Freitag, 7. Oktober 2022
22.09.2022 08:16
Energie

Solarstrom: Nationalrat will Speicherung fördern

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Von: sda

Solarstrom in synthetische Gase umwandeln, um ihn zu speichern: Der Nationalrat will Anlagen mit diesem Zweck fördern. Das hat er am Mittwoch im Rahmen im Rahmen einer ausserordentlichen Session zur Versorgungssicherheit entschieden.

Die grosse Kammer hiess eine entsprechende Motion von Rocco Cattaneo (FDP/TI) gut – mit 154 zu 33 Stimmen bei 4 Enthaltungen. Der Vorstoss geht an den Ständerat. Dieser behandelt am Donnerstag den Mantelerlass zur Stromversorgung mit erneuerbaren Energien und in diesem Zusammenhang auch Anträge zur Umwandlung von Solarstrom.

Power-to-Gas-Anlagen

Cattaneo verlangt vom Bundesrat ein Anreizsystem, um den Bau und den Betrieb von Anlagen zur Umwandlung von Solarstrom in synthetische Gase und zu deren Speicherung anzutreiben. Die wirkliche Energiewende werde künftig darin bestehen, den überschüssigen produzierten Solarstrom speichern zu können, hält der Motionär fest.

Sogenannte Power-to-Gas-Anlagen haben den Vorteil, dass sie CO2 aus der Luft absorbieren und es mit Wasserstoff, der aus Sonnenenergie hergestellt wird, binden. Am Ende dieses Prozesses entsteht Methan oder synthetisches Methanol, das gespeichert und für die Mobilität oder für andere Zwecke genutzt werden kann.

Weitere Inputs für Energiereform

Angenommen hat der Nationalrat auch eine Motion von GLP-Nationalrat Jürg Grossen (BE). Er möchte den Regelenergiemarkt auf kleinere Produzenten und Verbraucher ausweiten. Laut dem Bundesrat werden regelmässig neue Anpassungen der Produkte im Regelenergiemarkt diskutiert und eingeführt, um unter anderem auch die Teilnahme kleinerer Akteure zu fördern. Weitere Verbesserungen könnten im Mantelerlass erzielt werden.

Schliesslich fordert der Nationalrat mit einer gutgeheissenen Motion der Mitte-Fraktion vom Bundesrat eine Gesetzesvorlage, welche die flächendeckende Entwicklung intelligenter Netze (Smart Grids) fördert und dafür sorgen soll, dass deren Potenzial im Interesse der Stromversorgungssicherheit ausgeschöpft werden kann. Laut Energieministerin Simonetta Sommaruga kann auch dieses Anliegen in die Diskussionen um die Zukunft der erneuerbaren Energien aufgenommen werden.

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