Sonntag, 18. April 2021
24.02.2021 15:30
Hornkuh

Hornbeitrag oder Initiative kommt

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Von: lid/blu

Die IG Hornkuh hält an ihrer zweiten Hornkuh-Initiative fest, sollte nicht demnächst ein Hornbeitrag zustande kommen. Das neue bäuerliche «Komitee gegen das Enthornungsverbot» wollte die IG dazu bewegen, auf eine Initiative zu verzichten.

Die IG Hornkuh macht Ernst. Der Initiativ-Text sei bereits bei der Bundeskanzlei zur Überprüfung, schreibt die IG Hornkuh in ihrer Antwort auf einen Offenen Brief des Komitees gegen das Enthornungsverbot.

Beitrag wegen AP22+ in Schwebe

Im Schreibe verweist die IG darauf, dass bei der Abstimmung zur ersten Initiative 2018 über 45 Prozent die Initiative angenommen hatten und 19 Prozent diese nur abgelehnt hätten, weil das Anliegen ihrer Ansicht nach nicht in die Verfassung gehöre. Es sei deshalb klar, dass bei so einem Resultat via Verordnung oder Gesetz etwas in die Wege geleitet werden müsse.

Die IG Hornkuh habe darauf gehofft, dass im Rahmen der AP22+ das Parlament einen Beitrag einführen könnte. Diese wird aber mit grosser Wahrscheinlichkeit sistiert.

Wer keine neue Initiative wolle, solle dafür sorgen, dass im Bundeshaus die entsprechenden Fortschritte beschlossen würde, schreibt die IG weiter. Dann überlege man sich, die Initiative zu stoppen. Die IG lasse sich aber nicht ewig hinhalten «und auf dem Horn rumtanzen».

Der Entwurf:

1. Es ist in der Schweiz verboten Kälber/Rinder/Kühe und Gizzi/Ziegen zu enthornen.

2. Es ist in der Schweiz verboten mit genetisch veränderten Kälber/Rinder/Kühen sowie Gizzi/Ziegen weiter zu züchten.

3. Es wird in der Schweiz verboten, solche Tiere oder KB-Samen vom Ausland in die Schweiz zu importieren die in Punkt 1+2 erwähnt sind.

4. Das gilt für weibliche und männliche Tiere, die in Punkt 1+2 erwähnt sind.

Komitee schlägt Verordnungsweg vor

Anfang Februar wandte sich das neue bäuerliche «Komitee gegen das Enthornungsverbot» in einem offenen Brief an Armin Capaul. Das Komitee bat, auf eine zweite Initiative zu verzichten. «Die IG Hornkuh möchte eine zweite Initiative für Hörner in unserem Land starten. Das möchten wir mit einem neuen Komitee gegen ein generelles Enthornungsverbot verhindern. Haben wir nicht bald genug von Initiativen die den Bauern das Leben schwer machen», fragt sich das dreiköpfige Komitee.

Die Hoffnung des Komitees ist, dass auf dem Verordnungsweg ein Durchbruch zu einem Hornbeitrag geschaffen werden kann. «Wir sind überzeugt, auf diesem freiwilligen Weg könnten Armins Träume für das Tierwohl und zur Freude der über einer Million Ja Stimmenden besser erfüllt werden, als mit einer nicht durchführbaren Initiative», heisst es im Brief.

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9 Responses

  1. Es ist ja eigentlich nicht einzuwenden wenn ein Bauer seine Kühe nicht enthornen will, aber muss er dafür auch noch entschädigt werden. Leute diese Entscheidung ist einfach freiwillig und gehört nicht in der Öffentlichkeit diskutiert.
    Ich denke wir haben wirklich bereits wichtigere Dinge für welche es sich einzusetzen lohnt.

    1. …. anderen Bauer milch hole der seine kuehe NICHT enthornt.
      Das ist jezt Schon 3jahre so.
      Wenn dieser enthornt, suche Ich wieder ein anderer hof.
      Muss jezt halt Weiter Laufen o fahren (mit velo), aber das nehme Ich in kauf

  2. Eine Lächerliche trotzige Drohung, hoffen wir das Parlament schenkt diesem Komitee keine beachtung. Beiträge für Hornkühe wurden abgelehnt das Komitee sollte sich mal bemühen Absatzmärkte zu beschaffen welcher das Anligen somit entgeldet. Dies sind sie aber wohl nicht imstande.
    Und seit euch bewusst sollte Geld gesprochen werden wird dies mit hoher Wahrscheinlichkeit nur für Laufställe gelten den 95% der Hornkühe stehen im Anbindestall und das ist das Argument mit Mehraufwand lächerlich.

  3. Lasst Sie doch Unterschriften sammeln. Sollte wirklich die Initiative zustande kommen und auch noch angenommen werden vom Volk, dann hat die Schweiz keine arbeitende Landwirtschaft mehr verdient.
    Auf keinen Fall Geld für Horntragende Kühe auszahlen, sollen die doch ihre Produkte von ihren angeblichen so glücklichen Kühen besser verkaufen.

  4. Es ist fast wie in Italien, wie oben in den kommentaren es ist nicht in der Öffentlichkerit zu gehen,wir haben andere ernsthafte probleme zu beweltigen, Hörner oder nicht ieder Bauer muss selber entscheiden können, wr haben Genug Gesetze .Hab selber einen Laufstall meine kühe sind ohne Hörner es ist Besser für uns wo mit den Tieren Arbeiten und für die Tiere selber

  5. Total überflüssig diese Initiative oder einen Hornbeitrag. In unserem Laufstall kommen die Hälfte der Kälber bereits hornlos zur Welt. Ohne Gentechnik sondern durch Züchtung mit hornlosen Stieren. Wer sich etwas auskennt, weiss das zum Beispiel Angus Kälber hornlos auf die Welt kommen. Früher hatte es noch mehrere Rassen die schon immer hornlos waren. Teilweise wurden die Hörner herangezüchtet, damit man sie besser für Zugarbeiten nutzen konnten. Damals waren die Kühe 3 Nutzungtieren (Milch, Fleisch und Zugarbeit). Unsere hornlosen Tiere sind gesund und zufrieden. Die Arbeit in dem Laufstall ist viel ruhiger.
    Wollen wir uns mit neuen Gesetzen immer mehr einschränken?! Haben Sie schon mal ein Tier gesehen, dass eine abgeschlagen hat. Das leidet viel mehr als bei Kälbern eine richtig gemachten Enthornung. Vor allem haben wir wichtigere Probleme zu lösen. Stehen wir zusammen und akzeptieren wir die Haltung mit Horn und ohne Horn. Lassen wir uns nicht zum Spielball verschiedener Organisationen machen. Dann verlieren alle. Die Gegner von hornlosen Tieren ist ein Teil sogar gegen Tierhaltung und deren Nutzung. (Veganer) nur der dümmste Bauer wählt seinen Metzger selber!

  6. Wenn sie Unterschriften sammeln wollen sollen sie das doch tun, glückliche Leute wenn das ihre dringensten Probleme sind, welche sie bewegen, sonst bewegen sie ja eher wenig.

  7. Es muss wieder zur normalitaet der kuehe kommen mit horn.
    Erstens. Die horn sind seit tausende von jahren immer da Gewesen Ausser bei erkrankubgen der tiere (nicht mal 0,05%)
    2.die Horne die en den kuechen zum kratzen an den stellen die sie nicht rankommen.
    3.ist das enthornen schwachsinnig und UNNOETIG
    Und sieht noch grauenhaft aus.
    ICH HOLE IMMER AUF BAUERHOF MILCH, seit der BAUERHOF seine kuehe enthornt hatt, sagte Ich dem Bauer, dass Ich das lezte mal bei ihm die milch holte und zu einem

  8. So ein Bullshit.
    Wir haben ernsthaftere Probleme zu lösen.
    Sollen die, die Hörner wollen sie haben und die andern nicht. Aber wenn Landwirte sich anfangen gegenseitig sachen zu verbieten und das noch per Gesetz ist das ganze ein Affentheater.
    Haben die keine andern Sorgen?

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