Montag, 17. Mai 2021
16.04.2021 18:40
Energie

Corona: Tiefere Stromproduktion

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: sda

Die Corona-Pandemie hat den Stromverbrauch in der Schweiz im Jahr 20202 unter das Niveau des Vorjahres gedrückt. Er lag mit netto 55,7 Milliarden Kilowattstunden (kWh) um 2,6 Prozent tiefer als 2019. Erzeugt wurden netto insgesamt 65,5 Milliarden kWh, die Landeserzeugung sank um 2,7 Prozent.

Den Löwenanteil an die einheimische Stromproduktion liefert nach wie vor die Wasserkraft. Die Werke erzeugten im letzten Jahr 58,1 Prozent der in der Schweiz produzierten elektrischen Energie, wie das Bundesamt für Energie (BFE) am Freitag mitteilte. Insgesamt produzierten die Lauf- und Speicherkraftwerke praktisch gleich viel Strom wie im Vorjahr (+0,1%).

Einen deutlichen Abdruck in der Bilanz hinterliess der Wegfall des Kernkraftwerks (KKW) Mühleberg: die vier schweizerischen Kernkraftwerke produzierten 9,1 Prozent weniger Strom. Im Gegenzug stellt das KKW Gösgen mit 8,2 Terrawattstunden (TWh) einen neuen Produktionsrekord auf. Die KKW lieferten insgesamt noch 32,9 Prozent der gesamten Elektrizitätsproduktion. 9 Prozent entfielen auf konventionell-thermische und erneuerbare Anlagen.

Mit dem Minus von 2,6 Prozent bei der Stromproduktion wird annähernd der Rückgang des Bruttoinlandprodukts gespiegelt, der sich laut ersten provisorischen Ergebnissen auf minus 2,9 Prozent beläuft im Jahr 2020. Laut Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) wirkte sich die zweite Welle deutlich weniger auf die Wirtschaft aus als die erste im Frühling 2020.

Neben den Auswirkungen des Lockdowns haben sich laut BFE auch die Wirtschaftsentwicklung, die Witterung sowie Effizienzsteigerungen verbrauchssenkend ausgewirkt. Den Konsum leicht angekurbelt habe dagegen die wachsende Bevölkerung. Die Witterung hat zu einem Rückgang der Heizgradtage von 4,4 Prozent geführt. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Elektrizität betrug 6451 kWh.

Das BFE meldete zudem einen Exportüberschuss von 5,6 Milliarden kWh. 2019 betrug dieser noch 6,3 Milliarden kWh. Unter dem Strich resultierte ein Nettoerlös von 293 Millionen Franken für die ins Ausland verkaufte elektrische Energie. Im Jahr zuvor waren es noch knapp 400 Millionen.

Mehr zum Thema
Politik & Wirtschaft

Alternativen mit anderen Regelungen zur Begrenzung pro SAK wären aus Sicht des Bundes nicht zielführend. - Jonas Ingold Die Begrenzung von 70'000 Franken an Direktzahlungen pro Standardarbeitskraft (SAK) soll mit…

Politik & Wirtschaft

Die Minimierung des Einsatzes von Pestiziden ist ein sehr wichtiges Ziel. Die beiden Initiativen sind aber extrem und schiessen über das Ziel hinaus, sagt Schweizer Brauereiverband. - Schweizer Bauer Der Schweizer…

Politik & Wirtschaft

Ständerätin Johanna Gapany (FDP/FR) - Parlamentsdienste Die Mitglieder des noch jungen Verbands der Schweizer Lebensmittelverarbeiter der ersten Stufe Primavera haben die Freiburger Ständerätin Johanna Gapany (FDP) zu ihrer neuen Präsidentin…

Politik & Wirtschaft

Heinz Röthlisberger Im Umweltbereich hat der Bundesrat ein Verordnungspaket verabschiedet. Waldeigentümerinnen und -eigentümer sowie Sägereien werden in Zukunft im Wald Lagerplätze für Rundholz errichten können.  Die Lager müssen der regionalen Bewirtschaftung…

One Response

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE