Samstag, 6. März 2021
11.01.2021 19:00
Coronavirus

Corona: Berset für strengere Massnahmen

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Von: sda

Gesundheitsminister Alain Berset hat sich besorgt über die Coronavirus-Situation in Grossbritannien gezeigt und für strengere Massnahmen in der Schweiz plädiert. Die Lage in Grossbritannien sei angesichts der mutierten, ansteckenderen Virusvariante «brutal», sagte er.

Die Variante breite sich auch in der Schweiz aus, sagte Gesundheitsminister Alain Berset vor den Medien in Visp (VS) nach einem Besuch der Moderna-Impfstoff-Anlage der Firma Lonza.

Zahlen «trügerisch»

Weil die Mutationen aus Grossbritannien und Südafrika viel ansteckender seien, dürfte es auch mit den bestehenden Massnahmen zu mehr Ansteckungen kommen. Es brauche deshalb strengere Massnahmen auch in der Schweiz.

Die derzeitigen Infektionszahlen in der Schweiz seien «trügerisch», sagte Berset. Nach den Festtagen sei ein befürchteter starker Anstieg ausgeblieben. «Das ist eine gute Sache. Wir müssen aber sehr genau beobachten, was es bedeutet», sagte der Bundesrat. «Die Zahlen sind weiterhin viel zu hoch.»

Geduld gefragt

Die Ankunft der Impfstoffe in der Schweiz sei eine gute Nachricht, sagte Berset. Aber bis alle Menschen, die das wollten, geimpft seien, dauere es seine Zeit. «Es braucht Geduld», sagte Berset.

Es stehe noch ein schwieriger Winter bevor, auch wenn die Schweiz mit der Impfung gut positioniert sei. Der Gesundheitsminister liess auf entsprechende Fragen von Journalisten durchblicken, dass es sehr rasch gehen dürfte, bis die Schweizer Zulassungsstelle Swissmedic den Moderna-Impfstoff zulassen wird. Demzufolge dürfte sich eher um Tage als um Wochen handeln.

Bundesrat entscheidet am Mittwoch

Der Bundesrat will am kommenden Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Coronavirus-Pandemie entscheiden. Bereits vor einer Woche hatte er bekannt gegeben, die bestehenden Massnahmen wie die Schliessung der Restaurants, Kulturbetriebe und Sportanlagen bis Ende Februar verlängern zu wollen. Zudem will die Landesregierung neue Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie präsentieren.

Gleichzeitig hatte der Bundesrat für den Notfall mögliche strengere Massnahmen wie eine Homeoffice-Pflicht und Ladenschliessungen in die Vernehmlassung gegeben. Ob er diese tatsächlich bereits beschliessen will, ist aber offen.

Mutanten-Viren schon früher nachgewiesen

Die erstmals in Grossbritannien gefundene neue Coronavirus-Variante zeichnet sich durch 17 Mutationen aus. Gemäss Schätzungen kann sich diese Mutante um bis zu fünfzig Prozent schneller verbreiten. Der Bundesrat verhängte daher am 21. Dezember einen Einreisestopp aus Grossbritannien. Allerdings zirkulierte die britische Mutation zu dieser Zeit wohl bereits in der Schweiz.

In der Schweiz und Liechtenstein wurden bis am Montag 88 Fälle der mutierten Coronaviren aus Grossbritannien und Südafrika nachgewiesen, die Zahl blieb gegenüber Freitag unverändert. Bei 29 weiteren Fällen wurde im Virusmaterial eine Mutation gefunden, bei der die Linie nicht eindeutig bestimmbar sei, teilte das BAG der Nachrichtenagentur Keystone-SDA weiter mit. Es könne sich aber um eine der beiden Virusvarianten handeln.

Das Total (117 Fälle) ist laut BAG nicht repräsentativ und nur als deskriptive Information zu gebrauchen. Der Grund dafür sei, dass die Zahlen in jenen Kantonen stark unterschätzt seien, in denen nur wenig oder kein Material sequenziert wurde.

2 Responses

  1. Hört mit all den Massnahmen auf! Es bringt nur Kosten, Ärger und verminderte Lebensqualität. Bereitet besser die Menschen auf die Ewigkeit vor. BR Berset soll bei sich selber zuerst anfangen.

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