Donnerstag, 25. Februar 2021
11.01.2021 07:02
Politik

Grüne: Kein Import-Fleisch aus Massentierhaltung 

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Von: blu/sda

Balthasar Glättli, Präsident der Grünen Schweiz, will seine Partei linker und konservativer positionieren. Das zeigt laut «NZZ am Sonntag» der überarbeitete Klimaplan der Grünen, der am nächsten Dienstag offiziell vorgestellt werde. 

Der Plan fordere ein Importverbot für Produkte aus Massentierhaltung, weniger Werbung für unnötigen Konsum und allgemein weniger Güter und mehr Beziehungen. Er wolle, dass seine Partei wieder grundsätzlicher argumentiere.

Verhältnis zu Verboten entspannen

Glättli sprach sich für eine grüne Wertedebatte aus. Darüber hinaus will er das grüne Verhältnis zu Verboten entspannen. Als Beispiel nannte er das Verbot von neuen fossilen Autos ab dem Jahr 2025. Dieses Verbot sei liberaler als verkehrspolitische Lenkungsabgaben.

«Wir dürfen keine Angst davor haben, das zu sagen, was mich und viele andere zu den Grünen brachte: dass es ein Gegenmodell zu unserer Überflussgesellschaft braucht», sagte Glättli zur Zeitung. Genügsamkeit könne entscheidend zur Reduktion der Klimabelastung beitragen, schreiben die Grünen in ihrem Klimaplan.

Den Verkauf von Fleisch aus Feed Lots wollen die Grünen in der Schweiz verbieten.
zvg

Grüne wollen «Wenigerpartei» werden

Die Partei will gemäss NZZ eine «Wenigerpartei» werden und neue Wählerinnen und Wähler erschliessen. Auf der links-konservativen Seite sieht er weiteres Potenzial: bodennah, globalisierungskritisch sowie Bewahrer der Schöpfung. Damit wollen sich die Grünen gegenüber der SP und den Grünliberalen abgrenzen.

Für Glättli sprechen zwei Vorkommnisse für seinen Plan: Einerseits habe die Bevölkerung im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie gelernt, zu verzichten und dadurch neue Werte entdeckt. Andererseits hätten die Grünen bei den kantonalen Wahlen weiter zugelegt. «Wir liegen mit unserem Programm im Trend», so Glättli.

Der Klimaplan, der am Dienstag vorgestellte werden soll, dürfte zu reden geben. Die «NZZ am Sonntag» hat die wichtigsten Eckpunkte vorgestellt.

  • Ab 2025: Keine Zulassung mehr von  fossil betriebenen Autos. Die Autokilometer sollen halbiert werden. Dies soll mit Road-Pricing und einer Lenkungsabgabe erreicht werden.
  • Werbung für «unnötigen Konsum» im öffentlichen Raum reduzieren. Damit soll der Ausstieg «aus der Konsum-Tretmühle» einfacher werden.
  • Die Grünen streben eine eine «Null Abfall»-Schweiz an.
  • Der Import von Produkten aus Massentierhaltung soll bis 2030 verboten werden. Damit haben die Grünen insbesondere die Einfuhr von Fleisch im Visier. Die Grünen wollen mit dieser Massnahmen den «klimaschädlichen Konsum» reduzieren.

6 Responses

  1. Blablabla die selbsternannten Weltverbesserer, aber Herr Glättli hat trotzdem eine Brille auf dem Kopf welche aus Erdöl produziert wurde! Zuerst vor der eigenen Haustür wischen ist angesagt!

  2. Die neue verbots Partei…..
    Jeder Grünwähler soll sich das nächste mal sein Wahlverhalten gründliche hinterfragen.
    Sind die Grünen auch für weniger Zuwanderung????

  3. einführung einer zweiklassengesellschaft à la spinnerpartei,reiche können einfach so wie bisher weitermachen und der kleine verdiener wird alles verbofen.massive mieterhöhungen,treibstoffe usw.

  4. Scheinbar ist seitens Landwirtschaft keine Weiterentwicklung erwünscht. Alles kritisieren, aber selber keine konkreten und zukunftsfähigen Lösungen präsentieren. Man könnte meinen, die Landwirtschaft lebt in ihrer eigenen Welt und ist weder fähig noch willens Kompromisse einzugehen, so wie dies die anderen Sektoren und Branchen auch müssen.

    1. @Konsument: Das stimmt einfach nicht. Gibt es irgendwo eine ökologischere und produktivere Landwirtschaft als in der Schweiz? Woher kommen die Lebensmittel? Als „Konsument“ kann man gut kritisieren. Dir würde es gut tun, mal ein Jahr lang auf einem Landwirtschaftsbetrieb zu arbeiten. Dann wüsstest du, was die Schweizer Landwirtschaft leistet und wie viel Arbeit und Schweiss es kostet, dass wir Lebensmittel haben.

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