Montag, 17. Mai 2021
17.04.2021 06:31
Ernährung

Beginnt ein bioökonomischen Zeitalter?

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Von: ots

Am 28. und 29. April 2021 veranstaltet der Global Food Summit seine digitale Konferenz : «The Global Food Challenge» und sendet live aus den Wagner-Salons in München. Stephan Becker-Sonnenschein, Head and Founder, erklärt dazu.

Zukunft ist eine Geisteshaltung, und sie trägt einen Namen: Bioökonomie. Wir stehen heute da, wo wir es uns vor zehn Jahren nie hätten träumen lassen: Wir stellen essbare Proteine her, aus CO2, Bakterien und Energie, wir produzieren Salat im Weltall oder im Polareis und können mit Künstlicher Intelligenz zukünftige Geschmacksrichtungen und damit Absatzmärkte voraussagen.

Stehen wir also am Beginn eines bioökonomischen Zeitalters?

«Europa hat mit dem Green Deal den Weg in Richtung Bioökonomie konsequent beschritten. Aber was bedeutet dieser Richtungswechsel für Europa, gerade auch im Hinblick auf den atemberaubenden Fortschritt in den USA und im asiatischen Raum, was Lebensmittelinnovationen angeht? Und was bedeutet das für den globalen Süden? Fragen, die wir mit unseren Gästen diskutieren wollen,» so Stephan Becker-Sonnenschein.

Die Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber, wird mit ihrem digitalen Grusswort den Global Food Summit am 28. April 2021 eröffnen.

Globale Herausforderungen

Über die globale Zusammenarbeit internationaler Organisationen für eine bioökonomische Zukunftsperspektive, diskutieren u.a. Dr. Máximo Torero von der FAO, Oriana Romano von der OECD sowie Prof. Joel L. Cuello von der Universität von Arizona.

Die globalen Herausforderungen werden auch Thema sein beim Diskussionspanel unseres Medienpartners, der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ), am 29. April 2021. Hier wird Bernhard Kowatsch vom World Food Programme (WFP) zu Gast sein. Das WFP wurde 2020 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Weitere Gesprächspartner sind: Der neue Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech), Prof. Johann-Dietrich Wörner, sowie der CEO des EIT Food, Dr. Andy Zynga.

Spannendste Start-ups der Welt

«Ich freue mich auch die zwei derzeit vermutlich spannendsten Start-ups der Welt bei uns zu haben: Solar Foods aus Finnland, das aus CO2, Bakterien und Energie essbares Protein herstellt und Aleph Farms aus Israel, das aus Rinderzellen Steaks im Labor produziert und im 3D-Biodrucker druckt,» erklärt Stephan Becker-Sonnenschein weiter.

Daneben präsentieren sich in der Start-up-Session am 28. April 2021 vormittags Lebensmittelpioniere in den Bereichen Vertical Farming, Alternative Proteine und KI aus Südafrika, Deutschland, Israel und den Niederlanden. Moderiert wird diese Session von unserem Partner innovate! Osnabrück und dem Cluster Ernährung Bayern.

Städter produzieren selbst

Ganz besonders freuen wir uns auf die Gespräche mit dem Vorsitzenden der Singapur Food Agency, Lim Chuan Poh, und der Generaldirektorin Dr. Tan Lee Kim. Beide stellen uns die urbane Lebensmittelstrategie «30 by 30» der Regierung Singapurs vor. Singapur möchte 30 Prozent seiner Lebensmittel bis 2030 über Innovationen in der Stadt selbst produzieren.

Unser Partner, das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) aus Quakenbrück wird im Rahmen des Global Food Summit zwei Live-Panels mit internationalen Rednern beitragen. Am 28. April 2021 geht es um die Frage: «Was hat es mit dem Fleisch auf sich? Ansichten und Präferenzen der Verbraucher zur Reduzierung ihres Fleischkonsums».

Studien präsentieren

Am 29. April 2021 führt das DIL die IFOOD Innovation Lebensmittelkonferenz durch, u.a. mit Dr. Sergiy Smetana, Leiter der Gruppe Food Data am DIL.

Mit dabei ist auch die Universität Khulna aus Bangladesh mit drei studentischen Ledbensmittel-Innovations-Ideen. Die studentischen Gewinner des letztjährigen landesweiten Wettbewerbs zur Teilnahme am Global Food Summit melden sich in diesem Jahr digital und stellen ihre Abstracts vor.

Global Food Summit – Der Zukunft der Ernährung eine Stimme geben

In wachsenden Metropolen erwartet die Bevölkerung, gesund altern zu können und fordert, dass die Nachhaltigkeitsziele für 2030 entlang der Lebensmittelkette berücksichtigt werden.

Diese Ziele können wir mit neuen Methoden und Technologien erreichen, doch diese werden dramatisch verändern, was und wie wir essen.

Technologie und Lebensweise

Der Global Food Summit bringt jedes Jahr Experten aus Wissenschaft, Industrie, Verbänden, Politik und Medien zusammen, um zu diskutieren, wie neue Technologien unsere Lebensweise beeinflussen werden.

Eine Zusammenarbeit der University of California, Berkeley, der Universität Wageningen, der Bayerischen Staatsregierung, der Technischen Universität München, der Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und des Global Food Summit.

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