Sonntag, 7. März 2021
21.11.2011 16:11
Detailhandel

Unia kritisiert Arbeitsbedingungen bei Migros Genf

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Von: sda

Die Gewerkschaft Unia kritisiert die Arbeitsbedingungen bei der Migros Genf. Diese hätten sich durch den Stellenabbau im laufenden Jahr verschlechtert. Der Druck auf die Angestellten sei gestiegen. Dabei schreibe die Migros Genf trotz der Frankenstärke immer noch Gewinne.

Bereits zwischen 2008 und 2010 sei der Personalbestand der Migros  Genf um 2,6 Prozent gesunken, sagte Unia-Sekretär Joël Varone am  Montag vor den Medien in Genf. Seit Januar dieses Jahres seien  bereits 100 Stellen durch Pensionierungen, Abgänge oder Entlassungen  abgebaut worden.

25 weitere Stellen stünden noch zur Streichung an. Das sei eine  Reduktion des Personalbestands um 3,4 Prozent im laufenden Jahr,  sagte Varone. Diese Massnahmen begründe die Migros mit der  Frankenstärke und den Preissenkungen.

Dabei habe der Migros-Konzern in den letzten drei Jahren 2,4 Mrd.  Fr. Gewinn erzielt. Davon stammten 25 Mio. Fr. von der Migros Genf.  Die Streichung von 125 Stellen bringe Einsparungen von 8 Mio. Fr.  auf dem Rücken der Angestellten, ohne die Gewinne zu gross zu  beeinträchtigen, beklagte Varone.

Zurück zu einer Sechs-Tage-Woche für gewisse Mitarbeitende,  flexible Arbeitszeiten, geforderte Vielseitigkeit, Druck: Die  Verschlechterung der Arbeitsbedingungen sei schädlich für die  Gesundheit der Angestellten.

Die geplante durchschnittliche Lohnerhöhung um 0,5 Prozent für  nächstes Jahr mache rund 20 Fr. pro Monat aus. Damit würden die  Löhne praktisch eingefroren, beklagte die Unia, die an den  Lohnverhandlungen nicht teilnimmt.

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