit einem knappen Haushaltbudget auskommen müssen. Dass diese beim Einkaufen primär nach dem Preis entscheiden, kann ich gut nachvollziehen. Beim Ausfüllen der Stimmzettel lassen sie sich dann halt doch von den cleveren, leicht verständlichen Schlagworten der Initianten leiten.

Aber nicht alle müssen auf den Preis achten.
Es gibt offensichtlich auch einen grossen Anteil von Stimmberechtigten, der eine naturnahe und tierfreundliche Landwirtschaft fordert und dann trotzdem mehrheitlich billige ausländische Lebensmittel einkauft. Für dieses inkonsequente Verhalten habe ich kein Verständnis. Erfahrungen aus dem Ausland, z.B. aus Österreich, zeigen, dass wohl nicht mehr als ein Viertel der Konsumentinnen und Konsumenten bereit ist, konsequent Bioprodukte zu kaufen und auf billigere Importprodukte zu verzichten. Österreich hat mit 27 % Biobetrieben eine Bio-Überproduktion und drängt auf den Schweizer Markt. Ein Bioland Schweiz bleibt daher wohl eine Illusion.

Schweizer Detailhändler beanspruchen laut Flückiger im europäischen Vergleich hohe Margen. 
Markus Rediger

Als erfahrener Berater und aktiver Coach haben Sie bestimmt «guten Rat» für Bauern und Bevölkerung.
Es ist verständlich, dass jede und jeder aktuelle Herausforderungen und Probleme primär aus seiner persönlichen «Welt» heraus beurteilt. Damit wir eine gesamtheitliche Sichtweise und Bearbeitung der anstehenden komplexen Fragen erreichen können ist es dringend nötig, dass die verschiedenen Bevölkerungsgruppen wieder aufeinander zugehen und den Dialog miteinander suchen. Nur so kann ein gegenseitiges Verständnis entstehen. Gerade im Hinblick auf die zukunftsträchtige Abstimmung vom 13. Juni über die Trinkwasser- und Pestizidverbots-Initiative ist es zwingend notwendig, dass Bauernfamilien und Konsumentinnen und Konsumenten miteinander das Gespräch suchen und die Auswirkungen für die Schweizer Landwirtschaft und auf die Einkaufsmöglichkeiten der Konsumenten miteinander diskutieren.

Der Abstimmungskampf zeigt, dass gerade der geforderte Dialog auf der Strecke bleibt und der Druck auf die Bauern wächst.
Bäuerinnen und Bauern empfehle ich, vermehrt auch auf die persönliche Widerstandskraft gegen Druck von aussen und Stress zu achten und die sogenannte Resilienz zu stärken. Ein Landwirtschaftsbetrieb muss sich heute wie jeder andere KMU-Betrieb den Herausforderungen des Marktes stellen. Dass sich Bauernfamilien vermehrt diesem Druck aussetzen und damit zurechtkommen müssen, ist deshalb unumgänglich. Immer mehr Bäuerinnen und Bauern wünschen sich externe Unterstützung, damit sie mit den vielfältigen Herausforderungen zurechtkommen. In der übrigen Wirtschaft hat sich Coaching als wertvolles Instrument für Führungspersonen von kleineren und auch grossen Unternehmen bewährt und etabliert.

Was empfehlen Sie?
Ich empfehle Bäuerinnen und Bauern deshalb, im Rahmen eines Coachings Fragen wie erfolgreicher Umgang mit der permanenten Belastung, Sinnfragen, persönliches Zeitmanagement und Energiebalance oder auch Herausforderungen in der Beziehung offen anzusprechen und zu bearbeiten. Probleme gehören zum Mensch sein. Sie vor sich herzuschieben ist keine Lösung. Sie zu bearbeiten und neue Wege zu gehen bringt Klärung, Entlastung und immer auch neue Chancen. Sich für ein Coaching zu melden braucht etwas Mut. Ich bin sicher, Sie gehören zu den Mutigen und suchen sich bei Bedarf einen erfahrenen Coach.

– > Erster Teil des Interview

Zur Person

Ernst Flückiger war jahrelang als Lehrer, Berater, Coach und Führungskraft tätig, heute übernimmt er Coachings im Mandatsverhältnis. In diesen Funktionen hat der ETH-Agronom Bauernfamilien bei der Weiterentwicklung ihrer Betriebe und der Bearbeitung persönlicher und zwischenmenschlicher Herausforderungen begleitet. Dank der Mitarbeit in verschiedenen Projekten, Coaching von Personen aus der übrigen Wirtschaft und persönlicher Kontakte ist er auch gut vertraut mit den Anliegen und Herausforderungen der Konsumentinnen und Konsumenten.

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29 Responses

  1. Merci Ärnst,
    für die gute u ehrliche Wort! Das zeigt dini wietsicht und erfahrieg ier Landwirtschaft.
    Mit Deiner sachlichen Argumentation und Darlegung der Fakten, zeigst Du auf das Polemik und Angstmacherei falsch sind. Es gibt genügend sinnvolle Argumente die man gegen die Initiativen Aufzählen kann, an diese müssen wir uns halten.

    1. Ernst hat null Erfahrung in der Landwirtschaft. Ist nur Theoretiker und hat noch nie einen Betrieb geführt, schon erst recht nicht davon gelebt. Anderen zu sagen, womit sie spritzen sollen bringt mehr Geld ein als aufzuzeigen, wie der Bauer seinen Boden, also sein Kapital gesund erhält auch noch für die nachfolgenden Generationen. Dass er Wasser auf deine Mühle giesst beweist nur, dass du zu den leider viel zu vielen Landwirten gehörst, welche es bequem haben wollen und nichts Neues probieren

  2. Den Bauern zu sagen, dass die „armi Sieche“ sind, bringt die Landwirtschaft sicher nicht weiter.
    Bereits um 1870 stürzte die Landwirtschaft in eine tiefe Krise. Dank Eisenbahn und Dampfschiff mussten die Nicht-Bauern die stark überhöhten CH-Getreidepreise nicht mehr bezahlen, sie kauften ausländisches, billigeres Getreide.
    Die Bauern waren innovativ und stellten auf Obstbau und Milchwirtschaft um. Damals begehrte Exportartikel.
    Diejenigen, die es nicht schafften, wurden Industriearbeiter.

  3. Die «Gesundung» Ende des 19. Jahrhunderts geschah ohne den Staat. Hätte der Saat eingegriffen, hatte die Agar-Planwirtschaft bereits damals und nicht erst Ende des 2. Weltkrieges begonnen.
    Für die heutige Gesundung taugt weder Obst- noch Milchwirtschaft. Auch die Industrie ist kein Auffangbecken mehr.
    Dafür gibt es 1000 Möglichkeiten, sich zu verändern. Aber nur wenn sich der Staat so schnell wie möglich zurückzieht. (kein Genschutz, keine DZ)
    Ernst öffne deinen Kunden endlich die Augen!!

      1. wir alten Bauern brauchen keine zusätzliche Pension. In den letzten rund 25 Jahren konnten wir uns mit den DZ ein schönes Polster anlegen.
        Die rund 3.5 Mia/Jahr sollten in Zukunft dafür verwendet werden, dass die heute noch Jungen im Alter den gleichen Wohlstand haben wie wir heute.
        Wie wäre es, wenn die Steuern (insbesondere beim Mittelstand) um jährlich 7 Mia gesenkt würden (je 3.5 Mio von der Landwirtschaft und der Entwicklungshilfe sorry: Entwicklungszusammenarbeit)

    1. Wenn man schon Geschichtsunterrricht macht, sollte man die Hungerkrise im Zuge des 1. Weltkriegs halt auch noch erwähnen. Die Arbeiterfamilien konten sich kaum noch Lebensmittel leisten. Dieses Trauma hat die Folgejahre geprägt und staatliche Eingriffe nach sich gezogen. Diese Politik war mit ein Grund, warum im 2.WK die Versorgung besser war.

      1. Als Lehre aus dem 1. Weltkrieg wurde die Lagerhaltung verbessert und eine Hochsee-Handlesflotte aufgebaut.
        Dass die bessere Ernährungssituation im 2. WK der Landwirtschaft bzw. dem Plan Wahlen zu verdanken sei, ist so wahr wie die Geschichten von Wilhelm Tell, dem Christchindli und dem Samichlaus.
        Auch wenn in den Landwirtschaftsschulen der Plan Wahlen glorifiziert wird.

    2. Wenn der alte Bauer draus käme wüsste er, dass die Agrar-Planwirtschaft während dem zweiten Weltkrieg viel zu genügend Nahrungsmitteln beigetragen hat. Sie hat nicht erst danach begonnen. Wie es aussehen würde, wenn es keine staatlichen Eingriffe mehr gäbe? Kein Grenzschutz, keine Zölle, nur das Gesetz des Stärkeren? Als alter Bauer kann man solches fordern, sehr lange muss er ja die Folgen davon nicht mehr mit ansehen.

  4. Die Frage ist auf welcher Seite der Dialog im Moment mehr klemmt. In Agrarmedien scheinen oft die Konsumenten das Problem. Meine Wahrnehmung ist, gerade wenn ich Kommentare hier lese, dass die Bauernschaft die Anliegen der Gesellschaft nicht verstehen und meist einfach ungestört ihrem Business nachgehen wollen. Auf den Höfen scheint meistens alles OK, was aber alles aus den Höfen rausgeht, kumuliert sich zum grossen Problem. Manchmal sieht man das erst in der globalen Perspektive… am Klima.

    1. Es gibt tatsächlich die Leute, die eine Bioproduktion verlangen und Nichtbioptodukte kaufen. Wenn morgen 50% der Konsumenten nur noch Bio kaufen wollten, würden bis in 2 Jahren 80% der Fläche biologisch bewirtschaftet

      1. Wenn ich an das denke, was ich jetzt monatelang von den 2 x nein Anhängern gehört habe, kann ich mir schwer vorstellen, dass in 2 Jahren 80% biologisch bewirtschaften würden bei all den Missernten, Totalausfällen, unverkäuflichen, wüsten, wurmstichigen Produkten etc. die man als Biobauer zu ertragen hat. Über so lange Schatte zu springen werden kaum viele in der Lage sein.

          1. Als ja Sager gebe ich euch absolut recht. Das ist brutal und extrem.
            Aber in einer globalen Welt funktioniert die Wirtschaft halt so.
            Der Schweizer Konsument muss dann halt entscheiden ob er ein super Schweizer Produkt bezahlen will oder ob er halt den Gentechfood aus der USA will. Das gilt heute für viele Produkte. You get what you pay for….

        1. Wenn mir morgen mein Abnehmer mitteilt, er werde nur noch Bioprodukte abnehmen und dafür einen korrekten Preis zahlen, werde ich übermorgen mit der Umstellung auf Bio beginnen. Es werden derzeit nur 5% vom Fleisch als Bio nachgefragt. Also wird das wohl nichts mit übermorgen…

  5. Dass Flückiger nicht viel von Bio hält, hat man im Kanton Bern deutlich gespürt. Die Leier von den teuren Bioprodukten, die sich nur reiche leisten können, passt dazu. Wer saisonal und nicht stark verarbeitete Produkte einkauft, kann sich auch Bio leisten. Die Frage ist einzig, wo man die Prioritäten setzt.

  6. «Chemischen Pflanzenschutz vergöttern ist mit dem heutigen Wissen aber auch fehl am Platz»
    Der Berater würde besser eine zukunftsfähig Nischen Produktion empfehlen.
    So wie das alle anderen Herstellern von Produkten außerhalb der Landwirtschaft in der Schweiz machen.
    Und das ohne DZ!
    Und das sogar für den Export!

  7. Von mir aus kann man jetzt dann auch wieder mal ein Thema beleuchten, ohne dass auch noch Ernst um seine Meinung gefragt sein muss. Seine Coach-Weisheiten kennen wir jetzt dann auswendig.

  8. Priorität hat doch erstmal die Versorgung der eigenen Bevölkerung mit hochwertigen Lebensmitteln. Sogenannte Luxusgüter für den Export zu produzieren kann höchstens eine ganz kleine Nische sein. Wie die Menschheit in Krisenzeiten tickt, haben wir ja erst kürzlich gesehen. Da ist jeder, jede Nation sich am nächsten.

  9. Wenn mir morgen mein Abnehmer mitteilt, er werde nur noch Bioprodukte abnehmen und dafür einen korrekten Preis zahlen, werde ich übermorgen mit der Umstellung auf Bio beginnen. Es werden derzeit nur 5% vom Fleisch als Bio nachgefragt. Also wird das wohl nichts mit übermorgen…

  10. Wenn ich diese Kommentare lese, stelle ich fest, dass wenig Ideen dabei sind. Schauen wir zurück wir hatten einmal eine florierende Textilproduktion. Der Freihandel hat diese Sparte ausgelöscht. Es gibt Leute, die wollen das mit der Landwirtschaft auch machen. Das sind Grüne, industrielle, Träumer und Weltverbesserer dabei. Schlussendlich stört das die Detailhändler nicht. Ein kleiner Teil wird vielleicht biologisch bewirtschaftet und im Direktverkauf abgesetzt. Die Touristen werden durch überwucherte Gegenden wandern. Nach dem Motto zurück zur Natur. Im Gegensatz zum alten Bauer ist mir das Überleben der Landwirtschaft noch wichtig als alter Bauer. Bald ist die Abstimmung vorbei und so können wir wieder über die wirklichen Probleme und Verbesserung der Landwirtschaft diskutieren.

  11. Wenn ich diese Kommentare lese, stelle ich fest, dass wenig Ideen dabei sind. Schauen wir zurück wir hatten einmal eine florierende Textilproduktion. Der Freihandel hat diese Sparte ausgelöscht. Es gibt Leute, die wollen das mit der Landwirtschaft auch machen. Das sind Grüne, industrielle, Träumer und Weltverbesserer dabei. Schlussendlich stört das die Detailhändler nicht. Ein kleiner Teil wird vielleicht biologisch bewirtschaftet und im Direktverkauf abgesetzt. Die Touristen werden durch überwu

  12. Herr Flückiger hat seine Meinung. Ich habe da eine andere: Wenn ich nur auf meinen Teller sehe, dann sind die Pflanzenschutzmittel vielleicht nicht so schlimm (ich müsste 140 Liter Wasser trinken etc…) Wenn man aber anschaut, welche Schäden die Unternehmen anrichten, die hier bei uns in der sauberen Schweiz ihren Sitz haben, dann ist dann aus meiner Sicht sehr wohl „Teufelswerk“, wo Umsatz und Gewinn an oberster Stelle steht und über Leichen gegangen wird. Und das ist keine Floskel.

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