Mittwoch, 28. September 2022
17.06.2021 17:53
Energie

Bei Solar- und Windstrom auf den hinteren Rängen

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Von: sda

Bei erneuerbaren Energien hinkt die Schweiz den meisten europäischen Ländern hinterher: Bei der Pro-Kopf-Produktion von Solar- und Windstrom landet sie auf im Vergleich mit den umliegenden Ländern dem zweitletzten Platz.

Die Schweiz ist daran, den Anschluss bei diesen erneuerbaren Energien zu verpassen, wie eine neue Auswertung der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES) zeigt, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Stiftung ruft deshalb die Politik zum Handeln auf.

Nur so könne die Schweiz die Klimaziele erreichen und die Versorgungssicherheit gewährleisten. Gerade auch nach dem «CO2-Gesetz-Debakel» zeige sich, dass der nächste grosse klimapolitische Hebel – die Revision des Energiegesetzes – dringendst gut aufgegleist werden müsse.

In einer Kurzstudie verglich die SES die Pro-Kopf-Produktion von Sonnen- und Windenergie in der Schweiz und den 27 Staaten der Europäischen Union (plus Grossbritannien). Auf dieser Rangliste landet die Schweiz auf Platz 24, knapp vor Tschechien, Ungarn, Slowenien, der Slowakei und Lettland.

Im Vergleich mit den neun umliegenden Ländern landet die Schweiz auf dem vorletzten Platz. Nur 4,7 Prozent des Stromverbrauchs werden laut Mitteilung in der Schweiz mit den beiden neuen erneuerbaren Technologien erzeugt, in Dänemark zum Beispiel sind es 54 Prozent.

Auf dem Siegertreppchen im Ländervergleich 2020 stehen bei der Stromproduktion aus Solar-und Windkraft pro Einwohner Dänemark, gefolgt von Schweden und Irland. Deutschland wurde letztes Jahr von Irland auf Rang vier verdrängt.

Ausbauziele erhöhen

Laut SES müssten im neuen Energiegesetz insbesondere die Ausbauziele bei der Sonnen- und Windenergie klar erhöht werden, so dass diese im Einklang mit den Klimazielen seien. So soll bis 2035 die Jahresproduktion aus neuen erneuerbaren Energien um 35 bis 45 Terawattstunden erhöht werden. Das würde einer Steigerung um den Faktor 12 bis 17 gegenüber der heutigen Produktion entsprechen.

Der Nationalrat beschloss erst gerade am Mittwoch, neue Windenergie-, Kleinwasserkraft-, Biogas-, Geothermie- und Fotovoltaikanlagen ab 2023 mit einmaligen Investitionsbeiträgen zu fördern. Er hiess am Mittwoch eine entsprechende Vorlage gut. Es handelt sich um eine Übergangslösung. Die Vorlage geht nun an den Ständerat.

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