Mittwoch, 17. August 2022
29.11.2021 14:56
Smart Farming

Barto: Millionen und neuer Aktionär

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Von: blu

Die Smart-Farming-Plattform hat eine Aktienkapitalerhöhung durchgeführt. Die Plattform soll damit erweitert werden. Zudem stösst die Laveba Genossenschaft zum Aktionariat hinzu.

Die Digitalisierung wird auch in der Landwirtschaft immer wichtiger. Dabei spielen Plattformen eine wichtige Rolle, zum Beispiel jene von Barto.

4,3 Millionen

Diese soll einerseits den administrativen Aufwand verkleinern. Andererseits sollen die Daten des Betriebs für Planungs- und Managementaufgaben genutzt werden können. Barto nutzt die Smart-Farming-Plattform von 365FarmNet. Das Unternehmen ist eine Tochter des deutschen Landtechnik-Hersteller Claas. Die Fenaco wiederum ist über das Tochterunternehmen Serco Landtechnik AG Importeur von Claas für die Schweiz.

Die Plattform Barto möchte sich zur führenden Smart-Farming-Plattform für die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft weiterentwickeln. Sie wird von der Barto AG mit Sitz in Ostermundigen BE aufgebaut und betrieben. 

Um das Produktefolio zu erweitern, wurde an der ausserordentlichen Generalversammlung von Montag auf Antrag des Verwaltungsrates einer Aktienkapitalerhöhung von 628 zusätzlichen Aktien in der Höhe von 4,3 Millionen Franken zugestimmt. «Es handelt sich um die zweite Finanzierungsrunde des noch jungen Unternehmens», heisst es in der Mitteilung. 

Rinderfunktion

Eine Erhöhung war bereits bei der Gründung im 2018 vorgesehen. «Mit dem Entscheid zur Erhöhung wird das etappenweise Finanzierungskonzept für Barto planmässig umgesetzt», heisst es weiter. Die nächsten Ausbauschritte wurden bereits kommuniziert.

Barto umfasst zurzeit das Parzellenverzeichnis, den elektronischen Feldkalender, die Anbau- und Fruchtfolgeplanung, das Wiesen- und Auslaufjournal, die Suisse-Bilanz sowie Bausteine zur Maschinenkommunikation. Die mobilen Apps 365Crop, Praire App und UFA Gallo Support erlauben die Datenerfassung und -einsicht auf dem Feld und im Stall.

So soll unter anderem eine Rinderfunktion eingebunden werden. Die Zuchtorganisationen werden es Drittbausteinen ermöglichen, ihre Basisdaten zu nutzen – sofern die Landwirtin oder der Landwirt dem zustimmt. Weiter sollen die Pflanzenbau-Bausteine erweitert werden. «So können die Bäuerinnen und Bauern Informationen einmal eingeben und mehrfach nutzen», schreibt Barto.

10 Prozent an Laveba

Vergrössert wurde auch das Aktionariat. Neu hält die Ostschweizer Genossenschaft Laveba 10 Prozent von Barto. «Es ist kaum denkbar, dass in naher Zukunft ein Landwirtschaftsbetrieb ohne digitale Produktionsplanung, Dokumentation und anschliessende Nutzung der Daten auskommt», begründet Peter Bruhin, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Laveba, den Schritt.

Aktionäre

Aktienverteilung nach der Aktienkapitalerhöhung
Agridea 6,6 %, Braunvieh Schweiz 3,1 %, Fenaco 36,3 %, Holstein Switzerland 1,8 %, Identitas AG 23,8 %, Laveba Genossenschaft 10 %, Mutterkuh Schweiz 0,1 %, Schweizer Milchproduzenten 2,6 %,  Swissgenetics 10,5 %, Swissherdbook 5,2 %.

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One Response

  1. Neu wird uns Bauern wieder etwas schmackhaft gemacht. Schon bald wird es Pflicht. Alles wird sichtbar. Sobald der Staat auch noch aufspringt. wird abgezockt.

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