Mittwoch, 1. Dezember 2021
07.10.2021 12:58
Olma

Parmelin: «Landwirtschaft Teil der Lösung» 

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Von: sda

Unter dem Motto «Endlich wieder Olma» hat in St. Gallen die 78. Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung ihre Tore geöffnet. Bundespräsident Guy Parmelin betonte die Bedeutung der Olma als Ort der Begegnung, des Austauschs und des Dialogs.

Die Publikumsmesse schaffe und stärke «die Verbindung zwischen Alt und Jung, zwischen Stadt und Land, innerhalb der Landwirtschaft und zwischen der Landwirtschaft und den Konsumentinnen und Konsumenten», sagte Parmelin am Donnerstag an der festlichen Olma-Eröffnung in der St. Galler Tonhalle.

Landwirtschaft Teil der Lösung

Die Abstimmungen über die Pestizid-Initiativen vom Juni hätten den Austausch in Fragen der Landwirtschaft erschwert. «Es wurden Gräben aufgerissen.» Jetzt gehe es darum, wieder aufeinander zuzugehen, sagte der Bundespräsident und Landwirtschaftsminister.

Während der Corona-Krise habe ein Teil der Bevölkerung ihr Konsumverhalten verändert. Lokale, hochwertige Produkte seien enorm gefragt. Die Pandemie hat laut Parmelin auch gezeigt, «wie krisenresistent die Schweizer Land- und Ernährungwirtschaft ist».

Zur Klimaerwärmung, sagte Parmelin: «In diesem Jahr haben wir gespürt, was in Zukunft öfter und noch heftiger passieren könnte.» Die Landwirtschaft sei betroffen vom Wandel, teilweise verursache sie ihn, aber sie könne auch Teil der Lösung sein, etwa durch ihre Möglichkeiten, Kohlenstoff zu speichern und so zum Netto-Null-Ziel beizutragen.

Respekt vor dem Olma Säuli

Parmelin bekundete in seiner Rede Respekt vor dem Olma-Ferkel mit folgendem Vergleich: «Auf den Gipfel in Genf mit US-Präsident Biden und den russischen Präsidenten Putin konnte ich mich minutiös vorbereiten. Bei der Begegnung mit dem Säuli ist das schwieriger. Gewisse frühere Bundesratskollegen verfolgt noch heute die Medienberichterstattung, das Säuli habe ihn ihren Armen übermässig geschrien – oder sogar gepinkelt. Andere sind als Säuli-Flüsterer in die Geschichte eingegangen. Sie sehen, ich bin gespannt, wie es gleich mir ergehen wird.»

Begegnung und Geschäfte

Auch Olma-Direktorin Christine Bolt betonte die Wichtigkeit der persönlichen Begegnung an der Olma. «Für eine nachhaltige Kundenbeziehung müssen Menschen sich treffen». Die Messe sei gegründet worden, «um miteinander ins Geschäft zu kommen und Handel zu treiben». Nach der Eröffnung in der Tonhalle liess sich der Bundespräsident durch die Messehallen führen. Nicht fehlen durfte dabei der Fototermin mit dem Olma-Säuli.

Während elf Tagen zeigen rund 400 Aussteller ihre Produkte, daneben gibt es wie immer Tiervorführungen und Sonderschauen. Wegen der Pandemie sind gegenüber 2019 etwa ein Drittel weniger Aussteller dabei. Die Organisatoren rechnen auch mit 20 bis 30 Prozent weniger Besuchern.

Gehen Sie an die Olma?
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69
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58%
250

Mit Zertifikat, ohne Maske

Zutritt zum Areal erhalten nur Geimpfte, Genesene und Getestete mit Zertifikat. Dafür gibt es in den Hallen weder eine Maskenpflicht noch Abstandsregeln. Laut Christine Bolt ist die Olma darauf gut vorbereitet mit drei Testzentren im Breitfeld, am Bahnhof St. Fiden und beim Olma-Areal.

Unter dem Motto «Bock auf Schaffhausen» präsentiert sich der Gastkanton – allerdings ohne den traditionellen Umzug durch die St. Galler Innenstadt am ersten Olma-Samstag. Dafür finden in der Arena jeden Nachmittag wieder die beim Publikum beliebten Säulirennen statt.

Die Olma findet seit 1943 in St. Gallen statt und gilt als grösste Publikumsmesse der Schweiz. 2019 kamen 363’000 Besucherinnen und Besucher sowie 600 Aussteller. 2020 fiel die Messe aus. Derzeit wird für 163 Millionen Franken eine neue Halle auf einem 200 Meter langen «Deckel» über der Stadtautobahn gebaut.

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