Freitag, 22. Januar 2021
25.11.2020 08:05
Deutschland

Erlösanteil nur noch bei 22 Prozent

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Von: AgE

 Ein immer geringerer Teil dessen, was die Konsumenten in Deutschland für Nahrungsmittel bezahlen, kommt bei den landwirtschaftlichen Betrieben an.

Wie das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) in der vergangenen Woche berichtete, betrug der Anteil der Agrarproduzenten an den Verkaufserlösen im Jahr 2019 nur noch rund 22 %. Im Jahr 1980 war er noch fast doppelt so hoch gewesen.

Obwohl die Werte von Jahr zu Jahr stark schwanken, ist laut BZL eine deutliche Tendenz erkennbar. Bei Eiern etwa habe der Anteil in den 1980er-Jahren niemals unter der Marke von 70 % gelegen; 2019 habe dieser aber nur noch 43 % betragen.

Einzig bei Kartoffeln habe sich das Verhältnis zwischen Produzentenpreis und Konsumentenpreis in den vergangenen zehn Jahren für die Landwirte wieder deutlich positiver entwickelt, zumindest gegenüber den 2000er-Jahren, so das Bundesinformationszentrum.

Laut der vom BZL veröffentlichten Infografik erhöhte sich bei den Kartoffeln der Erlösanteil der Produzenten an den Konsumentenpreisen von 26 % im Jahr 2000 auf 36 % im vergangenen Jahr; 1980 hatte er sich allerdings noch auf 45 % belaufen.

Bei Fleisch verringerte sich der Erlösanteil im Zeitraum 1980 bis 2019 um die Hälfte auf 22 %, bei Milch von 56 % auf 39 % und bei Brot von 15 % auf lediglich 4 %. 

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