Dienstag, 15. Juni 2021
31.05.2021 16:05
Pestizid-Initiative

Kleinbauern: «Haarsträubende Falschaussagen» 

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Von: blu

Am 13. Juni wird über die Pestizidinitiative abgestimmt. Die Vereinigung unterstützt dieses Begehren. Mit einem Faktencheck will die Kleinbauern-Vereinigung gegen die aus ihrer Sicht «Falsch-Informationen» vorgehen.

 Der emotionale Abstimmungskampf ist im vollen Gange. Täglich wenden sich Befürworter und Gegner der Pestizid-Initiative an die Abstimmenden. Klar ist: Bei einem Ja müssten sich Bauern, aber auch Verarbeiter und Händler auf grosse Veränderungen gefasst machen.

Verbot gilt für inländische und ausländische Produkte

Die Initiative «für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» will diese Substanzen verbieten, und zwar nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch in Gärten und öffentlichen Anlagen. Und Lebensmittel, die synthetische Pestizide enthalten oder mit ihnen produziert worden sind, sollen nicht mehr importiert werden dürfen.

Die Initianten argumentieren mit der Gesundheit: Synthetische Pestizide befänden sich im Essen, im Wasser und würden über die Luft transportiert. Besonders Kinder und Ungeborene seien gefährdet; bei Erwachsenen könnten diese Pestizide Krebs auslösen.

«Informierte Entscheide»

Unterstützt wird die Initiative von der Kleinbauern-Vereinigung (VKMB). Sie hat dazu vor einigen Monaten eine eigene Kampagne gestartet. Für die VKMB ist ein Systemwechsel unabdingbar. In einem Positionspapier werden 10 Punkte aufgeführt, weshalb Landwirtinnen und Landwirte für die Initiative stimmen sollen.

Am Montag meldete sich die Organisation erneut zu Wort. Die VKMB will gegen aus ihrer Sicht «Fake News» vorgehen. «In der Abstimmungsdebatte sind teilweise haarsträubende Falschaussagen zu hören», lässt sich Biolandwirt und neugewählter Präsident der Kleinbauern-Vereinigung, Kilian Baumann, zitieren.

«Wir Bauern und Bäuerinnen sehen es als unsere Verpflichtung an, der Stimmbevölkerung die korrekten Fakten zu liefern. Eine Demokratie funktioniert nur dann, wenn wir informierte Entscheide ohne Fake News treffen können», fährt er fort.

Kilian Baumann will im Abstimmungskampf «korrekte Fakten» sehen.
zvg

Der Faktencheck der Kleinbauern im Detail mit den Gegenpositionen:

Lebensmittelversorgung mit Schweizer Produkten

Aus Sicht der Kleinbauern stärkt die Initiative die Versorgungssicherheit. «Nur mit pestizidfreier Produktion lassen sich eine gesunde Flora und Fauna und die für die Landwirtschaft notwendige Biodiversität sowie ertragreiche Böden bewahren», schreibt die VKMB. Bis 2031, dem Inkrafttreten des Pestizidverbots, werde die ökologische Landwirtschaft dank gezielterer Förderung vergleichbare Erträge erreichen wie die Produktion mit synthetischen Pestiziden, ist sich die VKMB sicher. Grossen Potenzial sieht die Vereinigung bei der Reduzierung von Lebensmittelverschwendung.

Gegenposition: Eine vom Schweizer Bauernverband in Auftrag gegebene Studie kommt zum Ergebnis, dass mit einem Verzicht auf den Einsatz von Pestiziden die Erträge in der Landwirtschaft um 20 bis 40 Prozent schrumpfen würden.

Tiefere Preise

Die Kleinbauern gehen bei der Annahme von sinkenden Lebensmittelpreisen aus. «Die hohen Margen der Grossverteiler auf Bioprodukte werden fallen. Dank der gezielten Förderung werden Herstellungs- und Vertriebskosten weiter reduziert», argumentiert die Organisation. Zudem würden die Folgekosten synthetischer Pestizide wegfallen. «Ökologischere Produkte werden endlich für alle erschwinglich», so die Kleinbauern.

Gegenposition: Gemäss SBV-Präsident Markus Ritter würde eine konsequente Umsetzung der Initiative die landwirtschaftliche Produktion massiv verteuern. Ohne Pflanzenschutzmittel werde mehr Handarbeit benötigt. Auch rückläufige Erträge aufgrund fehlender Pflanzenschutzmittel würden die Nahrungsmittelkosten nach oben treiben und höhere Importe notwendig machen, warnt Ritter.

Initiative unterstützt Landwirtschaft

Die Initiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide unterstützt die Landwirtschaft aus Sicht der Kleinbauern auf mehreren Ebenen: Bewahrung ertragreicher Böden, schützt Gesundheit der Bauernfamilien und ihrer Mitarbeitenden und nimmt alle in die Pflicht, nicht nur die Bauern. «Das Verbot synthetischer Pestizide gilt für Privathaushalte, Gewerbe oder die öffentliche Hand gleichermassen», heisst es im Check. «Weil die Pestizidinitiative auch Importprodukte miteinschliesst, schützt sie die inländische Landwirtschaft sogar noch besser als mit der momentanen Gesetzgebung». 7

Gegenposition: Die Standards in Bezug auf die biologische Produktion seien im Ausland nicht gleich wie in der Schweiz, schreibt der Bauernverband auf einer Website mit Gegenargumenten. Ausserdem bestünden weiterhin Unterschiede bei den Produktionskosten (Arbeitskräfte, Baukosten usw.). «Die importierten Produkte werden also auf jeden Fall Druck auf einheimische Produktion ausüben», ist sich der SBV sicher. 

Ein Ja für Wasser ohne synthetische Pestizide

«Eine Million Menschen in der Schweiz trinken Wasser, dessen Pestizidrückstände über den gesetzlichen Grenzwerten liegen», schreibt die Kleinbauern. Rückstände können über Jahre das Grundwasser verschmutzen, so das VKMB. Eine gesetzliche Regelung für einen Verzicht auf synthetische Pestizide existiere bislang nicht, trotz der nachgewiesenen Schädlichkeit der einzelnen synthetischen Pestizide und Abbauprodukte sowie deren Kombinationen und ihren langfristigen Auswirkungen auch auf Trink- und Grundwasser.

Gegenposition: Die Pflanzenschutzmittel gehören zu den raren Wirkstoffen, nach denen man bei Trinkwasseranalysen überhaupt sucht, schreibt der SBV. Für Rückstände von Industrie- und Haushaltschemikalien, Süssstoffen, radiografischen Kontrastmitteln oder Medikamenten bestehen keine Vorschriften. «Die Landwirtschaft kommt ihren Verpflichtungen nach, indem sie den Aktionsplan Pflanzenschutzmittel mit seinen 51 verschiedenen Massnahmen umsetzt», heisst es weiter. 

Biozide und Desinfektionsmittel nicht betroffen

Nahrungsmittelzusätze, Biozide und alles weitere seien nicht betroffen, somit auch nicht Desinfektionsmittel oder Nitritpökelsalz, schreiben die Kleinbauern. «Zudem gibt es eine bestens funktionierende Verarbeitung auch von Biolebensmitteln inkl. Qualitäts- und Haltbarkeitsanforderungen. Produkteanforderungen, die nur ästhetischer Natur sind, sollen gelockert und damit Food Waste verhindern werden», heisst es weiter.

Gegenposition: Eine gegenteilige Position vertreten Landwirtschaft und Verarbeiter. «Für die Verarbeitung und den Handel werden synthetische Biozide für die Hygiene und Konservierung verboten. Oft existiert keine wirtschaftlich vertretbare Alternative zu den synthetischen Bioziden. Die Qualität und Haltbarkeit würden sinken und Foodwaste zunehmen», warnen die Gegner.

Initiative lässt sich WTO-konform umsetzen

«Sowohl die bilateralen Abkommen mit der EU als auch die WTO-Bestimmungen sehen vor, dass Vertragsstaaten Auflagen zum Schutz der Biodiversität und der Gesundheit ihrer Bürger ergreifen dürfen, solange keine Diskriminierung entsteht. Mit ihrer Importklausel garantiert die Pestizidinitiative diesen neutralen Wettbewerb», schreiben die Kleinbauern.

Gegenposition: Die Importauflagen sind aus der Sicht der Gegner nicht WTO-konform. Es sei deshalb zu befürchten, dass die Initiative nur im Inland umgesetzt und damit zu einem grossen Wettbewerbsnachteil für die Schweizer Bauern führen werde, warnt Markus Ritter.

Alpwirtschaft nicht betroffen

Die Alp- sowie auch Berglandwirtschaft ist auch Sicht der Kleinbauern von der Initiative marginal betroffen. Für die Bekämpfung beispielsweise von Blacken müsse auf bewährte biologische Mittel (Ausstechen) zurückgegriffen werden. Dies sei dort sinnvoll. Das Puschlav (Graubünden) zeige (90% der Agrarfläche biologisch bewirtschaftet» werden, was möglich sei.

Gegenposition: Der Schweizerische Alpwirtschaftliche Verband (SAV) geht davon aus, dass die Pestizidfrei-Initiative, die auch den Import umfasst, nicht mit internationalem Recht vereinbar ist. Schlussendlich führe die Annahme der Initiative dazu, dass nur der Schweizer Landwirtschaft ein enormer Mehraufwand auferlegt würde, währenddem es für die importierten Lebensmittel keine solchen Vorgaben geben würde. Obwohl die Alpwirtschaft eine der naturnahesten und traditionellsten Produktionsform sei, sei davon auszugehen, dass ein grosser Teil der Alpen die Bewirtschaftung bei Annahme der Trinkwasser- und Pestizidinitiative aufgeben müssten, so das Fazit des SAV.   

Ohne synthetische Pestizide heisst nicht Bio

«Die Schweiz ist in der Pflicht, Massnahmen zum Schutz der Gesundheit von Bevölkerung und Umwelt zu ergreifen. Die Erfüllung weiterer Bio-Standards ist damit nicht betroffen», so die Kleinbauern. Es werde weiterhin eine Auswahl an unterschiedlich produzierten Lebensmitteln und keinen «Bio-Zwang» geben. Bio Suisse hingegen, dass die Initiative auch unterstützt, sagt, dass das Begehren ein «wichtiger Schritt in Richtung Bioland Schweiz» sei.

Gegenposition: «Das Angebot komplett umzustellen, ist nicht nach-fragekonform. Es gäbe eine Art Angebotsdiktat, das keinerlei Wahlfreiheit mehr ermöglicht», warnte Ritter im März 2021. Bio hatte 2020 einen Marktanteil von knapp 11 Prozent. Der Einkaufstourismus, der nicht betroffen ist, würde deshalb sicher angekurbelt.

Bio-Landwirtschaft verwendet keine synthetischen Pestizide

«Die Biolandwirtschaft verwendet keine synthetischen Pestizide. Ausserdem werden nicht-synthetischen Pestizide (z.B. Kupfer) in der Biolandwirtschaft in sehr viel geringerem Mass verwendet als in der nicht-biologischen Landwirtschaft», halten die Kleinbauern fest. Dank gezielter Forschung sollen solche problematische Mittel weiter reduziert werden.

Gegenposition:  In der Schweiz unterliege der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln strengen Auflagen und Kontrollen, so der Bauernverband. «Zudem setzen immer mehr Landwirte natürliche Wirkstoffe ein. Der Anteil der Pflanzenschutzmittel dieser Kategorie beträgt bereits 40%», schreibt dieser weiter. Es gebe Situationen oder Kulturen, für die es keine Alternativen zu synthetischen Produkten vorhanden sei. «Verschiedene Bio-Pestizide werden zudem synthetisch hergestellt, z.B. die Pheromone, die verbreitet im Obst- und Weinbau gegen Schädlinge zum Einsatz kommen», hält der Bauernverband fest. Auch die im Bio-Anbau gemäss FiBL-Liste zugelassenen Pflanzenschutzmittel Kupfer, Schwefel, Kaliumbicarbonat, Kaliseife und Eisenphosphat werden synthetisiert.

Tierarzneimittel sind von der Initiative nicht betroffen

Ein Ja zur Initiative stoppe den Gebrauch synthetischer Pestizide. «Insektizide in der Tierarznei, etwa Mittel für Rinder gegen Fliegen, sind nicht betroffen», schreiben die Kleinbauern in ihrem Faktencheck.

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53 Responses

  1. Die Nein und Angstmacherlobby hat schlicht und einfach die grössere Kriegskasse.
    Bauern die Nein stimmen, sehen ganz einfach nur ihren eigenen Betrieb und haben Angst. Es geht um unsere und die Gesundheit unserer Nachkommen, nicht um den kurzfristigen staatlich gesponserten Profit, äh DZ mein ich.
    NR Ritter bringt gerne Zahlen die einfach nur Annahmen sind.
    Denkt mal selber – 3x Ja

      1. Tja, und vielleicht kauft auch niemand des Bauernsohns Produkte, die mit allerlei „angereichert“ wurden.
        Aber bitte, weiterwursteln wird ja gar nicht verboten, einfach auf DZ verzichten, no problem, son

        1. Du verwechselst die PI mit der TWI. Die PI VERBIETET. Die TWI überlässt den Entscheid auf DZ zu verzichten dem Betriebsleiter, was für viele faktisch aufs Gleiche rauskommt.
          Falls im Kassensturz mal erhoben wird, wie viel Subvention an Bioberbauernprodukten klebt, zieht euch warm an. Ihr profitiert enorm vom „kleinen armen Bergbauer“ Bonus.
          Bitte den Ball flach halten…

    1. Biobärgpuur, gerade weil ich auch auf die anderen Betriebe schaue, ist für mich 2x Nein klar. Der Konsument zeigt uns deutlich, dass er versch. Produktionsweisen will. Ich möchte mit meinem IP-Nachbars-Bauer weiterhin zusammen arbeiten können. Komm vom hohen „Ross abe“, nur weil wir biologisch wirtschaften, sind wir nicht die besseren Menschen.

    2. Die Kriegskasse der Ja Sager ist in etwa gleich hoch, vor allem ist da ein riesiger Betrag der Gentechlobby.
      Bei einem Ja reiben die sich die Hände. Die Ja Sager Bauern sind alle auf sich fixiert (siehe Baumann).
      Den Ruf den sie sich in ihrer Bäuerlichen Nachbarschaft, mit den Initiativen geschaffen haben, bringen sie so schnell nicht wieder weg. Also 5 mal Nein

  2. Komisch, dass gerade der Baumann Falsch-Informationen nicht gut findet.
    Bei der TWI hat er vorsätzlich gelogen, habe es selber im SRF Club gesehen!

  3. DZ verzichten… grossschnurri das möchte ich schwarz auf weiss sehen wenn du kein Gemüseprod. bist ist dann wohl feierabend. Mailleures salutations

    1. Mein Bauernsohn verzichtet auf DZ. Als Manager hat er mit halbem Aufwand das dreifache Einkommen plus Frei-und Ferientage, und das ganze ohne Nationalratsmandat. Hinzu kommt die gesellschaftliche Annerkennung. Ein Zukunftsmodell für intelligente Bauernsöhne.

    2. Mit der heutigen Technologie kann man alles trinkbar machen. Wir(ü70ig) haben Gift und Dreck gefressen und leben noch. Aber Pillen fressen für jeden Rülpser ist wohl besser.Bleibt mal auf dem Boden.

      1. Ja, Beat, das stimmt. In den 1960er, 1970er und 1980er wurde ziemlich gewurstelt und da hat sich sicher viel verbessert. Aber hast du dich schon mal gefragt, wieso viele deines Jahrgangs Krebs haben? Und nebenbei, wenn ich sehe, dass der Sempacher-, Baldegger- und Hallwilersee immer noch künstlich Belüftet werden müssen, weil die Nitratwerte viel zu hoch sind, dann gibt es für die Landwirtschaft immer noch viel zu tun. Aber auch die Konsumenten müssen sich fragen, ob es jeden Tag Fleisch braucht

  4. Wenn ihr in Zukunft, zum Trinken und Kochen, auf Trinkwasser in der Flasche angewiesen sein wollt, so wie in Drittweltländern, dann stimmt NEIN.

    1. Das Wasser aus Petflaschen enthält Mikroplastik und hormonaktive Weichmacher in mehrfacher Konzentraion als Trinkwasser, dass durch ein Grenzwert Trickli plötzlich „gefährlich“ sein soll. Das Wasser in Drittweltländer ist sehr oft mit Fäkalkeimen belastet und kann deshalb nicht getrunken werden.

      1. Was ist denn mit den Rosenproduzenten in Afrika.wo die Angestellten nicht mal einen Schutzanzug haben wenn die Chemie gespritzt wird und dies Abwasser direkt in den
        Fluss geleitet wird.Wovon die Anwohner trinken weil kein anderes da ist.
        Und Indien..und…und

        1. Hegard. Dein Text erinnert mich sehr an meine Kindergarten Zeit. „Frizli, wieso hesch am Max Dreck a grüert? “ Fritzli: “ aber de Max hed am Ursli 2x Dräck a grüert“. Irgendwie peinlich, so es verhalte, von ere erwachsene Person.

  5. Die VKMB behauptet überall das Gegenteil.
    Ich als 20ha Biobetrieb fühle mich beim Grossbauernverband ( Aussage K.Baumann) besser vertreten.

  6. Herr Alpenbacken spitzen oder stechen macht man nicht.
    Hier ist Bestandeslenkung oder die Flecken sein lassen da sie ein mahnmal sind unserer Grossväter.

  7. Chauffer sagrt
    Ihr beführworter: wenn ihr so ca 40 tonnen einwandfreien brotweizen broduziert dann ,werde ich auch ja stimmenn . Und ca 50tonnen kartofeln für die firma Zweifl-cybs liefern könnt dan sage ich ende gut alles gut3

  8. Ich hbe noch kein einziges 2X NEIN Plakat an einer Feldspritze hängen sehen. Das wäre mal eine ehrliche Position, die den Konsumenten aufzeigen würde, dass ihr Kaufverhalten so eine Landwirtschaft halt erfordert. Auch wenn scheinbar alle Bauern zum Land und Wasser Sorge tragen möchten. Stattdessen wird behauptet, die saubere schweizer Landwirtschaft komme schon fast ganz ohne Pestizide aus. Der Konsument wird nicht nur von der Werbung hinters Licht geführt.

  9. Kann mir bitte jemand erklären, warum momentan viele sagen, die Landwirtschaft würde sich auch ohne die Initiativen in eine ökologische Richtung bewegen, wenn doch die Pflanzenschutzmittel für die Ökologie gar nicht schädlich sein sollen?

    1. Jede Produktionsart hat seine Vor- und Nachteile. PSM vereinfachen die Arbeit massiv, geben qualitativ und mengenmässig die gewünschten Ergebnisse. Dagegen haben sie einen schlechten Ruf (speziell durch die einseitige Grenzwertfestlegung und durch linke Hetze verursacht).
      Wenn auf PSM verzichtet wird, werden sich andere Probleme einstellen: Bauernsterben, Abhängigkeit vom Ausland, ….
      Vincent Delley, du und deinesgleichen nehmen viel zu viel für selbstverständlich.

      1. …ich war heute wieder einmal ein paar Stunden auf dem Feld, um „wie früher“ Kartoffelkäfer abzulesen. Ich weiss schon, dass PSI die Arbeit massiv vereinfachen würde, auch wenn diese Arbeit eigentlich noch ganz schön ist. Ich weiss also schon, wovon ich spreche. Ob das „meinesgleichen“ auch wissen, weiss ich nicht. Meine Frage ist aber: warum sagen viele – vor allem Biobauern-, man wolle ganz weg kommen von den PSM? Wenn diese laut all den Studien gar nicht so schlimm sind….

  10. Jeder Eingriff, ob Pflug oder PSM, in die Natur bewirkt Kollateralschäden. Die Bewertung dieser, erfolgt meist nach Ideologie und nicht nach wissenschaftlichen Kriterien. Die beste Praxis ist, mit möglichst wenig unvermeidbaren Kollateralschäden ein Optimum an Ertrag zu generieren. Dank dem Fortschritt ist das auch im Bereich PSM möglich und kann durchaus als „ökologischer Fortschritt“ bezeichnet werden.

  11. Ganz nach dem Motto, alle müssen nur ich nicht. Ich stimme überzeugt Ja und schaue mal was die Andern so machen. Nehmt euch am Morgen die Zeit und schaut doch einfach und ungeschminkt etwas tiefer in den Spiegel. Denke nicht, dass die Zukunft sichtbar wird, nur komisch aber, dass es im Hinterkopf und ohne Existenzängste eigentlich jeder weiss. Künftige Generationen werden nicht dankeschön sagen aber sie haben gelernt miteinander umzugehen. Ändern wir die gewohnte Zeit vor dem Spiegel?

  12. Ihr Bauern… Schaut ihr leiber auf eure Einkünfte statt auf eure Gesundheit? In Frankreich ist Parkinson bei Landwirt*innen bereits als Berufskrankheit erkannt. Bereits seit 2012 ist dort der Zusammenhang zwischen Pestiziden in der Landwirtschaft und der Nervenkrankheit staatlich anerkannt. Denn verschiedene wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass der Zusammenhang signifikant ist. > https://www.agrarheute.com/land-leben/frankreich-parkinson-berufskrankheit-anerkannt-511913

  13. Es ist so komisch, diese Klarstellung kommt wieder mal wie die alte Fasnacht, leider viel zu spät und wenig offentlichkeit wirksam. Auch ich Stimme 3x ja aber geht in die offensive auch in letzter Minute, ich hoffe sehr es bringt noch die wende sonst geht alles bachab.

  14. Leute diese Abstimmung bringt uns in gefahr ja oder Nein wir haben vergessen das der Kunde König ist.
    Stadt Menschen zu verurteilen ist ein eigen Tor.
    Hier sollten Brücken gebaut werden. Wünsche nachgekommen werden und den Stand der Landwirtschaft auf den heutigen Wissensstand bringen.

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