Mittwoch, 2. Dezember 2020
16.04.2015 06:44
Steuern

ZG: Steuerzahler arbeiten am wenigsten lang für den Staat

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Von: sda

Zuger Steuerzahlerinnen und Steuerzahler arbeiten am wenigsten lang für den Staat. Das hat die Grossbank Credit Suisse (CS) in ihrer Studie zum Tax Independence Day errechnet. Neuenburg ist der Kanton mit der schwersten Steuerlast.

Zug ist gemäss dem am Mittwoch veröffentlichten Zahlen zum Tax Independence Day (TAX-I) der von der Steuerlast her attraktivste Kanton: Sowohl Doppelverdiener-Ehepaare als auch Familien und Studienabgänger erreichten den TAX-I 2014 früher als in allen anderen Kantonen. Am anderen Ende der Skala blieb Neuenburg.

Während in Zug ein Doppelverdiener-Ehepaar mit einem Bruttolohn von 150’000 Franken und 200’000 Franken Vermögen seine Steuern am 15. Februar 2014 verdient hatte, hatte es das in Neuenburg erst am 5. April geschafft, wie die CS am Mittwoch mitteilte. Auf den beiden Rängen hinter Zug folgten Schwyz und Obwalden.

Familienfreundliche Kantone

Im Landesmittel erreichten Doppelverdiener den TAX-I am 18. März. Familien mit zwei Kindern, 150’000 Franken Einkommen und 100’000 Franken Vermögen waren am 5. März soweit und ein Studienabgänger mit 75’000 Franken Lohn und ohne Vermögen am 14. März.

Kantone können entsprechend ihren Abzügen und der Progression attraktiver sein für Familien mit Kindern und tieferen Einkommen als für Haushalte mit hohen Bruttoeinkommen. Als in diesem Sinn familienfreundlich erwiesen sich demnach die Kantone Zürich, Genf, Tessin, St. Gallen, Graubünden und Wallis.

Bern rutscht ab

In Luzern und Obwalden wiederum hatten Doppelverdiener-Ehepaare und Studienabgänger ihre Steuern im vergangenen Jahr fast in derselben Zeit verdient. Grund ist das vergleichsweise wenig progressive Steuersystem. Die Rangliste veränderte sich im Vergleich mit 2013 relativ wenig, wie die CS schrieb.

Bern allerdings rutschte auf der Rangliste vier Plätze nach hinten und landete mit der Waadt auf dem drittletzten Platz. Ehepaare ohne Kinder mit zwei Einkommen hatten ihre Steuern 2014 im Kanton Bern sechs Tage später verdient als 2013. Grund ist die Aufhebung der Gesamtpauschalen bei den Abzügen für Berufskosten.

Weniger Spielraum für Steuersenkungen

Steuererhöhungen und einen um einen Tag nach hinten verschobenen TAX-I stellte die CS in Glarus und in Appenzell Ausserrhoden fest. Insgesamt habe der Steuerwettbewerb bei den natürlichen Personen stark an Dynamik verloren, stellte die CS fest.

Sie begründete dies mit der weniger komfortablen finanziellen Lage der Kantone. Zudem müssten die Stände teure Reformen stemmen wie die Spitalfinanzierung oder die geplante Unternehmenssteuerreform III. Deshalb gebe es weniger Spielraum für Steuersenkungen für Privathaushalte.

Der Tax Independence Day (TAX-I) ist der Tag des Jahres, an dem Steuerpflichtige das Geld zum Bezahlen seiner Steuern verdient hat, vorausgesetzt, er hat am 1. Januar die Arbeit aufgenommen und sämtlichen Verdienst für die Steuern verwendet.

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