Freitag, 30. September 2022
22.06.2021 10:00
Milchmarkt

Butter-Kontingent wird erhöht

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Von: mgt/khe

Das Bundesamt für Landwirtschaft hat entschieden, das Teilzollkontingent für Butter auf Antrag der Branchenorganisation Milch für das Jahr 2021 um weitere 1000 Tonnen zu erhöhen.

Vergangenen Freitag hat das Bundesamt für Landwirtschaft BLW entschieden: Das Teilzollkontingent für Butter soll für das Jahr 2021 um weitere 1000 Tonnen erhöht werden. Die seit 2020 bestehende hohe Nachfrage nach Milchprodukten hat zu einer Knappheit an Butter auf dem Schweizer Markt geführt. Mit der zusätzlichen Importmenge von 1000 Tonnen soll die Versorgung wenn möglich bis Ende Jahr sichergestellt werden.

Inländisches Angebot zu klein

Die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben immer noch Auswirkungen auf die Nachfrage nach Butter im schweizerischen Detailhandel, und der Absatz bleibt nach wie vor hoch. Das inländische Angebot an Butter ist somit auch im laufenden Jahr zu klein, um die Nachfrage zu decken, so das BLW.

Da die Wertschöpfung der Käseproduktion grösser ist als bei der Produktion von Butter und Magermilchprodukten, wird ein Grossteil der leicht steigenden Milchproduktion weiterhin zu Käse verarbeitet. Durch das nasskalte Frühjahr wuchs weniger Futter auf den Weiden, so dass die Kühe weniger Milch produzierten als erwartet. Die Branche rechnet aufgrund ihrer Marktanalyse nach wie vor damit, dass die inländische Butter erst im Herbst 2021 zur Mangelware werden wird.

Jedoch soll auch die zweite Importfreigabe bereits wesentlich früher erfolgen, um dem Handel und den Verarbeitungsbetrieben zu ermöglichen, jederzeit auch Schweizer Butter im Angebot zu haben oder zu verarbeiten.

Ab Juli soll importiert werden

Nach Abwarten der Statistiken des Monats April hat das BLW entschieden, auf den Antrag der Branchenorganisation Milch um Erhöhung des Teilzollkontingents «Butter und andere Fettstoffe aus der Milch» von 1000 Tonnen einzutreten.

Das Teilzollkontingent wird umgehend zur Versteigerung ausgeschrieben, damit ab Anfang Juli 2021 importiert werden kann. Die Importmenge sei im Vergleich zum Verbrauch relativ gering, schreibt das BLW: Rechne man mit einem Jahresverbrauch von 40’000 Tonnen Butter, würden die 1000 Tonnen für den Bedarf von weniger als zehn Tagen reichen.

Die Kommission der Branchenorganisation Milch, die sich mit den Butterimporten befasst, wird die Situation weiterhin analysieren. Weitere Gesuche um Erhöhung des Teilzollkontingents Butter bleiben möglich, falls die Situation auf dem Milchmarkt weiterhin angespannt bleibt.

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8 Responses

  1. Lange wurde uns gesagt, wenn es einmal zuwenig Milch hat, steigt der Milchpreis wieder.
    Jetzt wird vom Bundesamt gegen Landwirtschaft alles unternommen dass der Milchpreis nicht steigt!

  2. Die SMP hielt vor einem Jahr (SB vom 17.7.) zu den geplanten Butterimporten fest:
    Folgende Bedingung ist für die SMP zwingend:
    Die Erlöse aus den Importabschöpfungen bei der Butter werden für die «Milch» eingesetzt und fliessen zu den Milchproduzenten.
    Was ist aus dieser Forderung eigentlich geworden?

  3. Macht es wie beim Käse: öffnet die Grenzen!
    So werden sich die Innovativen, Kreativen und Produktiven durchsetzen (nicht nur Bauern, sondern haus Verarbeiter und Händler).
    Selbstverständlich gibt es so auch Verlierer: die Unproduktiven, Egwie-Gestrigen; Kurz: alle Beamten-Typen

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