Montag, 17. Mai 2021
14.04.2021 07:13
Klimawandel

Kimawandel: Humusaufbau als effiziente Gegenmassnahme 

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Von: aiz

Zählen Wälder zu den grössten Kohlenstoffspeichern der Erde, nehmen auch landwirtschaftliche Flächen grosse Mengen an CO2 auf, die über die Erhöhung des Humusgehaltes noch gesteigert werden können.

Im Rahmen der europaweiten Forschungsinitiative für nachhaltige Bodenbewirtschaftung „EJP SOIL“ arbeiten Bodenforschungsteams aus 24 Ländern an gemeinsamen Lösungen gegen den Klimawandel. „Durch die 4-Promille-Initiative im Zuge der UN-Klimakonferenz in Paris ist die Umsetzungsmöglichkeit von Klimaschutz durch Humusaufbau erstmals in den Fokus gerückt. „Wenn wir den Kohlenstoffgehalt in unseren Böden um 4 Promille jährlich erhöhen könnten, wäre es möglich, den jährlichen, von Menschen verursachten CO2-Ausstoß einzufangen“, betont Sophie Zechmeister-Boltenstern von der Universität für Bodenkultur Wien (Boku).

„Wenn es gelingt, Humus in Böden nachhaltig anzureichern, kann CO2 aus der Luft langfristig gespeichert werden. Es wird damit die Bodenfruchtbarkeit verbessert und gleichzeitig die Klimastabilisierung begünstigt“, so Zechmeister-Boltenstern weiter. Ein Ziel des Joint-Programms „EJP SOIL“ ist, Verständnis zu schaffen, wie unter verschiedenen Klima-, Boden- und Grundgesteinsbedingungen Humus am besten im Boden gespeichert werden kann. Dafür soll ein Netzwerk von Versuchsflächen und Bodenuntersuchungslaboren in Europa aufgebaut werden, das nach gleichen Prinzipien arbeiten und eine europaweite Datenbank erstellen soll.

„Das Projekt kann die Landwirtschaft grundlegend verändern“, gibt sich Zechmeister-Boltenstern zuversichtlich. „Wenn es uns in den ersten fünf Jahren gelingt, nur ein Drittel von den aktuellen Wissenslücken zu füllen, können wir den Landwirten neue Methoden zur Verfügung stellen, die ihnen für ihre Bodenbewirtschaftung Vorteile bringt und gleichzeitig die Umwelt und das Klima schützt.“

Die EU fördert die Bodenforschung und die dazu notwendige gemeinsamen Infrastruktur im Joint-Programm „EJP SOIL“ mit 80 Mio. Euro. Die österreichischen B5-Partner Boku, AGES, Umweltbundesamt, BFW und BAW geben beim Online-Informationstag „Boden-Klima-Zukunft“ am 16. April einen tieferen Einblick in das EU-Programm „EJP SOIL“ und die entsprechenden österreichischen Aktivitäten.

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10 Responses

  1. Dieses Denken, dass CO2 die Klimaerwärmung bestimmt, ist einfach falsch. CO2 wird je nach Temperatur hauptsächlich (zu 97%) von der Natur (Meere,.,..) abgegeben oder absorbiert. CO2 ist ein ungiftiger und absolut notweniger Pflanzennährstoff, der mit 400 ppm noch lange nicht im Optimum vorhanden ist.
    Hört euch William Happer an, der bringt – leider nur auf Englisch – Argumente für die Nützlichkeit und völlige Unschädlichkeit von CO2.

    1. Klar, es gibt eine Korrelation zwischen CO2 und Temperatur, aber keine Abhängigkeit und dieses einfache Prinzip verstehen Wissenschafter nicht, weil sie den beschränkten Menschenverstand für ihre Analysen einsetzen und nicht aus dem Herz und dem Zugang zu unbegrenztem Wissen über die Intuition schöpfen. Die meisten Menschen plappern dann nach, was diese sagen, inkl. Politikern. Aus dieser Sicht ist das aktuelle Human-Reduktions-Programm vielleicht sogar ein Segen.

      1. Bitte erklär mal den Unterschied zwischen „Korrelation“ und „Abhängigkeit“. Und worin liegt dieses „einfache Prinzip“? Und wieso haben Wissenschaftler einen beschränkten Menschenverstand (und du weissst Allses, kapierst Alles)? Und erklär mir mal „.. nicht aus dem Herz und dem Zugang zu unbegrenztem Wissen über die Intuition schöpfen ..“. Werd doch konkret und schwurbel da nicht rum.

        1. Da hat es einen riesigen Unterschied zwischen Korrelation und Abhängigkeit. Korrelation heisst, dass sich zwei Barometer ähnlich entwickeln, also wenn a steigt, steigt in den meisten Fällen b auch. Das bedeutet aber nicht, dass sie voneinander abhängen. Abhängigkeit ist, wenn a den Anstieg von b auslöst. Wer das begreift, ist einen grossen Schritt weiter. Weshalb Wissenschafter beschränkt sind, liegt auf der Hand. Sie nehmen ausschliesslich den logischen Menschenverstand als Basis.

          1. Der Menschenverstand ist also beschränkt, darin sollten wir uns einig sein, vor allem, wenn man die ungeheuerliche Intelligenz der Natur und ihrer Komplexität als Vergleich nimmt. Wer also nur Menschenverstand gebraucht, kann nur beschränkte Ergebnisse liefern. Wer sich der universellen Intelligenz über Intuition öffnet, hat Zugriff zu viel Höherem. Erklär mir nun, was schwurbeln ist, ganz konkret.

          2. Nein, ich weiss nicht alles und besser, aber ich lasse es zu, mir Wissen über die Intuition zukommen zu lassen, also auf das universelle Wissen zuzugreifen. Das kann jeder, da bin ich nicht besser als andere.

        2. Wenn die Temperaturerhöhung auf der Erde vom CO2 abhängig wäre, dann müsste mit steigendem CO2 auch immer die Temperatur steigen. Dass das nicht der Fall ist, wird deutlich bewiesen durch die Temperaturentwicklung im letzten Jahrhundert. Die (falschen) Prognosen sagen aber, dass wir das CO2 reduzieren müssten, damit sich auch die Temperatur nicht so stark erhöht. Wenn CO2 in der Vergangenheit nicht für erhöhte Temperatur verantwortlich war, ist es auch nicht in der Zukunft dafür verantwortlich.

    2. Siehst du Beat, ich habs ja gesagt, an anderer Stelle, dass du vom Boden so gar nichts verstehst. Würdest besser beim Thema bleiben als deine immer gleiche Leier runter zu labern. Aber du bist entschuldigt, du hast es nicht gelehrnt und auch nicht dazu gelernt, was gesunder Boden denn wirklich ist, wo Humusaufgebaut wird. Du wirst das mit deiner Schweinemast- und Muttekuh-Gülle nie fertig bringen, wenn du nicht bereit bist um zu denken. Aber hier dauernd etwas schreibst von du keine Ahnung hast.

      1. Othmar, ich habe geschrieben, dass CO2 nicht DAS Problem ist (vielmehr dass CO2 gut für das Pflanzenwachstum ist) und dass es deshalb keine Gegenmassnahmen braucht (weder Verzicht auf Erdöl, Erdgas, noch CO2-Steuern). Ich habe also nicht über den Boden, sondern über das CO2 und das Klima geschrieben.
        Dass der Boden wichtig ist und dass dazu Sorge getragen werden muss und der Humusaufbau gefördert werden soll, ist unbestritten.
        Ich schrieb also nicht über Dinge, von denen ich keine Ahnung habe.

      2. Also, Othmar, ich blieb beim Thema (CO2, Klima). Du bleibst hier auch mal beim Thema (Boden), aber wählst den falschen Bezugspunkt (du greifst mich an, obwohl ich auch beim Thema bleibe und – du gehst nicht wirklich auf meinen Kommentar ein, sondern bringst immer die gleiche Leier vom gesunden Boden). Eine Diskussion wird dann mühsam, wenn man sich nicht an solche grundlegenden Regeln halten kann: 1. Zum Thema schreiben, 2. nur mit Begründungen und 3. konkret und konstruktiv kritisieren.

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