Sonntag, 23. Januar 2022
10.01.2022 09:30
Initiative

Das Nein-Komitee befürchtet Gesundheitsgefährdung

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Von: sda/mge

Die Initiative gegen Tierversuche gefährde die Gesundheit von Mensch und Tier und schade dem Forschungsplatz Schweiz. So argumentiert das Nein-Komitee, das am Montag seine Nein-Kampagne lanciert hat. Abgestimmt über die Vorlage wird am 13. Februar.

Es sei eine der radikalsten Vorlagen der letzten Jahre mit drastischen Folgen, argumentierten die Gegnerinnen der Initiative vor den Medien in Bern. Die Schweiz würde vom Fortschritt in der Human- und Tiermedizin abgeschnitten und dem Forschungsplatz würde massiver Schaden zufügt.

Sorge um Gesundheitsversorgung

Das Nein-Komitee sorgt sich auch um die Gesundheitsversorgung in der Schweiz. Bei Annahme der Initiative könne die Schweiz weder neue Medikamente entwickeln noch importieren. Für die Entwicklung neuer Krebsbehandlungen oder für Impfstoffe gegen Covid-19 etwa sei Forschung an Tieren und Menschen jedoch nötig.

Laut Komitee verfehlt die Initiative zudem das Ziel. Tierversuche würden nicht verhindert, sondern einfach ins Ausland verlagert, wo weniger strenge Tierschutzgesetze gelten.

Auch Bauernfamilien betroffen

Betroffen von dem Verbot seien auch Bauernbetriebe. Neue Futtermittel, Stallsysteme in der Tierhaltung oder die Digitalisierung mit Melk- und Fütterungsrobotern müssten vor ihrer Zulassung getestet werden. Ansonsten stünden die Sicherheit und Gesundheit der Tiere auf dem Spiel, so das Nein-Komitee. Zudem wäre bei Annahme der Initiative das Üben von Klauenpflege und Geburtshilfe in Kursen nicht mehr möglich.

Forderung: Bedingungsloses Verbot

Das Volksinitiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot – Ja zu Forschungswegen mit Impulsen für Sicherheit und Fortschritt» fordert ein bedingungsloses Verbot von Tierversuchen und Forschung am Menschen in der Schweiz. Neu entwickelte Produkte, die unter Anwendung von Tierversuchen entwickelt wurden, sollen zudem nicht mehr importiert werden dürfen. Das Parlament empfahl die Initiative ohne eine einzige Ja-Stimme zur Ablehnung. Auch der Bundesrat lehnt sie ab.

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4 Responses

  1. Einmal mehr lassen sich die Bauern ( SBV ) einspannen: dasselbe „System“ das die Bauern hart bestraft, wenn ihre Kühe 5cm zu kleine Liegeflächen haben, quält und foltert tausende und aber tausende Tiere jährlich zu Tode. Wo ist da das Tierwohl, dass uns Bauern immer wieder unter die Nase gehalten wird ??? Warum nicht mal einen Tag der offen Tür in einem Versuchslabor ? Nachher würde wohl kaum noch jemand nein stimmen. Tierversuche – eine Schande für unsere Gesellschaft.

  2. Tierversuche gehörten längst verboten. Das ist sowas von diabolisch und jeder, der Produkte in Verbindung mit Tierversuchen konsumiert macht sich automatisch mitschuldig und wird dafür vor dem Schöpfer zur Verantwortung gezogen werden.

  3. Was ist mit dem Menschenversuch (Gentherapie / Impfung von mRNA)?
    Wie bei GVO ist das beim Menschen nicht verboten, jedoch bei Tieren und Pflanzen.
    Die Gentherapie gegen Covid („Impfungen“) hat 2.5 Mio gemeldete, zum Teil schwerwiegende, Fälle von Nebenwirkungen gebracht. Beim Menschen (dem Ebenbild Gottes) notabene. Dunkelziffer dürfte 10 bis 100 Mal höher liegen. Jeder Tierversuch mit dieser katastrophalen Bilanz wäre schon längst abgebrochen worden.
    Wo bleibt die Verhältnismässigkeit?

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