Montag, 17. Mai 2021
16.04.2021 08:08
Agrarpolitik

«Mehr an fetten Negativschlagzeilen interessiert»

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Von: lid

An der digitalen Delegiertenversammlung des Zürcher Bauernverbandes (ZBV) waren die Sachgeschäfte unbestritten und der Abstimmungskampf zu den Agrarinitiativen wurde breit lanciert. Martin Haab kritisierte die aktuelle Rolle der Medien.

Martin Haab begrüsste die Delegierten zu seiner ersten Versammlung als ZBV-Präsident und zog einen Rückblick auf diverse Vorstösse, welche die Landwirtschaft betreffen, wie der ZBV mitteilt. Er stelle fest, dass die Presse mehr an fetten Negativschlagzeilen als an fundierten Recherchen interessiert sei.

Das Parlament habe in der Frühjahrssession für die Zukunft der Landwirtschaft wegweisende, aber auch einschneidende Entscheide gefällt. Medial sei aber nur die Sistierung der AP22+, verbunden mit einer Verweigerung zu Veränderungen, kommuniziert worden. Es sei zentral, dass in den nächsten Wochen die tatsächlichen Entscheide vermehrt in den Vordergrund der Diskussionen gestellt würden

.SBV-Präsident Markus Ritter bedankte sich für den Einsatz und die gute Zusammenarbeit und betonte die Wichtigkeit der immensen Verbandsarbeit im bevölkerungsreichsten Kanton. Auch er brachte deutlich seinen Unmut über die teilweise tendenziöse Arbeit der nationalen Medien zum Ausdruck, wie der ZBV schreibt. Er ermutigte zum geschlossenen und überzeugten Auftreten der Schweizer Landwirtschaft gegen die beiden extremen Agrarinitiativen.

Geschäftsführer Ferdi Hodel präsentierte den Delegierten die Massnahmen der Vor- und Hauptkampagne gegen die beiden Initiativen. Hodel stellte erfreut fest, dass die Zürcher Landwirtschaft nahezu geschlossen gegen die Trinkwasser-Initiative eintritt. 

Entscheide der Versammlung

Fünf von sechs Geschäften der Versammlung wurden von den 204 teilnehmenden Delegierten ohne Gegenstimmen angenommen, nur bei den Mitgliederbeiträgen 2021 gab es zwei Gegenstimmen.

Als Ersatz im Vorstand für den zurückgetretenen Bezirkspräsidenten Uster, Ivan Rüegg aus Mönchaltorf wurde Michael Bachofen, Maur einstimmig gewählt

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11 Responses

  1. So ist es. Die Medien tun im Grossen Ganzen ihre Arbeit nicht korrekt. Sie sollten ausgewogen und fair berichten. Das tun die nicht. Das ist schädlich für die Demokratie, für die Meinungsbildung, für die Wahrheitsfindung. Es ist bestimmt viel schädlicher als 0.1 Mikrogramm Chlorothalonil im Trinkwasser. Aber wer soll über diese Verzerrung und diesen Schaden berichten. Die Massenmedien selber? Nein, die alternativen Medien, die sogenannten Verschwörungstheoretiker.

    1. Genau so ist es. Als Verschwörungstheoretiker von den Medien bezeichnet zu werden, ist eher ein Kompliment und zeigt, dass man noch selber denken kann und den Schrott der Medien nicht glaubt.

    2. Ich frage mich nur wer die Verschwörungstheoretiker sind, die welche jedes Jahr noch mehr Gift in das Trunkwasser verteilen, und behaupten das mache nichts, oder die welche sagen man müsse endlich beginnen damit aufhören!

      1. Wir haben weniger Schadstoffe im Trinkwasser als vor 20 Jahren. Also auch hier: Falschinformationen von den Massenmedien und dadurch Fehlinterpretationen der Leser.

        1. Mag sein, dass die Filter für das Trinkwasser besser geworden sind, aber in den Fliessgewässer und im Meer sind immer mehr und mehr verschiedene Giftstoffe. Viele Bauern bewässern nicht mit Trinkwasser, sondern mit Fluss oder Seewasser das nicht gefiltert ist. Und über die Luft werden die Abdrifte sogar über die Berge getragen. Die TWI ist ein Anfang, da gibt es noch viele andern Verschmutzter die nachziehen müssen!

          1. Was jährlich den Rhein hinunterfliesst:
            64,8 t Industrie-/Haushaltschemie
            19,8 t künstlichen Süssstoffe
            16,9 t Arzneimittel
            0,9 t Pflanzenschutzmittel
            99% kommt also nicht aus der Landwirtschaft. Warum, Christian Schwarz, beginnst du deine Kritik nicht bei den grossen Playern (Industrie /Haushaltchemie)?
            Quelle: „6 Fakten zur Trinkwasser-Initiative (für sauberes Trinkwasser und
            gesunde Nahrung)“ Die Grüne vom 21.3.21

  2. Es wäre zu begreifen, wenn private Medien aus Sensationslust und Auflagensteigerung fette Schlagzeilen schreiben. SRF kann ausgewogen berichten : Rundschau 3.2. Thema Wolf. Blöd nur , dass dieser Beitrag nicht vor der Abstimmung zum Jagdgesetz gesendet wurde. Eine ausgewogene Berichterstattung aller Sendeformate, hätte sicher zu einem Ja geführt. Kassensturz hat vor Jahren eine Sondersendung zum Thema PSM gemacht. 2 Gmüesler aus dem Züriunterland, einer Bio ; konnten Ihre Produktionsweisen

    1. darlegen. Begleitet von wissenschaftlichen Fakten, sauber berichtet. Leider bleibt das eine Ausname. Tele Top hat Ende März eine Woche lang über PSM berichtet ( Top Fokus ) . Bemerkenswert sind die Aussagen des Leiters des toxikoligeschen Institut Zürich : eine effiziente Landwirtschaft braucht PSM ! Diverse Umweltvebände orchestrieren das mediale Sperrfeuer auf die Bauern und Bäuerinnen, die Meinungsmacher vom Leutschenbach sind nur allzu oft dabei.

  3. Der Ritter will nicht begreifen, wenn er von „extremen Agrarinitiativen“ palavert, dass die Bauernlobby sich das schlechte Image vom „Gift im Teller“ selbst eingebrockt hat. Milch trinken wir schon lange nicht mehr, als wir merkten, dass wir Menschen keine Kälber sind. Antibiotika vom Schwein brauchen wir auch nicht. Und das Rindfleisch? Lieber Nein. Ein Apfel-Bauer sagte vor Jahren zu mir: „Meine Apfel für den Grossverteiler würde ich niemals selbst essen!“
    en Guete!
    Rudolf

    1. Und was palaverst du, Rudolf? Das Image kommt von feindlichen Medien und Leuten wie dir.
      1. „Milch trinken wir schon lange nicht mehr“ von wem redest du da? von dir? von deiner Familie? von den Schweizern? Nicht nur Kälber trinken Milch, sondern auch Menschen. Menschen sind nicht Wiederkäuer, sondern „Allesfresser“.
      2. Antibiotika vom Schwein: Antibiotika-Einsatz wurde sehr stark minimiert.
      3. Gespritzte Äpfel: Der Markt bietet an, was der Kunde will. Der Kunde darf auch Bio-Äpfel kaufen.

    2. Warum kommt mir bei Kommentaren, die die Landwirte kritisieren und für die das tägliche Essen offensichtlich selbstverständlich ist („satte“) der folgende Bibelvers in den Sinn?
      Sprüche 30,21-22: „Unter drei Dingen zittert ein Land, und unter vieren ist es ihm unerträglich:
      Unter einem Knecht, wenn er zur Königsherrschaft kommt, unter einem schändlichen Narren, wenn er mit Brot gesättigt ist,…“
      Treffende Aussage. Folgen für das Land, Politik: Unruhe, Unfriede, unnötige Diskussionen.

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