Freitag, 27. November 2020
21.11.2020 14:57
Interview

«Gremien der Bauernverbände verjüngen»

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Damien Rey und Daniel Hasler ersetzen Christian Schönbächler als Präsident der Junglandwirtekommission. Mit dem Co-Präsidium soll die Bekanntheit der Junglandwirte in den verschiedenen Sprachregionen gefördert werden. Hasler erklärt im Interview, welche Ziele die Junglandwirte haben und wie sie Herausforderungen angehen wollen.

Was ist deine Vision als Co-Präsident, wohin soll es gehen?

Viele Reden von 2050 als Visionspunkt, deshalb tue ich das auch. Das könnte bereits das Jahr sein, indem ich meinen Betrieb an eine nächste Generation weitergebe. Bis dahin sind die Schweizer Betriebe divers aufgestellt und finden sich in einem stabilen Politischen Rahmen und auf der selben Wellenlänge wie die Konsumentinnen und Konsumenten wieder. Die Landwirtinnen und Landwirte sind gut ausgebildet, bewirtschaften überwiegend Vollerwerbsbetriebe mit einem Paralandwirtschaftlichen Betriebszweig. Dafür setzte ich mich ein. Als Beispiel für die gute Ausbildung fordern wir heute eine Überprüfung des Lernauftrages auf den Lehrbetrieben oder im Bereich Raumplanung, dass sich der Familienbetrieb innovativ weiterentwickeln kann. Nicht zuletzt ist es mir persönlich ein Anliegen, dass die Familie auf dem Betrieb gestärkt wird. Nach meiner Meinung ist das das Wichtigste auf dem Hof und zeichnet unsere Landwirtschaft aus.

Was wollen die Junglandwirte erreichen?

Zuoberst auf der Liste steht für nächsten Sommer, dass die beiden Agrarinitativen abgelehnt werden. Dazu ist ein enormer Aufklärungsaufwand bis dahin nötig, davon werden wir aber noch lange profitieren. Denn dieser Druck ermöglicht uns auch innerhalb der Landwirtschaft alte Zöpfe abzuschneiden. Daneben setzen wir uns für eine gute Ausbildung der zukünftigen Berufsleute ein, nach unserer Meinung muss neben einer smarten Erarbeitung des Schulstoffes auch der Lehrbetrieb in den Fokus rücken. Nicht zuletzt haben wir uns auf die Fahnen geschreiben, die Gremien der Bauernverbände zu verjüngen, und da sind alle jungen Landwirtinnen und Landwirte der Schweiz gefragt!

Was sind die grossen Herausforderungen für Junglandwirte aktuell und in der Zukunft?

Die muss ich wohl nicht weiter erläutern, die sind wohl allen bekannt. Wir sind bereits auf Lösungssuche. Ganz zentral: Wir müssen den Draht zu der Bevölkerung nicht nur suchen sondern endlich finden. Da sehen wir uns Junglandwirte als wichtigen Faktor in der Gleichung und wir werden uns da enorm einbringen. Innerhalb der Landwirtschaft müssen wir uns auf die gemeinsamen Nenner aller Betriebe fokussieren und daneben auch erkennen, das verschiedene Betriebsmodelle und Produktionsformen andere Ansprüche und Meinungen haben, und das akzeptieren. 

Beende den Satz… Junglandwirte sind…

… top motiviert und smarte Denker.

Beende den Satz… Landwirtschaft ist…

… ein wichtiges Rückgrat jedes Landes.

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