Dienstag, 28. März 2023
30.01.2023 14:42
Fütterung

Stumpfe Messer erhöhen Kraftstoffverbrauch

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Von: sum

Die Winterfütterung läuft seit Monaten. Jetzt ist Zeit für einen Check der Fütterungstechnik, besonders beim Mischwagen.

Der Mischwagen läuft jetzt jeden Tag. Entsprechend engmaschig muss er kontrolliert werden. Die korrekte Einstellung von Messer und Gegenschneiden sowie die Wartung der Messer im Mischwagen sind matchentscheidend.

Regelmässig reinigen

Stumpfe Messer wirken sich negativ auf die Mischqualität aus, sie «vermusen» das Futter, was sich negativ auf die Futterstruktur auswirkt. Zudem erhöhen stumpfe Messer den Kraftstoffverbrauch. Je nach Rationszusammensetzung werden die Messer schneller abgenutzt. Nasse Grassilagen mit einem hohen Rohaschegehalt, typische Herbstsilagen, führen zu einem höheren Abrieb als trockene Maissilagen.

Bei nassen Rationen kann es zudem schnell zu Schimmelbildungen kommen. Geringe Mengen von Schimmelpilzen im Futter können zu Leistungseinbussen führen und ansteigende Zellzahlen zur Folge haben. Deshalb den Mischwagen regelmässig reinigen.

Schüttelbox

Je nach Einsatzdauer sollten die Messer mindestens einmal jährlich geschliffen oder ausgetauscht werden. Mischwagenmesser sollte man austauschen, wenn sie um die Hälfte der ursprünglichen Grösse abgenutzt sind. Die Messer im Idealfall ausserhalb des Mischwagens schleifen oder den Mischwagen nach dem Schleifen gründlich auswaschen oder ausblasen, damit keine Metallspäne zurückbleiben.

Nach dem Ablegen des Futters auf dem Futtertisch sollen die Tiere eine gut durchmischte und immer noch strukturierte Ration vorfinden. Strukturmangel kann zur Pansenübersäuerung führen, was zu einer reduzierten Milchleistung und tieferen Milchfettgehalten führt. Ob ausreichend Struktur vorhanden ist, kann einfach mit einer Schüttelbox überprüft werden.

Fehlende Struktur kann nebst den sinkenden Milchfettgehalten auch zu einer geringeren Wiederkäuaktivität führen, was den Pansen-pH-Wert durch die fehlende Pufferung durch den Speichel erhöhen kann. Bei rund 60 Wiederkäuschlägen spricht man von einer guten Wiederkäuaktivität. Unter 54 Wiederkäuschläge pro Bissen deuten auf einen Strukturmangel hin, während eine Wiederkäutätigkeit von über 70 Schlägen pro Bissen auf eine zu strukturreiche Ration hinweist.

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