Samstag, 5. Dezember 2020
21.10.2020 08:40
Umwelt

EU-Agrarminister mahnen zur Vorsicht

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Von: aiz

Einstimmig verständigten sich die EU-Mitgliedstaaten auf Ratsschlussfolgerungen zur „Farm to Fork“-Strategie der EU-Kommission. Die Ziele zur Verminderung von chemischen Pflanzenschutzmitteln und von Düngemitteln bis 2030 nehmen sie zur Kenntnis.

Nach ihrer Ansicht kann es aber eine nachhaltige Agrarproduktion nur geben, wenn auch die Einkommensmöglichkeiten der Betriebe dabei im Auge behalten werden. Die Minister fordern deshalb die EU-Kommission auf, zunächst die Folgen für die Ökonomie und die Ökologie vorzulegen, bevor die Verminderungsziele in Gesetze gegossen werden.

Ausserdem soll der Umwelt- und Klimaschutz nicht nur durch Einschränkungen erreicht werden. Ausdrücklich betonten die Minister die Chancen durch moderne Agrartechnologie, inklusive der Biotechnologie. Zudem weisen die Minister in ihren Schlussfolgerungen auf die Bedeutung der Eiweisspflanzenerzeugung in der EU hin und regen ein gemeinsames EU-Label für das Tierwohl an. 

Trotz der einstimmigen Erklärung traten in der Debatte im EU-Agrarrat in Luxemburg auch unterschiedliche Ansichten zutage. Österreich, Frankreich und Italien drängen auf eine Herkunftskennzeichnung für Milcherzeugnisse und für Fleisch in Verarbeitungsprodukten. Deutschland und Dänemark warnen dagegen vor möglichen Störungen des gemeinsamen EU-Binnenmarktes durch die Herkunftskennzeichnung von agrarischen Rohstoffen. Ungarn fügte seiner Zustimmung eine Erklärung hinzu. Das Land hält die Ziele für den verminderten Düngemitteleinsatz für übertrieben und fordert, dass sich die EU-Mitgliedstaaten in unterschiedlichem Mass daran beteiligen.

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