Dienstag, 29. November 2022
11.10.2012 16:54
Verschwendung

Lebensmittelverluste: Nahrung für eine Milliarde mehr Menschen

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: sda

Wenn die Lebensmittelverluste weltweit halbiert würden, könnte eine weitere Milliarde Menschen damit ernährt werden. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Studie, die demnächst im Fachblatt «Science of the Total Environment» veröffentlicht wird.

Forscher um Matti Kummu von der finnischen Aalto-Universität fanden heraus, dass ein Viertel der produzierten Nahrungsmittel in der Lebensmittelkette verloren geht. Diese Verluste verschlingen ein Viertel aller Frischwasserreserven, 23 Prozent des Ackerbodens und 23 Prozent der weltweiten Düngemittel.

Die grössten Ressourcenverluste an Wasser und Boden pro Person gibt es demnach in Nordafrika und West-Zentralasien, an Düngemitteln in Nordamerika und Ozeanien. Die geringste Verschwendung von Wasser und Dünger findet im Afrika südlich der Sahara statt und in punkto Boden in Süd- und Südostasien.

Ohne diese Verluste würde die Weltproduktion 2600 Kilokalorien Essbares für jeden Erdenbürger erzeugen, sagt Kummu in einer Mitteilung zur Studie. «Wenn wir die Verluste halbieren würden, könnten wir mit den derzeit verwendeten Ressourcen acht Milliarden Menschen ernähren.»

Die Wissenschaftler kommen zum Schluss, dass global pro Person gut 600 Kilokalorien verloren gehen, was etwa einer Mahlzeit entspricht. Das gleicht stark dem Wert des verschwendeten Nährwerts, den zwei Schweizer Jungforscher unlängst errechnet haben. Ihre Resultate wurden am Donnerstag in einem Bericht des Umweltverbands WWF vorgelegt.

Die neue Studie sei die erste, die den Verlust an Nahrungsmitteln und dessen Auswirkungen auf die Ressourcen auf einer globalen Skala untersucht hat, heisst es in der Mitteilung. Es haben auch deutsche und niederländische Forscher mitgewirkt.

Mehr zum Thema
Agrarpolitik

Nationalrat Martin Candinas (GR/Mitte)parlament.ch Der 42-jährige Bündner Mitte-Politiker Martin Candinas ist am Montag, dem ersten Tag der Wintersession, zum neuen Nationalratspräsidenten gewählt worden. In seinen bisher elf Jahren im Nationalrat…

Agrarpolitik

Ständerätin Elisabeth Baume-Schneider (SP/JU) will in den Bundesrat.parlament.ch Die jurassische Ständerätin und SP-Kandidatin für die Bundesratswahl, Elisabeth Baume-Schneider, hält es für legitim, dass die lateinische Schweiz einen vierten Sitz in…

Agrarpolitik

Basel-Stadt gibt sich das ehrgeizigste Klimaziel der Schweiz, im Wallis darf Sterbehilfe in Heimen und Spitälern nicht mehr verboten werden und im Kanton Schwyz wird die Regierung künftig im Vollamt…

Agrarpolitik

Bei der Bundesratswahl am 7. Dezember erfolgt die Ersatzwahl für Simonetta Sommaruga. Daniel Salzmann Die SP schickt die beiden Ständerätinnen Eva Herzog und Elisabeth Baume-Schneider ins Rennen für die Bundesratswahl…

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE