Dienstag, 9. August 2022
02.08.2022 14:20
Bezahlen

Zahlungsmittel: Karte verdrängt Bargeld

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Von: awp

Für viele Schweizerinnen und Schweizer ist das Kärtli die erste Wahl beim Bezahlen. Debitkarten werden hierzulande mittlerweile häufiger benützt als Bargeld.

Die wichtigsten Zahlungsmittel sind die Plastikkarten. Mehr als die Hälfte der Befragten will nicht ohne Debit- oder Kreditkarte auskommen, wie der Vergleichsdienst Moneyland in einer am Dienstag veröffentlichten Studie schreibt. Demnach ist für 28 Prozent der Befragten die Debitkarte und für 24 Prozent eine Kreditkarte unverzichtbar. Für 71 Prozent der Befragten sind beide Karten zudem eher oder völlig unverzichtbar.

Dagegen ist nur noch für 30 Prozent der Befragten Bargeld völlig unverzichtbar. Im letzten Jahr waren es noch 34 Prozent. Zwei Drittel der 1500 Befragten wollen aber weiterhin eher nicht oder gar nicht auf Bargeld verzichten. Die Bezahl-App Twint steht mit 20 bzw. 56 Prozent auf Rang vier.

Auch im Laden überwiegt Plastik

Selbst im stationären Handel wird immer öfter zum Kärtli statt zum Nötli gegriffen. 54 Prozent der Bevölkerung geben an, im Laden oft eine Debitkarte und 36 Prozent eine Kreditkarte zu verwenden, aber nur noch rund ein Drittel (34 Prozent) bezahlt mehrmals pro Woche bar.

Online bleibt die Kreditkarte laut Moneyland weiterhin das meistgenutzte Zahlungsmittel. 13 Prozent der Bevölkerung nutzen sie dabei mehrmals pro Woche. Dahinter folgen Twint und Debitkarten mit 8 Prozent und erst dahinter die Rechnung mit 7 Prozent.

Twint hat bei den Apps die Nase vorn

Insgesamt verwenden laut Moneyland mehr Männer (73 Prozent) als Frauen (62 Prozent) diese Zahlungsmittel. Eine Ausnahme ist allerdings Twint. Diese App werde mehr von Frauen als von Männer benützt, heisst es.

74 Prozent der Bevölkerung zahlen mit mindestens einer App. Dabei wird Twint als einzige mobile Zahlungslösung von der Mehrheit der Bevölkerung (64 Prozent im Laden, 56 Prozent online) benutzt. Rund ein Fünftel der Schweizerinnen und Schweizer verwenden im Laden die Apps von Coop und Migros sowie Apple Pay. Kaum gebraucht werden die verschiedenen Smartwatches. Handy-basierte Zahlungslösungen sind laut Studie vor allem bei 18- bis 49-Jährigen beliebt.

Kryptowährungen als Zahlungsmittel unbedeutend

Obwohl Bitcoin und andere Kryptowährungen im Vergleich zum Vorjahr etwas beliebter geworden sind, könnte die grosse Mehrheit (90 Prozent) relativ gut auf sie verzichten. Zwar spekulierten viele mit Kryptowährungen, aber als Zahlungsmittel würden sie fast gar nicht genutzt, schreibt Moneyland. Bitcoin und andere Krypotwährungen hätten eine klare Zielgruppe: Mit 12 Prozent zahlen mehr als doppelt so viele Männer im Laden mit Kryptowährungen wie Frauen (5 Prozent). Männer über 49 Jahre benützen dieses Zahlungsmittel praktisch nie.

Die Studie wurde im April 2022 von Moneyland durchgeführt. Befragt wurden 1500 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren aus der Deutsch- und Westschweiz.

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3 Responses

  1. Mit dem Verschwinden des Bargeld geht auch ein guter alter Brauch verloren, das spontane Trinkgeld.
    Ich meine nicht das im Restaurant.
    Ich denke eher, zum Beispiel bei Autopannen oder einem Monteur die Zufriedenheit auszudrücken.

  2. Auf Bargeld immer mehr zu verzichten ist eine Folge der allgemeinen Volksverdummung. Man zahlt für das Kärtchenzahlen damit man mehr kontrolliert und eingeschränkt wird. Solche Freiheiten gibt man nicht einfach auf. Es ist wie eine Sicherheit. Aber die Leute merken heute erst wenn sie im Dreck stecken, dass sie mehr hätten aufpassen sollen. Das gleiche gilt für die Lebensmittelproduktion im eigenen Land, die man immer mehr aufgibt oder die eigene Armee.

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