Montag, 6. Dezember 2021
24.11.2021 10:02
Studie

Freiwilligkeit führt nicht zu Netto-Null

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Von: sda

In der Schweiz ist die geplante vollständige Reduktion der Treibhausgas-Emissionen auf Null bis im Jahr 2050 nicht allein über Eigenverantwortung und freiwillige Massnahmen erreichbar. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).

Wenn sich alle Einwohnerinnen und Einwohner des Landes im persönlich beeinflussbaren Bereich optimal klimafreundlich verhalten würden, könnten die Emissionen etwa um die Hälfte gesenkt werden, hiess es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie im Auftrag der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES). Die restlichen Reduktionen erfordern demnach politische Massnahmen.

Vollständig vegan ernähren

Die Reduktion der Treibhausgasemissionen um die Hälfte über freiwillige Massnahmen würde voraussetzen, dass alle in der Schweiz lebenden Personen freiwillig auf Dreiviertel aller Flüge verzichten, den allgemeinen Konsum auf einen Viertel reduzieren, sich vollständig vegan ernähren, die Nahrungsmittelabfälle im Haushalt eliminieren, nicht mehr Auto fahren oder nur noch mit erneuerbaren Energien angetriebene Wagen und in einer Wohnung mit Heizung aus erneuerbaren Energien wohnen würden.

Die Studie kommt zum Schluss, dass realistischerweise letztlich gerade mal ein Fünftel der Schweizer Treibhausgasemissionen durch freiwillige Entscheidungen vermieden werden können. Der Rest, also vier Fünftel, müsse mit politischen Massnahmen adressiert werden. Der Fussabdruck der Treibhausgase, welche jede und jeder in der Schweiz durchschnittlich emittiert, entspricht 13,6 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr.

Ausserhalb persönlicher Entscheidungskompetenz

Viele Klimaschutzhebel lägen ausserhalb der persönlichen Entscheidungskompetenz einzelner Bürgerinnen und Bürger, hiess es in der Studie. Dazu zählten etwa die öffentliche Infrastruktur, Dienstleistungen wie Polizei, Armee, Gesundheitswesen, Beratungs- sowie Transportunternehmen, aber auch die Landwirtschaft. Zudem könnten etwa alle Mieterinnen und Mieter (rund 57 Prozent der Bevölkerung) nicht selbst entscheiden, wie ihre Wohnungen beheizt würden.

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15 Responses

  1. Das Klima wird NICHT durch CO2 bestimmt, sondern durch die langjährigen Wetterzyklen. https://www.youtube.com/watch?v=c2E8CvYoXJg
    Die Panikmacher-Klimamodelle der Gegenwart können das Klima der Vergangenheit nicht widerspiegeln, wie viel weniger das Klima der Zukunft. Warum werden wir ständig angelogen? Warum ist die sda nicht fähig, zu erkennen, was wahr ist und was nicht?
    CO2 und Klimaerwärmung brachten uns Vegetationszuwachs von 20 Mio km2!

  2. Hab`s mir doch gedacht. Eike -Institut, da wird gleich der Bock zum Gärtner gemacht. Die haben jetzt absolut null Ahnung von den Vorgängen betreffend Klima, und so erreichen sie auch Menschen, die nicht unbedingt den Anspruch haben sich irgendwie bewegen zu müssen, um der Klimaerwärmung entgegentreten. Wieso auch, gibt ja keine 🙁

  3. @Ueli Nebiker
    Wie kommt deine Beurteilung über EIKE zustande?
    Hast du mal einen Beitrag angeschaut?
    Oder hast du einfach unkritisch die Kritik an EIKE übernommen?
    Das sind keine Verschwörungstheoretiker. Sie haben einfach eine andere Sicht. Das reicht heute um auf den Scheiterhaufen geworfen zu werden.

  4. Eisfreie Alpen in der Vergangenheit.
    Prof. Christian Schlüechter, Emmentaler Bauernsohn, hat Baumstämme und Torf unter zurückweichenden Gletschern gefunden. Das bedeutet, dass die Vegetationsgrenze mal viel höher war als jetzt.
    Kein Klimamodell kann bis jetzt diese Tatsache nachbilden. Aber solche Modelle sollen die Zukunft vorhersagen? Kritik ist gerechtfertigt.

  5. Ueli, die Frage ist nicht, ob es eine Klimaerwärmung gibt oder nicht. Sondern die Frage ist, ob das CO2 entscheidend ist. Ist es eben nicht!
    Denn das Kima der vergangenen Jahrzehnte kann OHNE CO2, nur anhand der langjährigen Zyklen, erklärt werden.
    Die Klimamodelle des IPCC geben dem CO2 und den übrigen „Treibhausgasen“ eine prominente Stelle, die sie nicht verdienen. Denn, kalibriert an der Vergangenheit, versagen diese Modelle des IPCC völlig.
    Wie Prof. C.-O Weiss sagt: „Junk in, Junk out!“

  6. Macht doch einfach mal einen Faktencheck zu den Behauptungen und Quellenangaben von Beat. Es würde den Rahmen in diesem Forum sprengen, wenn ich jetzt auf alles eine Antwort geben würde. Seine „Umweltinstitute“ sind allesamt von rechts aussen, oder der Erdölindustrie gesponsert. Merkt ihr was? Die Ratten von Hameln lassen Grüssen.

  7. Aufgrund der Behauptung betreffend Spenden, wurde EIKE von den Behörden mit Hausdurchsuchungen überprüft. Fazit: Es sind keine Spendengelder aus der Ölindustrie geflossen.
    Die Behauptung „rechtsaussen“ ist ein aufgedrückter Stempel. Der einzige Referent mit politischem Hintergrund ist der ehemalige Hamburger Senator Fritz Varenholt, SPD.

  8. Ignoranz ist die Kunst, mit offenen Augen nichts sehen zu wollen.
    Mit Faktencheck meine ich, die Informationen aus neutralen Quellen zu sammeln, nicht auf euren Schwurblerseiten.
    Eike wird zu einem grossen Teil vom Heartland- Institute unterstützt = Öl und Kohlelobby.

  9. Danke Ueli, für die Definition von Ignoranz.
    Wenn Klimamodelle, zwecks Zielvorgabe, die mittelalterlichen Warmphasen ausblenden (kann faktengecgeckt werden), ist das tatsächlich Ignoranz.
    Wenn zur Stützung der Argumente Beleidigung und Ausgrenzung nötig sind, ist das wohl Arroganz.
    Zeig doch ein Klimamodell, welches auch die Warmphasen der Vergangenheit abbildet und das Thema ist erledigt.

  10. Danke für den Link. Diese Information ist interessant. Diese andere Gewichtung war mir nicht bekannt.
    Aber das Modell, das die vergangenen Warmphasen wie die eisfreien Alpen reproduziert, steht immer noch aus.
    Dein Beispiel zeigt, dass es laufend neues Wissen gibt, das in die Modelle einzufliessen hat. Die selektive Auswahl von Wissen, trägt allerdings nichts zur Glaubwürdigkeit bei.
    Warum gibt es von Knutti keine Stellungnahme zu Schlüechter?
    Die Abwehrhaltung des IPCC ist nicht rational.

  11. Ueli, dass Grönland, Grünland, grün war, müsstest du oder deine Klimapäpste vom IPCC auch noch erklären. Wer hat damals CO2 ausgestoßen, dass Grönland grün wurde?

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