Donnerstag, 28. Januar 2021
22.12.2012 15:31
Agrarwirtschaft

Das Jahr 2012 fiel für die Schweizer Landwirtschaft durchschnittlich aus

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Von: SBV

In einem Vorabdruck blickt der Schweizerischer Bauernverband (SBV) auf die Entwicklungen in diesem Jahr zurück. Bis auf die extreme Kälte im Februar und die weiterhin tiefen Preise für Schweine und Milch fiel das Jahr 2012 für die Schweizer Landwirtschaft durchschnittlich aus.

Durch und durch durchschnittlich – so lässt sich das Jahr 2012 in Kürzestform zusammenfassen. Ein extrem kalter Februar und eine nach wie vor sehr schlechte Situation auf dem Milch- und Schweinefleischmarkt ausgenommen.

Regelmässige Niederschläge und im Schnitt milde Temperaturen liessen die pflanzlichen Kulturen gut gedeihen, ohne Rekordernten hervorzubringen. Nach den Rekordmengen vom Vorjahr normalisierte sich beim Kartoffelanbau die Lage und auch bei den Zuckerrüben folgte auf die Rekordernte 2011 ein durchschnittliches Jahr mit einer deutlich tieferen Zuckerproduktion.

Schwierige Erntebedingungen

Der Krankheitsdruck war generell hoch, was sich unter anderem im Getreide- und Weinbau deutlich zeigte. Zudem erschwerte der regenreiche Frühsommer die Erntearbeiten bei Getreide, Beeren und Kirschen. Die Mengen und Qualitäten fielen kulturenübergreifend im guten Bereich aus. Bei der Zuckerrübenkampagne führte das Herbstwetter zu Verzögerungen und Ernteunterbrüchen. Am stärksten vom Wetter profitierte der Futterbau, die Silage- und Heuernte fiel sehr gut aus. Für den Winter 2013 ist dementsprechend gut vorgesorgt.

Angespannte Marktlage

Die Milchbauern und Schweinemäster litten unter der nach wie vor schlechten Marktlage. Die Preise bewegten sich weiter auf tiefem Niveau, wobei bei der Milch auf Ende Jahr ein leichter Preisanstieg bei tieferen Einlieferungen als im Vorjahr auszumachen war. Zudem zogen die Schweizer Milchproduzenten ihren Austritt aus der Branchenorganisation Milch zurück.

Tieferer Produktionswert

Der Produktionswert der Landwirtschaft ist um 1,9 Prozent auf 9,974 Milliarden Franken gesunken. Davon stammten 47.4% aus der tierischen und 42.4% aus der pflanzlichen Produktion. Die restlichen 10.2% brachten die landwirtschaftlichen Dienstleistungen und die nichtlandwirtschaftlichen Nebentätigkeiten ein. Die Bruttowertschöpfung sank um 4,0% auf 3,682 Mia. Franken.

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