Freitag, 20. Mai 2022
16.01.2022 18:32
Arbeitssicherheit

Arbeiten bei Kälte, Schnee und Eis

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Von: Peter Fluder, Agrisano

Wie äussert sich eine Unterkühlung, und wie muss eine unterkühlte Person aufgewärmt werden? Antworten in diesem Beitrag.

Im Winter gelten andere Regeln fürs Arbeiten draussen. Denn Kälte, Schnee und Eis bergen zahlreiche Gefahren. Stürze infolge Ausrutschens sind besonders häufig. Deshalb sollten Plätze und Wege von Schnee und Eis befreit werden, bevor man sich an die Arbeit macht. Es versteht sich von selbst, dass Fahrzeuge und Maschinen Winterreifen brauchen sowie Frostschutz und eine gute Beleuchtung. Nicht vergessen werden sollte aber auch die eigene Sichtbarkeit. Kleider in grellen Farben oder reflektierende Streifen helfen, sichtbar zu sein, wenn es am Morgen oder am frühen Abend dunkel ist.

Regelmässige Pausen

Ist es kalt sowie gleichzeitig feucht und windig, können die Leistungsfähigkeit, die Beweglichkeit und die Geschicklichkeit abnehmen. Was wiederum zu Unfällen führen kann. Deshalb sind Feuchtigkeit transportierende Kleidung, am besten in mehreren Schichten, wintertaugliche Schuhe, Handschuhe und vor allem eine Kopfbedeckung wichtig. Denn 50 Prozent der Wärme wird über den Kopf abgegeben. Warme, alkoholfreie Getränke helfen, den Körper von innen zu wärmen. Wangen, Nasen, Ohren, Finger und Zehen sind besonders anfällig für Kälteschäden. Fällt die Hauttemperatur unter 25°C, verlangsamt sich der lokale Stoffwechsel. Bei Temperaturen unter minus 3°C kann das Hautgewebe lokal erfrieren. Regelmässige Pausen in der Wärme beugen vor.

Langsam aufwärmen

Eine Unterkühlung tritt ab 35°C Körpertemperatur auf und äussert sich als Erstes mit Zittern und schneller Atmung. Sinkt die Körpertemperatur weiter ab, wird der Betroffene teilnahmslos und schläfrig. Später kommt es zu Bewusstseinsstörungen, Bewusstlosigkeit und schliesslich Atem- und Kreislaufstillstand. Eine unterkühlte Person muss immer langsam aufgewärmt werden, nie mit einem heissen Bad oder neben einer Heizung. Die Person in Decken wickeln und möglichst wenig bewegen. Betroffene Körperteile dürfen nicht gerieben werden. Das Risiko für Kälteschäden steigt mit zunehmendem Alter und mit dem Konsum von gewissen Medikamenten sowie Alkohol und Zigaretten.

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