Samstag, 23. Oktober 2021
16.09.2021 11:40
Konjunktur

Bund für 2021 etwas pessimistischer

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Von: awp

Die Schweizer Wirtschaft dürfte sich laut den Ökonomen des Bundes im laufenden Jahr nicht gar so schwungvoll von der Coronakrise erholen wie bislang erwartet. Der Hauptgrund ist eine weniger dynamische Entwicklung der Weltwirtschaft.

Konkret rechnet die Expertengruppe des Bundes für 2021 mit einem Wachstum des realen Bruttoinlandproduktes (BIP) von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mitteilte. Vor drei Monaten hatte die Prognose noch auf plus 3,8 Prozent gelautet.

Kapazitätsengpässe begrenzen Wachstum

Begründet wird die tiefere Prognose mit dem Gang der Weltwirtschaft. Global werde die Erholung zunächst etwas weniger schwungvoll ausfallen, so das Seco. Kapazitätsengpässe begrenzten das Wachstum der weltweiten Industrieproduktion, und der Dienstleistungssektor leide in einigen Ländern unter verstärkten Corona-Massnahmen.

Getragen durch Aufholeffekte beim privaten Konsum und bei den Investitionen sowie durch ein deutliches Exportwachstum sollte die Schweizer Wirtschaft laut den Bundesökonomen in den kommenden Quartalen gleichwohl deutlich stärker wachsen als im historischen Mittel.

Im kommenden Jahr sollte die globale Konjunktur laut dem Seco an Fahrt gewinnen. Für 2022 prognostiziert die Expertengruppe nun denn auch ein leicht höheres BIP-Wachstum von 3,6 Prozent nach zuvor 3,5 Prozent.

Prognose für Arbeitslosenquote gesenkt

Leicht angepasst hat das Seco auch die Prognosen für die Arbeitslosenquote. Im Jahresdurchschnitt 2021 dürfte diese auf 3,0 Prozent sinken (3,1%), 2022 dann auf 2,7 Prozent (2,8%).

Bei der Inflation werden hingegen höhere Werte erwartet. So sei beim Landesindex der Konsumentenpreise 2021 mit einem Plus von 0,5 Prozent (0,4%) und 2022 von 0,8 Prozent (0,5%) zu rechnen.

Wie immer betont das Seco die Risiken für die Prognosen. So könnten Rückschläge bei der Entwicklung der Pandemie nicht ausgeschlossen werden. Stark einschränkende gesundheitspolitische Massnahmen würden massiv auf der Erholung lasten, heisst es in der Mitteilung.

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