Donnerstag, 8. Dezember 2022
28.09.2022 06:06
Food Waste

Bis 70% der Lebensmittelverluste vermeidbar

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Von: aiz

Rund 50 bis 70% der Lebensmittelverluste weltweit könnten vermieden werden, wenn Lebensmittelhersteller und -händler, die im Zentrum der Wertschöpfungskette stehen, die globalen Bemühungen zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten anführen und alle Beteiligten der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten würden.

Zu diesem Resultat kommt eine aktuelle Studie des internationalen Beratungsunternehmens McKinsey zum Thema „Reducing food loss: What grocery retailers and manufacturers can do“, berichtet Dow Jones News.

Laut McKinsey werden, jedes Jahr 33 bis 40% aller globalen Lebensmittel, das entspricht rund 2 Mrd. t, vergeudet. Demnach wird die eine Hälfte davon in Handel, Gastronomie oder in Haushalten verschwendet.

Die andere Hälfte gehe in vorgelagerten Prozessen verloren, berichten die Verfasser der Studie, also bevor die Produkte in den Lagern und Geschäften des Lebensmittelhandels ankommen. Diese Lebensmittel im Wert von rund 593 Mrd. Franken (624 Mrd. Euro) gingen bereits während oder kurz nach der Ernte verloren, erläutert McKinsery.

Zusammen mit den später im Handel oder von Konsumenten verschwendeten Lebensmitteln werden zudem Treibhausemissionen verursacht, die laut der Studie 8% der weltweiten Emissionen ausmachen.

Kosten können gesenkt werden

Neben den ökologischen Vorteilen einer reduzierten Lebensmittelverschwendung heben die Berater auch die ökonomischen Vorteile hervor. Demnach würden infolgedessen die Herstellungskosten (Cost of goods sold – COGS) der Einzelhändler um 3 bis 6% und die der Produzenten um 5 bis 10% sinken.

Auch die ökologischen Vorteile von geringeren Lebensmittelverlusten bei den CO2-Emissionen sollen die Kosten um 4 bis 9% senken.

Genmüse und Obst wird verschwendet

Gegliedert nach Produktgruppen betrage der Anteil von Fleisch am Lebensmittelverlust 3% und der von Milch 5%, heisst es in der Untersuchung. Dagegen hätten die drei Kategorien Obst/Gemüse, Getreide sowie Wurzeln/Knollen mit 75% den grössten Anteil am Lebensmittelverlust. So gingen etwa allein 50 Mio. bis 75 Mio. t Tomaten jedes Jahr bei oder kurz nach der Ernte verloren, rund ein Viertel davon bereits beim Pflücken und Verstauen in Behältern, stellt McKinsey dazu fest.
 
Die Berater sehen die Hauptursachen für den Lebensmittelverlust bei der Ernte zu gleichen Teilen bei Überproduktion, bei Produkten, die nicht den Kundenwünschen entsprechen sowie bei Lebensmitteln, die Schäden aufweisen, welche die Produkte ungeniessbar machen. Zwei Drittel könnten somit noch von Menschen gegessen werden, ein Drittel könnte noch alternativ, etwa als biobasierter Rohstoff oder Tiernahrung genutzt werden, folgern die Verfasser der Studie.

 

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