Freitag, 27. Januar 2023
03.05.2022 13:22
Feuerwerk

Initiative will lautes Feuerwerk verbieten

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: sda

Am 1. August und an Silvester sollen Privatpersonen keine lauten Feuerwerke mehr abbrennen dürfen. Das wollen ein Initiativkomitee und mehrere Umwelt- und Tierschutzorganisationen in die Verfassung schreiben.

Am Dienstag wurde die Initiative «Für die Einschränkung von Feuerwerk» im Bundesblatt veröffentlicht. Die Initiantinnen und Initianten haben bis am 3. November 2023 Zeit, die für das Zustandekommen nötigen 100’000 Unterschriften zusammenzubekommen.

Laute Feuerwerke nur noch auf Gesuch

Sie wollen Menschen, Tiere und die Umwelt vor lärmigem Feuerwerk schützen, wie sie in einer Mitteilung schreiben. Dafür fordern sie ein Verbot von Feuerwerkskörpern, die Lärm erzeugen. Diese sollen in der Schweiz weder verkauft noch abgebrannt werden dürfen. Laute Feuerwerke wollen die Initiantinnen und Initianten nur noch an überregionalen Anlässen zulassen. Die zuständigen Kantone sollen auf Gesuch hin knallende Feuerwerke bewilligen dürfen.

Private hingegen sollen – etwa an der Bundesfeier am 1. August und an Silvester – nur noch Feuerwerke abbrennen dürfen, die keinen Lärm erzeugen. Nicht nur sensible Menschen und kleine Kinder, sondern auch Haus- und Wildtiere versetze die Knallerei in Stress und Panik, oft über mehrere Tage, schreibt das Initiativkomitee zu seinem Begehren.

Namhafte Unterstützer

In Kraft treten müssten die Einschränkungen spätestens zwei Jahre nach der Annahme des neuen Verfassungsartikels 74a durch Volk und Stände. Artikel 74 der Bundesverfassung regelt bereits den Schutz des Menschen und seiner natürlichen Umwelt vor schädlichen oder lästigen Einwirkungen.

Das Komitee wird nach eigenen Angaben von Umwelt- und Tierschutzorganisationen unterstützt. Darunter sind der Schweizer Tierschutz (STS), der Wildtierschutz Schweiz, Stiftung Tier im Recht, die Schweizerische Kynologische Gesellschaft, Pro Natura, Greenpeace Schweiz und die Lärmliga Schweiz.

Zu den Unterstützern gehört der als «Mister Corona» bekannt gewordene Daniel Koch. Er war zu Beginn der Pandemie als Leiter der Abteilung «Übertragbare Krankheiten» beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) bekannt geworden. Politikerinnen und Politiker aus dem bürgerlichen und dem links-grünen Lager hätten ebenfalls ihre Unterstützung zugesagt, schreiben die Initiantinnen und Initianten.

Mehr zum Thema
Politik & Wirtschaft

David Jenne In Frankreich hat Landwirtschaftsminister Marc Fesneau einmal mehr die Bedeutung der Ernährungssouveränität unterstrichen. Zu den wichtigsten Elementen zählte der Ressortchef in seiner Neujahrsansprache dabei die Einkommen der Landwirte.…

Politik & Wirtschaft

Der Konsum in der EU bringt für die östlichen Nachbarn höhere Umweltbelastungen mit sich.Erwin Munter Die Europäische Union lagert ihre Umweltschäden laut einer Studie vor allem an ihre östlichen Nachbarn…

Politik & Wirtschaft

Pete Lintforth Als Ersatz für EU-Subventionen sollen britische Landwirte künftig finanziell für den Schutz der Natur und die Verbesserung der Umwelt belohnt werden. Insgesamt sind 280 verschiedene Massnahmen ausgelobt, wie…

Politik & Wirtschaft

Mitgliedstaaten des Mercosur: grün Vollmitglieder (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay); rot suspendierte Mitglieder (Venezuela); blauBeitrittskandidaten (Bolivien)Heraldry Angesichts des Stillstands bei der Umsetzung des Freihandelsabkommens zwischen dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur und der…

4 Responses

  1. Wir haben schon echte Probleme bei uns…wegen 2 Abenden Feuerwerk (1. August/ Neujahr) gibt es eine Volksinitiative. Die Verbotskultur artet aus…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE