Sonntag, 11. April 2021
10.02.2021 08:06
Zuckerrüben

Freiburger Rübenpflanzer für Notfall-Fonds

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Von: lid/blu

An ihrer schriftlichen Generalversammlung haben die Freiburger Zuckerrübenproduzenten der Gründung eines Fonds zur Unterstützung der Pflanzer zugestimmt.

Der Entscheid fiel mit grossem Mehr, wie der Verband mitteilt. Unter Vorbehalt der Zustimmung der Zuckerrübenproduzenten hat vergangene Woche bereits der Freiburger Staatsrat einer dringenden Finanzhilfe für die nächsten drei Jahre zugestimmt. Mit dem Ja der Freiburger Zuckerrübenpflanzer steht diesem Fonds nun nichts mehr im Weg. 

600 bis 640 Franken pro Hektare

Die Freiburger Zuckerrübenproduzenten blicken auf ein schwieriges Jahr zurück. Die fehlende, insektizide Saatgutbeize «Gaucho» führte gemäss Mitteilung zu einem frühen Auftreten von Schädlingen sowie der Übertragung der Virösen Vergilbung und zu einem regional starken Befall von SBR (Syndrome de la Basse Richesse). Die Folgen davon waren katastrophale Erträge mit tiefen Zuckergehalten.

Der Fonds soll die Ernteausfälle aufgrund der aktuellen Krankheitssituation finanziell teilweise kompensieren. Es handelt sich um einen solidarischen Ausgleich der verschiedenen betroffenen Anbaugebiete durch Umverteilung der zur Verfügung stehenden Mitteln. Die Finanzhilfe erfolgt in Form einer Prämie von jährlich 600 bis 640 Franken pro Hektare. Finanziert wird sie zu gleichen Teilen vom Staat und von den Zuckerrübenproduzenten über einen Solidaritätsbeitrag (je 4.- pro Tonnen Rüben). 

Flächenerosion verhindern

Damit solle die Flächenerosion auf dem Kantonsgebiet verhindert und die Produktion qualitativ guter Rüben in ausreichenden Mengen aufrechterhalten werden, heisst es in der Mitteilung. Im Kanton Freiburg ist die Rübenfläche innert eines Jahres um über 20 Prozent zurückgegangen. Waren es 2020 noch 1460 Hektaren, werden es 2021 nur noch 1150 Hektaren sein.

Kurzfristig dürfte sich die Lage mit der Gründung des Fonds etwas entspannen. Wie die ganze Branche hoffen
auch die Freiburger Zuckerrübenpflanzer auf die Fortschritte in der Zucht hin zu toleranten Sorten.  Der Entscheid der Wirtschaftskommission des Nationalrats von vergangener Woche, den
Einzelkulturbeitrag für konventionelle Zuckerrüben um 600 Franken auf 1500 Franken pro Hektar zu kürzen, sorgt bei Präsident Martin Blaser für grosses Unverständnis: «Ein solches Vorgehen würde die Zuckerrübenflächen in der ganzen Westschweiz einbrechen lassen. Es macht unsere Bemühungen zur Aufrechterhaltung einer lokalen, standortgerechten und nachhaltigen Produktion zunichte.»

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