Donnerstag, 25. Februar 2021
07.06.2013 10:27
Emmentaler

Mengensteuerung bei Emmentaler: Bundesrat gibt grünes Licht

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Der Bundesrat unterstützt die Selbsthilfemassnahmen der Sortenorganisation Emmentaler Switzerland (ES). An seiner Sitzung vom 7. Juni entschied dieser, die Mengensteuerung, befristet für ein Jahr, auch für Nichtmitglieder verbindlich zu erklären.

Am 27. Juni 2012 entschied die ES, eine zentrale Mengensteuerung für den Emmentaler einzuführen. Um eine flächendeckende Durchsetzung sicherzustellen, ersuchte die ES den Bundesrat, die Mengensteuerung für die Dauer von zwei Jahren auch für Nichtmitglieder der ES verbindlich zu erklären. Eine Task Force auf Anregung von Agrarminister Johann Schneider-Amman erarbeitet zu Beginn des Jahres einen Massnahmenkatalog.

Mitte April 2013 stimmten die Delegierten von Emmentaler Switzerland an einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung drei Änderungen zu, damit der Bundesrat einer Mengensteuerung zustimmen kann. Der Vorstand beantragte drei Verschärfungen im Pflichtenheft. Das Mindestalter für Emmentaler AOC soll von vier auf fünf Monate erhöht werden, das Abpacken nur noch in der Schweiz erlaubt sein und den Sammelradius für Milch zur Emmentalerproduktion soll von heute 30 auf 20 Kilometer reduziert werden. Die Radiusreduktion gilt nur für neue Milchlieferanten. Bezieht eine Käserei heute von Produzenten, die weiter als 20 Kilometer entfernt liegen, Milch, soll dies auch weiter möglich sein.

Die Delegierten stimmten allen drei Verschärfungen zu. ES-Präsident mahnte denn auch, dass zwei der drei Verschärfungen eine Mehrheit finden müssten, damit der Bundesrat eine Allgemeinverbindlichkeit der Mengensteuerung erteilen kann.

Und dies hat der Bundesrat am Freitag umgesetzt. Mit den Massnahmen soll die ES bei der Umsetzung der beschlossenen Anpassungen des Pflichtenheftes für Emmentaler AOP (früher AOC, Red.) unterstützt werden, schreibt die Bundesregierung in einem Communiqué. Diese soll auch eine befristete Anschubhilfe zur besseren Positionierung des Emmentaler AOP als Premiumprodukt leisten. Die Mengensteuerung wird vorerst vom 1. Juli 2013 bis zum 30. Juni 2014 auch für Nichtmitglieder als verbindlich erklärt.

Sollte die ES bis Ende Februar 2014 den Nachweis erbringen, dass die Umsetzung der Premiumstrategie „erfolgreich“ vorangetrieben wurde, hat das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) die Möglichkeit, die Gültigkeitsdauer der Allgemeinverbindlichkeit um ein Jahr zu verlängern.

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