Sonntag, 17. Januar 2021
04.12.2020 16:18
Corona

Corona: Berset droht einzelnen Kantonen

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Von: sda

Der Bundesrat warte nicht, bis sich die Lage weiter verschlechtere. Der Bundesrat habe auch die Möglichkeit, für einzelne Kantone Massnahmen zu ergreifen, falls diese nicht von sich aus handelten, sagte Berset am Freitag.

«Wir sind beunruhigt über die fragile Situation und müssen handeln», sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Freitag vor den Medien in Bern.

Letzter Moment, um zu handeln

Das Gesundheitssystem stehe unverändert unter Druck, das Personal sei am Limit. Das sei im Hinblick auf die Weihnachtstage nicht einfach. «Der Bundesrat versucht alles, um ein exponentielles Wachstum zu verhindern.»

Seit Anfang Dezember bleiben die Corona-Fallzahlen laut Berset «auf hohem Niveau stabil». In fast zehn Kantonen liege der Reproduktionswert wieder über eins. Das sei beunruhigend. Es sei jetzt der letzte Moment, zu handeln. «Jetzt müssen wir aufpassen.»

In keinem der Kantone dürfe es einen R-Wert über 1 geben, erklärte Berset. «Sonst sind wir wieder in einem exponentiellen Wachstum.» In immer mehr Kantonen in der Deutschschweiz gebe es jedoch Werte nahe 1 oder über 1. Explizit nannte Berset die Kantone Thurgau und St. Gallen.

Einige Kantone haben zu spät gehandelt

«Nun ist nicht die Zeit zu zögern.» Am Dienstag, 9. Dezember werde der Bundesrat eine Bilanz ziehen und am 11. Dezember neue Massnahmen für die ganze Schweiz oder für einzelne Kantone treffen, sagte Berset. Dies habe man den Kantonen klar kommuniziert.

Die besondere Lage bedeute keine Gleichgültigkeit des Bundesrates in Bezug auf die Kantone. Einige Kantone hätten zu spät gehandelt. Es gehe nun darum zu verhindern, dass sich an Weihnachten oder Neujahr die Lage stark verschlechtere.

Die Coronavirus-Erkrankung (COVID-19) ist eine Infektionskrankheit, die von einem neu entdeckten Coronavirus ausgelöst wird.
Die meisten Menschen, die an COVID-19 erkranken, haben leichte bis mittelschwere Symptome und werden wieder gesund, ohne dass sie eine besondere ärztliche Behandlung benötigen.
Joseph Mucira

Keine Einschränkung für Skigebiete

Der Druck von bürgerlicher Seite hat offenbar gewirkt: Der Bundesrat habe die neuen Corona-Massnahmen «in Kenntnis der Kommissions- und Parlamentsentscheide» gefällt, sagte Gesundheitsminister Alain Berset.

«Wir haben einige Punkte übernommen», sagte Berset. So gebe es keine generelle Einschränkung der Skigebiete. Auch auf eine verbindliche Beschränkung auf zwei Haushalte bei privaten Treffen habe der Bundesrat verzichtet.

Bundesrat hat Wissensvorsprung

Berset wies darauf hin, dass der Bundesrat im Gegensatz zu anderen Kreisen einen Wissensvorsprung habe. «Wir schätzen die epidemiologische Lage täglich ein.» Vor einer Woche habe sich die Situation noch ganz anders dargestellt.

«Wir müssen eine dritte Welle und einen Lockdown Ende Januar verhindern», sagte Berset weiter. Die nächsten Wochen seien «ziemlich entscheidend».

One Response

  1. Wissensvorsprung des Bundesrates? So wie das ganze aussieht, ist es so, dass die vor lauter Bäumen (mit unsinnigen Interventionismus selbst gepflanzt) den Wald nicht mehr sehen.
    Man könnte – wie das jedes Jahr gemacht wurde – einfach die Grippewelle vorbeigehen lassen, ohne irgendwelche aktivistischen Interventionen und Massnahmen. Einfach den Menschen die Verantwortung selber überlassen.
    Wir leben noch nicht in einer Diktatur, Herr Berset! Der Kadavergehorsam vieler könnte dahin führen.

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