Freitag, 30. September 2022
21.05.2020 07:10
Agrarpolitik

AP22+:Griffige Massnahmen gefordert

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Die Umweltorganisationen Pro Natura, WWF Schweiz, BirdLife Schweiz und Greenpeace Schweiz begrüssen den Entscheid der Wirtschaftskommission des Ständerates, Ende August mit der Beratung der neuen Agrarpolitik (AP 22+) anzufangen. Es brauche dringend griffige Massnahmen, fordern die Organisationen.

«Der Ausnahmezustand durch COVID19 darf keinesfalls Grund sein, den Schutz der Umwelt hintanzustellen. Die akuten ökologischen Missstände in der Landwirtschaft müssen jetzt angegangen werden», lässt sich Eva Wyss, Projektleiterin Landwirtschaft beim WWF Schweiz, in einer Mitteilung zitieren.

Angesichts des Artensterbens und der Klimakrise müssten im Agrarbereich rasch wirksame Massnahmen umgesetzt werden. Seit Jahrzehnten sorge die Umweltbilanz der Schweizer Landwirtschaft für negative Schlagzeilen, schreiben die Verbände. Trotz Milliardensubventionen und ökologischem Leistungsnachweis seien die Umweltziele der Landwirtschaft bei weitem nicht erreicht. Pestizide würden Böden und unser Trinkwasser belasten, die Vielfalt der Vögel und der Insekten gehe dramatisch zurück und zu viele Nährstoffe (Kunstdünger, Gülle und Mist) würden sowohl die Artenvielfalt wie auch die meschliche Gesundheit gefährden. 

Die parlamentarische Initiative zur Senkung des Risikos beim Einsatz von Pestiziden ist in den Augen der Umweltverbände zu begrüssen, für sich alleine sei dies aber keine ausreichende Antwort auf die Pestizid-Initiativen. Dazu brauche es die AP22+, die rasch behandelt werden müsse. Das Parlament müsse für griffige und wirksame Massnahmen einstehen. «Damit sich die Umweltsituation in der Landwirtschaft auch wirklich verbessert», halten die Organisationen fest.

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