Dienstag, 2. März 2021
26.06.2014 08:47
Energie

CH: Steigender Energieverbrauch

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Das kalte Wetter, die positive Wirtschaftsentwicklung und das Bevölkerungswachstum haben den Energieverbrauch im vergangenen Jahr in die Höhe schnellen lassen. 2013 stieg der Energieverbrauch um 2,5 Prozent auf 896’000 Terajoule.

Wegen der kalten Witterung wurde 5,4 Prozent mehr Heizöl extra-leicht, und
5,9 Prozent mehr Erdgas verbraucht, wie das Bundesamt für Energie am Donnerstag
mitteilte. Hingegen sank der Verbrauch von schweren Heizölsorten um 41 Prozent
und derjenige von Petrolkoks um 23 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der
Treibstoffverbrauch konstant. Allerdings wird Benzin nach wie vor immer mehr
durch Diesel ersetzt. Dies hatte 2013 zur Folge, dass 4,4 Prozent mehr Dieselöl,
dafür 4,5 Prozent weniger Benzin abgesetzt wurden.

Mehr
Energieholz genutzt

Genutzt wurden auch mehr erneuerbare
Energieträger, die zum Heizen gebraucht werden, etwa Energieholz (+9,4 Prozent),
Umgebungswärme durch Wärmepumpen (+11,8 Prozent), Fernwärme (+6,0 Prozent) und
Solarwärme (+10,3 Prozent). Mit einem Gesamtenergieverbrauch von 896’000
Terajoule lag der Endenergieverbrauch 2013 nur wenig unter dem Spitzenwert des
Jahres 2010 als 903’000 Terajoule verbraucht wurden. Wie 2010 gab es auch 2013
einen kalten Winter.

Ohne die Massnahmen der Energiestrategie 2050, die
bereits in Kraft sind – etwa Vorgaben zu Elektrogeräten oder Massnahmen bei der
Gebäudesanierungen – «wäre die Zunahme des Energieverbrauchs höher ausgefallen»,
erklärte BFE-Sprecherin Marianne Zünd auf Anfrage. Im langjährigen Vergleich ist
die Zunahme von 2,5 Prozent keine ausserordentlicher Ausschlag des
Energieverbrauchs. In den 1980er Jahren stiegt der Energieverbrauch regelmässig
an. Danach wechselten sich Minus- und Plusjahre immer wieder
ab.

Spitzenreiter Strom

Wie das BFE bereits im
April bekannt gab, erreichte im vergangenen Jahr der Stromverbrauch in der
Schweiz den zweithöchsten je gemessenen Wert: Er lag bei 59,3 Milliarden
Kilowattstunden. Im Vergleich zum Jahr 2012 stieg der Stromverbrauch um 0,6
Prozent.

Wie bei den anderen Energieträgern führte das BFE die Zunahme
ebenfalls auf das kalte Wetter und damit die Heizgradtagen zurück. Dabei wird
die Differenz zwischen Aussenlufttemperatur und der angestrebten
Innenlufttemperatur von 20 Grad ermittelt. Eine starke Zunahme der Heizgradtage
gab es etwa im kalten und nassen Monat Mai 2013.

 

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