Donnerstag, 30. Juni 2022
20.05.2022 15:35
Käse

Dieser Alpkäse hat ein Problem

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Von: sal

Der Glarner Alpkäse AOP wird als Halbhartkäse gefertigt. Mit der Reifung wird er hart. Also müsste er umdeklariert werden. 

Nicht selten kommen an Versammlungen die interessantesten Punkte erst unter «Varia». So war es auch an der Versammlung der Vereinigung der AOP und IGP in Bern.

Albrecht Rhyner, der Geschäftsführer der Käsegenossenschaft Glarona, der knapp 30 Produzenten von Glarner Alpkäse AOP als Genossenschafter angehören, ergriff das Wort. Er berichtete, dass der Kanton Glarus die Lebensmittelkontrolle an den Kanton Graubünden ausgelagert habe. Nun habe ein Kontrolleur von dort festgestellt, dass ein Glarner Alpkäse AOP in einem Laden nicht richtig deklariert gewesen sei.

Und zwar sei es so, dass der Glarner Alpkäse AOP gemäss Tradition und Pflichtenheft als Halbhartkäse hergestellt wird. Bei der Konfektionierung für den Detailhandel wird er als Halbhartkäse angeschrieben, mit Haltbarkeit von 12 Monaten. Irgendwann nach vier bis sechs Monaten Reifung (je nach Alp und Jahr) hat der Alpkäse aber so viel Wasser verloren, dass er gemäss Lebensmittelrecht als Hartkäse gilt.

«Ein grosser Kunde verlangt nun von uns die Lösung dieses Problems. Wir könnten unseren Alpkäse mit Haltbarkeit von vier Monaten anschreiben und wären danach nicht mehr im Sortiment. Oder wir könnten die Produktion ändern, sodass er von Anfang an ein Hartkäse ist», sagte Rhyner.

Er bat die anwesenden Experten und Ständerat Benedikt Würth (Mitte, SG), den Präsidenten der AOP-IGP-Vereinigung, um Hilfe. Wie Rhyner an der Versammlung sagte, hat nicht nur der Glarner Alpkäse AOP dieses Problem. Vermutlich meinte er damit Bündner Alpkäse und den Tessiner Alpkäse AOP, die auch Halbhartkäse sind.

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