Samstag, 6. März 2021
22.01.2021 10:32
Abstimmung

Freihandel mit Indonesien: Ausgang offen

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Von: sda

Das Freihandelsabkommen mit Indonesien kommt am 7. März zur Abstimmung. Der Ausgang ist noch offen. Das geht aus einer ersten Umfrage von 20 Minuten/Tamedia aus.

Die Abstimmung zum Freihandelsabkommen der Efta-Staaten mit Indonesien sei noch komplett offen, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. 20 Prozent der Befragten geben an, noch keine Stimmabsicht zu haben. 41 Prozent sprechen sich für die Vorlage aus, 39 Prozent dagegen.

Ja bei CVP und FDP

Die Vorlage findet gemäss der Befragung lediglich Mehrheiten bei CVP und FDP. Jedoch müsse auch hier auf die grossen Anteile der Unentschiedenen hingewiesen werden.

Befürwortende betonen überwiegend, dass das Abkommen Schweizer Unternehmen freien Zugang zu einem Absatzmarkt mit über 260 Millionen Einwohnern ermögliche. Gegnerinnen und Gegner der Vorlage geben als wichtigstes Argument an, dass Palmöl in Monokulturen und unter Einsatz von giftigen Pestiziden, Kinder- und Zwangsarbeit sowie miserablen Arbeitsbedingungen angebaut werde.

Ja zu Burka-Verbot

Gemäss der Befragung erhält das Burka-Verbot eine mehrheitliche Zustimmung. Stand heute hätten 63 Prozent der Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot» zugestimmt, und 35 Prozent hätten sie abgelehnt. Die Resultate der ersten Abstimmungsumfrage weisen auf eine relativ starke Polarisierung nach Parteien hin.

So sind linke Wählerinnen und Wähler gegen die Vorlage, während sich die Wählerschaften von CVP und FDP dafür aussprechen. Bei der SVP sei die Unterstützung erwartungsgemäss sehr gross, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag.

Viele Unentschlossene

Beim Referendum über die elektronischen Identifizierungsdienste (E-ID) ist gemäss der ersten Umfragewelle der Ausgang offen: 45 Prozent sprechen sich für und 47 Prozent gegen die Vorlage aus. Auffallend sei mit 8 Prozent der relativ grosse Anteil jener, die sich noch nicht entschieden haben, schreiben die Autoren.

Mehrheitlich Zustimmung findet diese Vorlage demnach bei CVP, FDP und GLP. Bei SVP, SP und Grünen gibt es keine Mehrheiten. Männer sind knapp für die Vorlage, während Frauen sie ablehnen. Jedoch könnte sich das noch ändern, da insbesondere Frauen einen hohen Anteil an Unentschiedenen aufweisen.

Die Resultate der ersten Umfrage von 20 Minuten/Tamedia basieren auf den Antworten von 15’089 Personen aus der Deutschschweiz, aus der Romandie und aus dem Tessin. Die Befragung fand am 18. und 19. Januar statt.

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