Montag, 17. Mai 2021
04.05.2021 07:35
Zuckerrüben

Zucker: Landwirtschaft über Entscheid erfreut

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Von: blu

Der Nationalrat steht hinter der Schweizer Zuckerproduktion. Dieser will den Mindestgrenzschutz für Zucker die Einzelkulturbeiträge bis 2026 gesetzlich verankern. Der Schweizerische Verband der Zuckerrübenpflanzer, die Schweizer Zucker AG und der Schweizer Bauernverband zeigen sich erfreut.

Der Nationalrat sprach sich am Montag mit 117 zu 66 Stimmen und bei 4 Enthaltungen dafür aus, Einzelkulturbeiträge an Bauern und Grenzschutz für Zucker gesetzlich zu verankern. Beide Elemente sind derzeit bis zum kommenden September auf Verordnungsstufe geregelt.

Angestossen hatte die Vorlage der frühere Bauernverbandsdirektor und Nationalrat Jacques Bourgeois (FDP/FR), mit Blick auf Entwicklungen in der EU. Die EU gab 2017 die Produktionsmengen frei und hob Exportbeschränkungen auf. Das brachte den Zuckerpreis in der Schweiz unter Druck und macht den Rübenanbau wirtschaftlich uninteressant.

Den Mindestgrenzschutz für Zucker will die Mehrheit im Nationalrat bei mindestens 70 Franken pro Tonne belassen, dies aber neu im Landwirtschaftsgesetz verankern. Beim Einzelkulturbeitrag will der Rat den heute ausgerichteten Beitrag von 2100 Franken pro Hektare und Jahr belassen. Er ergänzte ihn mit einem Zuschlag von 200 Franken für biologisch oder nach IP-Richtlinien angebaute Rüben. 

Der Schweizerische Verband der Zuckerrübenpflanzer, die Schweizer Zucker AG und der Schweizer Bauernverband sind mit den Entscheiden seht zufrieden. Dank der Fortsetzung der Unterstützung bleibe der Anbau und die Produktion von Schweizer Zucker in der Schweiz erhalten. Der Entscheid sei ein klares Bekenntnis zur hiesigen Zuckerbranche.

Die drei Organisationen weisen darauf hin, dass Schweizer Zucker 30% nachhaltiger produziert als Importzucker. Zudem sei er ein wichtiges Nahrungsmittel für die Selbstversorgung der Schweiz. Zum einen stand der Grenzschutz zur Debatte, der den einheimischen Zucker vor billigem, oftmals nicht nachhaltig produzierten Importzucker schützt.

Doch das Geschäft ist noch gesichert. Der Ständerat wird dem Entscheid des Nationalrat noch folgen müssen. Die Branche hofft, dass auch er sich von den Argumenten der gesamten Schweizer Zuckerbranche überzeugen lässt.

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3 Responses

  1. Ein schlechter entscheid…
    wiso soll der bund zahlen wenn die fabrik den preis für die Landwirte jahr für jahr senkt? Nun wird es so witergehen und die Fabrik sagt jedes mal die Landwirte veridinen ja noch genug. Und im jahr 2026 geht da gejammer der Fabrik wieder von vorne loss… es gehe nicht ohne blablabla

    1. Genau so! Die Zuckerpolitik ist ein Musterbeispiel der konzeptlosen, wirren Profiteuren-Politik. Wie lange schauen die Steuerzahler/Stimmbürger noch zu??

  2. warum muss der bund 2100 .-fr. bezahlen, wenn alle abnehmer unbedingt schweizer zucker wollen? sollen doch redbull,cola,nestle und die schokoindustrie korekte preise bezahlen. der markt entscheidet wird sonst auch immer gesagt. mit soviel geld könnte man auch klügere sachen finanzieren, die rübenbauern sind nicht unternehmer sondern bettler und almosenempfänger. die lohnunternehmer wird es freuen sonst hätten sie ihre tarife nach unten anpassen müssen.schlecht für boden und schlecht für die umwe

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