Samstag, 5. Dezember 2020
21.10.2020 11:15
Einkommen

Landw. Angestellte wollen mehr Lohn

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Von: blu

Der Zentralvorstand der Arbeitsgemeinschaft Berufsverbände Landwirtschaftlicher Angestellter (Abla) tagte am Montag. Dabei wurden die Lohnforderungen festgelegt. In sämtlichen Lohnklassen wird eine Erhöhung gefordert.

Bei der Abla handelt es sich um die Dachorganisation der kantonalen Berufsverbände der landwirtschaftlichen Angestellten. Ihre Mitglieder sind gemäss eigenen Angaben Frauen und Männer, die im Gemüsebau, Weinbau, Obstbau und in Forstbetrieben tätig sind. Weitere Mitglieder sind Alphirten, Betriebshelfer und Angestellte in landwirtschaftsverwandten Berufen wie beispielsweise Landi-Mitarbeiter.

Abla will «klares» Zeichen

Die Abla fordert für sämtliche Lohnklassen eine Erhöhung. Die Löhne müssten «unbedingt den heutigen Gegebenheiten angepasst werden», hält die Organisation fest. Die deshalb, um die Attraktivität für ausgebildete Schweizer Arbeitskräfte zu erhöhen.

Die Abla will mit setzt ihren Lohnforderungen ein «klares» Zeichen. Die Arbeitsbedingungen müssten gerechtet werden. «Es ist längst an der Zeit, dass sich etwas ändert», so die Botschaft der Abla. 

100 bis 200 Franken

Das Lohnsystem ist insgesamt in acht Klassen (siehe Bildstrecke Richtlöhne 2020), nach Ausbildung, Funktion und Berufserfahrung, unterteilt. Die Abla fordert nun für die höheren Klassen (Stufe 5 bis 8) eine Lohnerhöhung von 200 Franken je Stufe und je Monat.

Für die Stufen 1 bis 4 erachtet die Abla eine Erhöhung von 100 Franken als gerechtfertigt. Den Unterschied erklärt die Abla vor allem mit der Ausbildung. «Es handelt sich hierbei um saisonale und ungelernte Arbeitskräfte, die nach Saisonende wieder in ihre Heimatländer zurückkehren. Die dortigen Lebenshaltungskosten sind um ein Vielfaches tiefer als in der Schweiz», heisst es in der Mitteilug. Zudem fliesse deren Lohn von der Schweizer Wirtschaft ab.

Die Abla begründet die Forderung für eine deutliche Lohnerhöhung wie folgt: 

  • Der durchschnittliche Verdienst in der Schweizer Landwirtschaft betrug gemäss Abla im Jahr 2019 74’500 Franken für die Landwirte. Dieser sei somit um «satte» 5% angestiegen, schreibt die Abla.
  • Die steigenden Krankenkassenprämien bedeuten für die Arbeitnehmer in der Landwirtschaft eine zusätzliche finanzielle Belastung. 
  • Als weiteren Grund für die Erhöhung nennt die Abla den fehlende 13. Monatslohn in der Landwirtschaft. Dieser sei in den meisten Branchen bereits Standard.

 

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