Freitag, 7. Oktober 2022
15.08.2022 10:00
Energie

«Müssen aufhören, Energie zu verschwenden»

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Von: sda

Energieministerin Simonetta Sommaruga hat ein Gassparziel von 15 Prozent, wie es in der EU vereinbart wurde, als «sicher sinnvoll» bezeichnet. Ein derartiger Entscheid des Bundesrat steht allerdings noch aus – im Herbst wird erst mal eine Energiesparkampagne lanciert.

«Wir müssen aufhören, Energie zu verschwenden», sagte Sommaruga in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». Das werde die zentrale Botschaft sein. Nur ein Grad weniger heizen, spare fünf Prozent Energie. Die öffentliche Verwaltung müsse dabei mit gutem Beispiel vorangehen.

Dass eine solche Kampagne erst im Herbst komme und nicht bereits laufe, wie etwa in Deutschland, liege an der hiesigen Stromproduktion: «In der Schweiz produzieren wir einen grossen Teil unseres Stroms aus Wasserkraft», so Sommaruga. Deutschland verbrauche hingegen viel Gas für die Stromproduktion. Die Schweiz sei erst im Winter zum Heizen auf Gas angewiesen. «Wenn man den Leuten jetzt im Sommer, wo es so heiss ist, sagt, wie sie sparen müssen, versteht das niemand.»

Die drohende Mangellage sei zudem kein Zeichen für das Scheitern der Energiepolitik: «Gescheitert ist jene Politik, die blind auf Gas- und Ölimporte gesetzt hat! Sie hat unser Land abhängig und verletzlich gemacht», sagte die Energieministerin. Die Schweiz sei bei Öl und Gas vollständig vom Ausland abhängig. Ein Mehr davon sei daher der falsche Weg.

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7 Responses

  1. Die drohende Mangellage ist ein Zeichen für das Scheitern der Energiepolitik, durch Rot, Grün, Mitte herbeigeführt.
    Doch statt zu handeln, wird die gescheiterte Energiepolitik verteidigt.

    1. Richtig
      vier hysterische Frauen im Bundesrat haben die Kriese herbeigeführt.Und nebenbei das ganze noch als wegweisende Entscheidung betitelt. Keine von den Frauen hat je schmutzige Hände gehabt vom arbeiten, alle haben nie richtig gearbeitet.

  2. Strom sparen ist nicht neu. Alles was einfach einzusparen war wurde gemacht. Die zusätzlichen Prozente sind viel schwieriger und teurer erreichbar, als das was bisher gemacht wurde.
    Die vielen zusätzlichen Wärmepumpen und E-Autos haben die bisherigen Einsparungen mehr als aufgebraucht.
    Die Energiewende der Viererbande war eine kopflose hysterische Aktion.
    Eine Energiewende braucht eine realistische, seriöse Planung und vor allem erfüllbare Zielsetzungen.

    1. Es gibt noch vieles, was man machen kann um Strom zu sparen. Es ist eine Frage der Prioritätensetzung, die immer noch vielerorts alles andere als das sparen von Energie in den Vordergrund stellt.

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