Sonntag, 18. April 2021
08.04.2021 13:45
Abstimmungen

GastroSuisse gegen Agrarinitiativen

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Von: ots/rup

Der Branchenverband GastroSuisse lehnt die «extremen» Agrarinitiativen ab. Beide trieben die Preise für Lebensmittel noch weiter in die Höhe und gefährdeten die Versorgungssicherheit, so der Tenor. Ebenfalls beschlossen wurde die Nein-Parole zum CO2-Gesetz und die Ja-Parole zum Covid-19-Gesetz.

«Die Gastronomie kämpft schon heute mit den hohen Warenkosten», fügt GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer an. Die Wirkung auf die Umwelt sei hingegen unklar: Sowohl die Trinkwasserinitiative als auch die Pestizidverbotsinitiative hätten unbeabsichtigte Nebeneffekte wie mehr Einkaufstourismus, mehr Importe und mehr Lebensmittelabfälle.

Nein-Parole beim CO2-Gesetz

Der Branchenverband hat zudem die Nein-Parole zum CO2-Gesetz beschlossen. Die Gesetzesvorlage führt bei die zahlreichen Hotellerie- und Gastronomiebetrieben zu Mehrkosten, welche die Betriebe aufgrund der gegenwärtigen Krise kaum tragen können.

GastroSuisse ist der Verband für Hotellerie und Restauration in der Schweiz. Die Organisation mit dem Gründungsjahr 1891 setzt sich seit über 125 Jahren für die Interessen der Branche ein. GastroSuisse ist heute der grösste Branchenverband der Schweiz mit gegen 20›000 Mitgliederbetrieben (davon rund 2500 Hotels), organisiert in 26 Kantonalverbänden und vier Fachgruppen.

Für das Covid-19-Gesetz

Bei Ablehnung des Covid-19-Gesetzes könnte der Bund stark von der Krise betroffene Betriebe finanziell nicht weiter unterstützen. Die Kantone verfügen allein nicht über die finanziellen Ressourcen, um die Härtefallmassnahmen eigenständig zu stemmen. Ob und in welchem Zeitrahmen neue gesetzliche Grundlagen geschaffen werden, ist höchst ungewiss. «Für die betroffenen Unternehmen wären weitere zeitliche Verzögerungen eine Katastrophe, zumal die Entschädigungen schon heute nicht ausreichen», so Casimir Platzer, der Hotelier in Kandersteg BE ist. Deshalb hat der Vorstand einstimmig die Ja-Parole zum Covid-19-Gesetz beschlossen.

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2 Responses

  1. Gute Argumente:
    – “ Sowohl die Trinkwasserinitiative als auch die Pestizidverbotsinitiative hätten unbeabsichtigte Nebeneffekte wie 1. mehr Einkaufstourismus, 2. mehr Importe und 3. mehr Lebensmittelabfälle.“
    – CO2: „Die Gesetzesvorlage führt bei die zahlreichen Hotellerie- und Gastronomiebetrieben zu Mehrkosten, welche die Betriebe aufgrund der gegenwärtigen Krise kaum tragen können.“
    – Covid-Gesetz: eigentlich auch NEIN, aber weil Wasser am Hals steht: JA.
    5 x NEIN AM 13. JUNI!

  2. Genau die Gastronomie ist unser Verbündeter?
    Als letztes Jahr die Gastro geschlossen wurde, hatte es plötzlich zu wenig schweizer Produkte auf dem Markt. Komisch…
    (Aber der Beat hat sicher eine Erklärung parrat!)
    🙂

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